Ich will mein Leben leben

Aus dem Sonntag Arbeiten im Thälmann-Park, wohnen in Hohenschönhausen. Gesprächsprotokoll mit Uwe und Carola Reuter, geführt in Ostberlin durch die Zeitung "Sonntag" im Herbst 1989

Ich bin 35, ich habe meine Familie, meine Arbeit, eine neue Wohnung, ein kleines Auto, ich bin zufrieden, was will ich mehr ...


Ich möchte, dass sich meine Familie wohl fühlt, das ist für mich entscheidend. Meine Frau ist Berlinerin, ich stamme aus einem kleinen Dorf, mit der achten Klasse bin ich nach Berlin an die Kinder- und Jugendsportschule gekommen. Ich habe mich hier eingelebt und möchte von Berlin nicht mehr weg. Im Prinzip bin ich ja im Prenzlauer Berg groß geworden, mit dem Sport und allem Drum und Dran, sämtliche Freunde hatte ich da, ein enger Kiez, man konnte alles zu Fuß, alles auf die Husche machen. Jetzt muss man sich an die Entfernungen nach Hohenschönhausen erst gewöhnen. Im Urlaub fahre ich gern mal ins Dorf, genieße für zwei, drei Wochen die Ruhe da, spiele mit meinen Kindern, mache dies und das, aber dann fehlt mir die Hektik der Stadt, der Fluidum von Berlin, nirgendwo anders ist das so. Was soll ich sagen – Berlin gehört eben zu meinem Leben.

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Seit der achten Klasse wollte ich Köchin werden., das habe ich dann auch gelernt. Aber schon die Lehre war nicht das, was ich mir vorgestellt habe, doch ich habe sie zu Ende gemacht und anschließend ein Jahr in einer Großküche gearbeitet, und die hat mich total abgestoßen. Und so habe ich im Café Skala an der Schönhauser Allee, wo Uwe als Kellner gearbeitet hat, in der Küche begonnen. Und da hat es mir gefallen. Mehr durch Zufall bin ich dort an die Bar gekommen, es fehlten gerade Leute, ich dachte mir, ich probier's halt mal, und es ging. Was ich vorher nicht geglaubt hätte, mir hat das Mixen von Getränken, der Umgang mit den Gästen Spaß gemacht. Als der Thälmann-Park dann eröffnet wurde, im April 86, sind wir zusammen, dorthin gegangen, ich an der Bar vom Café Eisbär. Uwe hat die Imbisseinrichtung am Kinderspielplatz als Leiter übernommen.

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Anfangs war ich schon skeptisch, ob ich es schaffen werde, ich war Kellner, und gern Kellner, und dann so einen Laden selbstständig führen. Es ist zwar nur ein kleines Objekt, aber letztendlich bin ich dafür verantwortlich. Und Verantwortung heißt für mich, meine Arbeit so gut wie möglich zu machen, also brauche ich auch Leute, auf die ich mich verlassen kann.
Eigentlich reizen mich Schwierigkeiten schon, ich bin ziemlich stur, ich versuche, meine Meinung, wie die Arbeit gemacht werden müsste, durchzuboxen, und wenn jemand anderer Ansicht ist, dann muss er mich schon mit guten Argumenten überzeugen. Von meinen Leuten verlange ich nicht mehr, als von mir selbst, im Gegenteil. Bevor ich lange rede stelle ich mich lieber selber hin. Das mag nicht immer richtig sein, aber es liegt mir nicht, vielleicht mit der Faust auf den Tisch zu hauen und zu sagen, jetzt wird das so und so gemacht! Die kollegiale Arbeit halte ich für besser. Aber von der Arbeitszeit her sage ich schon mal ein hartes Wort. Ich will, dass jeder jeden Tag zur Arbeit kommt, wie es sein muss, pünktlich ist und auch einigermaßen Interesse für seine Arbeit zeigt. Wenn ich zum Beispiel was Neues ausprobiere, bin ich jeden Tag im Laden, auch wenn ich frei habe, mindestens drei, vier, fünf Stunden. Wenn ich was mache, will ich es richtig machen, oder ich mache es lieber gar nicht, es macht mir sonst keinen Spaß.

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Bei Uwe muss es immer das Beste werden. Wenn er von vornherein der Meinung ist, so richtig wird das nichts, dann lässt er lieber die Finger davon. Ich meine, ich will es ja auch gut machen, aber mir reicht zum Beispiel in der Schule auch eine Zwei. Aber er sagt eben: Nee, das wird nicht das Beste, ich will der Erste sein! So ungefähr, das ist so seine Einstellung. Oder er kommt und sagt: Ich hab' morgen frei. Und ich freu' mich schon, denke, da können wir ja was zusammen unternehmen. Und er: Aber ich muss erst mal in den Laden – nur kurz. Und dann kommt er mittags oder nachmittags, und der Tag ist gelaufen. Und das ist es eben, wo ich mich darüber ärgere, aber andererseits kann ich's auch wieder verstehen, und ich sage mir, naja, mein Gott, wenn er so ist, das geht ja noch. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es mir gefallen würde, wenn er anders wäre: Ich meckere zwar, dass er gerade jetzt, wo wir unsere beiden Kinder haben, so viel arbeitet, aber wenn ich's mir dann überlege, hat er doch recht.

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Auf Arbeit fühle ich mich wohl, wenn ich was organisieren, was aufbauen kann. Am liebsten würde ich alle fünf Jahre ein neues Objekt übernehmen und dafür alles ranholen. Ich bin eben ein Reisender, dahin fahren und dorthin fahren. Handwerker beschaffen und dies und jenes. Und in den Laden meine Ideen reinbringen, so wie ich ihn haben möchte. Das ist meine Welt. Das machen, was machbar ist. Und wenn ich das erreicht habe, dann will ich mich damit nicht mehr aufhalten, dann reizt mich wieder das Neue. Ein noch größere Chef sein, so ungefähr. Was machen, wo man sich wieder beweisen muss. Grenzen im Leben, so was gibt es nicht, denke ich jedenfalls. Mit 35 kann ich doch nicht sagen, dass es für mich nun das Ende ist. Man muss immer versuchen, sich zu verbessern, ich habe im „Rosengarten“, der großen Speisegaststätte im Thälmann-Park das Büfett übernommen. Meinen Beruf möchte ich nicht mehr wechseln, er macht mir Spaß.
Eigentlich hat mir was Gastronomisches schon als Kind vorgeschwebt. Ich weiß auch nicht, warum, es lag wohl so drinne. Als Junge wäre ich am liebsten mit meinem Bruder zusammen zur See gefahren, als Steward oder so was. Kellner auf'm Schiff, das wäre mein Traum gewesen. Aber dafür ist es jetzt zu spät, und außerdem hat man mir mal gesagt, dass ich dafür mit meinen 1,96 zu groß bin. Naja, bei den Kojen und den Durchgängen!
Die liebsten Gäste sind mit Kinder und alte Leute. Kind sind ehrlich, sie sagen schnell mal „der böse Onkel“, und alte Leute sind für jede nette Geste, für jedes freundliche Wort dankbar. Ich möchte eben, dass alle Gäste, ob Kinder oder Erwachsene, zufrieden weggehen und gern wiederkommen. Ich versuche es eigentlich immer mit Freundlichkeit. Zu 99 Prozent macht es der Ton, und es gehört auch Fingerspitzengefühl gegenüber den Gästen dazu. Als Gastronomen müssen wir mehr Verständnis für sie aufbringen, ihnen helfen, wenn sie vielleicht schlechte Laune haben, solche Stimmung abzubauen. Doch das ist die größte Kunst des Kellners. Es gelingt nicht immer, aber irgendwie schaffe ich es meistens, irgendwie erwische ich wohl den richtigen Pepp oder so was. Ich weiß nicht, wie es geht, aber es geht eben. Wenn ich zum Beispiel soweit wäre, dass ich mir eine eigene Gaststätte aufbauen könnte …, aber das hapert's bei an nötigen Beständen.
Ich sage mir, das ist genauso wie mit 'nem Auto. Viele Leute haben ein dickes Auto vor der Tür und nichts in der Wohnung. Für mich ist erstmal die Wohnung wichtig, und dann kommt der Rest. Aber ich würde gerne so einen Privatladen nach meinen Ideen aufbauen, den würde ich mir so was von irre aufziehen, so mit Barausschank und allem drum und dran.

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Träume, det sind aber wirklich nun Träume. Es wäre natürlich das Ideale, aber da denke ich wie Uwe, da müssten wir schon im Lotto gewinnen oder so, dann könnte man sich vielleicht selbstständig machen. An der Ostsee hatten Berliner 'ne Gaststätte, aber eben privat. Ich glaube, wenn wir so'n Angebot kriegen, wir würden auch aus Berlin rausgehen, sicherlich mit schwerem Herzen, und bestimmt würden wir lange drüber überlegen, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass wir gleich „nein“ sagen würden: Weil wir beide so sind, dass wir sagen, was soll's, wenn's uns gefällt.

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Das Leben wird immer schwieriger, das ist was ganz Normales. Die Widersprüche, auch die sozialen nehmen zu, das wissen wir. Wenn ich das bei manchen Leuten so sehe, mit Kindern und Kinderwagen stehen sie schon früh um halb zehne vorm Kiosk. Wann wird hier aufgemacht! Die wissen ganz genau, wann aufgemacht wird. Dann sitzen sie mit ihrem Baby da, der Vater da, die Mutter hier, ein Kind im Kinderwagen, die anderen auf dem Spielplatz, und dann kippen sie sich einen ein – und noch einen. Gott sei Dank, sage ich dann immer, dass es dir nicht so geht, und dass es deinen Kindern nicht so geht. Gott sei Dank, wir haben unserer Söhne, beide sind sie Wunschkinder, Ramón ist gerade mal vier Wochen alt, den Namen haben wir ihm ausgesucht, und Marc, mein kleiner Junge, mein Großer muss ich ja jetzt sagen, ist nun viere geworden, ein richtiger Pfiffikus. Er ist so was von selbstständig, da haben wir überhaupt keine Probleme. Auch meine Frau lässt da nicht locker. Er hat zwar mehr Respekt vorm Papa als vor der Mama, aber so möchte es ja wohl auch sein.

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Wenn wir manchmal so über unsere Kindheit reden, Uwe und ich, dann sagen wir, wir wollen unsere Kinder zu nichts zwingen. Sicher möchte ich ganz gerne, so denke ich's mir jedenfalls heute, dass sie auch einmal in der Gastronomie anfangen, aber wenn sie nicht wollen, kann ich auch nichts machen. Wir sind der Meinung, dass sie ihren späteren Weg selbst entscheiden müssen. Wir möchten, dass aus ihnen vernünftige Menschen werden. Naja, vernünftig, das ist auch wieder so ein Wort. Dass es ihnen gut geht, dass sie selber einmal eine Familie gründen, dass sie in jeder Hinsicht durchs Leben kommen.

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Wir kennen ja unsere Kinder, und da sind wir ganz beruhigt. Erst einmal sollen sie so aufwachsen, wie ich es mir als Kind immer gewünscht hätte. Sie sollen toben und spielen und lustig sein. Mich haben meine Eltern sehr streng und sehr hart erzogen. Ich musste auch sehr viel arbeiten. Mein Vater wollte, dass ich an die Kinder- und Jugendsportschule gehe. Sie wurde ein wichtiger Abschnitt in meinem Leben, ich habe dort Leistungssport betrieben, und dazu braucht man schon eine gewisse Stabilität. Aber wenn ich am Wochenende nach Hause gekommen bin, hatte ich keine zwei freien Tage, ich musste erst ein,al mit meinem Vater im Garten arbeiten, und das war kein Garten, das war eine Plantage. Durch meinen Vater habe ich arbeiten gelernt, das stimmt auf alle Fälle, und meine Kinder werde ich natürlich auch zur Arbeit erziehen. Nichts machen, nichts tun, bummeln, zu spät kommen, das ist für mich was ganz Schlimmes. Ich sage immer, wer feiern kann, der kann auch arbeiten. Wenn es nachts mal spät wird wird, muss man trotzdem morgens zur Arbeit pünktlich und fit sein. Ich möchte nicht unbedingt, dass meine Kinder auch Gastronomen werden, das muss nicht sein. Sie sollen sich den Besuch aussuchen, den sie gern machen möchten. Ratschläge werde ich ihnen geben, aber ich werde nicht bestimmen. „Du machst das, und du machst jetzt dein Abitur!“,, so wie es mein Vater damals zu mir gesagt hat, denn das führt zu nichts.
Wenn einer etwas mit Widerspenstigkeit macht, bringt es der Entwicklung seiner Persönlichkeit nichts. Ich habe, als ich 18 war, gesagt, so, jetzt bin ich 18, und jetzt mache ich das, was ich will. Und heute brauche ich zu keinem Dankeschön zu sagen, das mag vielleicht egoistisch sein, aber ich bin stolz auf das, was ich mir allein geschaffen habe, ohne fremde Hilfe, ohne alles. Und jetzt jhabe ich erst wieder neu angefangen, mit der neuen Wohnung.

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In Hohenschönhausen wohnen wir seit einem Jahr. Wir haben uns riesig gefreut, als wir die Neubauwohnung erhielten, denn vorher haben wir mit dem Jungen jahrelang in einer Einzimmerwohnung mit Außentoilette gelebt. Unter solchen Bedingungen ist der Junge geboren, wie sollte er dort zum Beispiel lernen, allein auf die Toilette zu gehen. Wir mussten immer Angst haben.
Sieben Jahre hatten wir den Antrag zu laufen, und ich bin immer hingegangen zum Wohnungsamt. Und immer hieß es, tut mir leid, wir haben zur Zeit keine Wohnungen. Und da hab' ich mal gesagt, was ist denn mit den ganzen Neubauwohungen, die gebaut werden? Ich wollte ja noch weiterreden, aber da sagt sie gleich, also eine Neubauwohnung, na also, Frau Reuter, das ist ja wohl was ganz Außergewöhnliches, das können sie gleich vergessen, so was kriegen Sie nicht. Ich sage, ich wollte ja gar nicht darauf hinaus, ich wollte ja nur wissen, was mit den Altbauwohnungen ist, da muss ja wohl was frei werden.
Ja, naja, sagen sie, wir haben so dringende Fälle. Und wir sind auch eind ringender Fall sage ich. Aber naja, ich meine, das ist jetzt alles vergessen. Als sie uns sagten, wir hätten eine Neubauwohnung in Hohenschönhausen, habe ich Uwe angekiekt und gedacht, das kann ja wohl nicht wahr sein. Und als wir dann draußen waren, das sind mir wirklich erst mal die Tränen gelaufen, vor Freude. Mich hatte das Wohnungsproblem immer schon so richtig fertiggemacht. Und nach alledem konnte ich es nicht fassen, dass sie uns nun eine Neubauwohnung geben wollten.

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Sie hat geheult, Tatsache. Ich sage immer wieder, hätte ich nicht so auf den Busch gehauen, dann …
Die ersten Male war sie allein da, aber das zählte wohl nicht, oder was weiß ich. Jedenfalls bin ich dann immer mitgegangen, habe eine Eingabe geschrieben, die kam zurück, es passiert gar nichts, wurde gesagt. Und dann habe ich etwas lauter und mit Nachdruck diskutiert, und das muss wohl seine Wirkung nicht verfehlt haben, denn auf einmal wurden wir vorgeladen und bekamen die Zuweisung für die Neubauwohnung. Ich war ja gar nicht aus auf eine Neubauwohnung, mir hätte eine Altbauwohnung auch gereicht, nur größer sollte sie sein, nicht ein Zimmer mit Außentoilette. Für drei Personen ist eine Drei-Raum-Wohnung ja ideal, aber jetzt haben wir zwei Kinder, und da ist die Wohnung schon wieder zu klein. Also geht es nun wieder los, nun brauchen wir eine Vier-Raum-Wohnung. Und dann ist meines Erachtens so eine Wohnung so was von unüberlegt, an den Bedürfnisse der Leute vorbei gebaut.
Das Schlafzimmer ist riesengroß, und das Kinderzimmer sieht so aus, wie früher ein halbes Zimmer war. Also habe ich von Anfang an das kleine Zum Schlafzimmer gemacht, da guckt sowieso keiner rein, und das große zum Kinderzimmer. So hat Marc Platz zum Spielen und auch seine Wand zum Malen, soll er doch, das lässt sich ja wieder tapezieren. Ich fotografiere gern. früher habe ich auch selbst entwickelt, ich würde gerne wieder damit beginnen, die Ausrüstung habe ich, aber mir fehlt in der Wohnung eine Ecke, eine Kammer dafür. Mein Vater hat viel fotografiert und auch entwickelt, und ich habe bei ihm dann mit gemacht. Und wenn ich mal wieder eine Möglichkeit dazu habe, will ich auch meinen Jungen mit einbeziehen. Vorausgesetzt, er hat Interesse. Bis jetzt lässt er sich nur gern fotografieren.
Wie ich zu materiellen Dingen stehe? Ich denke, zum Wohlfühlen gehört ein gewisser Lebensstandard, und den will ich mir in jeder Beziehung erhalten, dafür gehe ich arbeiten.
Aber, Opfer meine Klamotten werden, nein, darauf lege ich keinen Wert. Wenn ich da manche so sehe, die racken und machen, dies und das, und was weiß ich nicht alles, da lache ich nur. Ich kann jeden Tag tot sein, und was habe ich dann davon gehabt, dass ich nur gerackt und gemacht und getan habe – nichts. Es ist im Prinzip überhaupt nicht meine Welt, eine schicke Lederjacke anzuhaben und was weiß ich noch alles, oder zu sagen, das ist „In“ und das will ich kaufen. Das, was ich anziehe, und das, was ich habe, darin und damit will ich mich wohl fühlen. Und ob das nun gerade aktuell und supermodern ist, das ist für mich so was von egal. Und wenn die Leute in meine Wohnung kommen und sagen, wie ist der denn eingerichtet! … was soll's.
Ich habe schon oft gehört, Uwe, du willst nur deins, nur deine Person, nur eine Familie. Für mich ist meine Person das Wichtigste, und davon gehe ich nicht ab. Und niemand könnte mich überzeugen, dass das falsch sei. Seitdem ich in Hohenschönhausen wohne, sind private Freundschaften erst einmal ein bisschen abgebrochen. Wer fährt schon gerne nach Hohenschönhausen, gerade an Abenden oder Wochenenden. Und fängt da an zu suchen. Es ist zwar keine Frage der Verkehrsverbindungen, die sind gut, S-Bahn, Bus, Straßenbahn, aber für ungewohnte Wege braucht es seine Zeit. Von der Lage her war die alte Wohnung geradezu ideal. Ich brauchte nur über die Straße zu gehen und war im Friedrichshain, beinahe jeden Tag bin ich da nach der Arbeit mit meinem Sohn noch Schwäne füttern gegangen oder ich habe mein Feierabendbier in den Köhlerhütten getrunken – schöner ging's gar nicht. Das fehlt mir in Hohenschönhausen, in meiner Gegend ist es da noch wie auf dem Dorfe. Zum Beispiel sage ich manchmal zu meiner Frau: Wollen wir nicht mal in die Stadt fahren. Ja, Tatsache, wollen wir nicht mal in die Stadt fahren!

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12:11 13.10.2009

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