Intelligenz-Quoten

INTELLIGENZ Kürzlich informierte eine Radiomeldung über die Verteilung von Intelligenz im Deutschen Raum. Der durchschnittliche Intelligenzquotient (IQ) sei im ...

Kürzlich informierte eine Radiomeldung über die Verteilung von Intelligenz im Deutschen Raum. Der durchschnittliche Intelligenzquotient (IQ) sei im Süden Deutschlands signifikant höher als im Norden, war da zu erfahren. Ein West-Ost-Gefälle (manchem Hörer vielleicht eher einleuchtend), sei ausdrücklich nicht nachzuweisen gewesen. Nein, die Sachsen und Thüringer, die Bayern und Schwaben ständen allesamt über dem Durchschnitt der Bürger von Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein. Das Ergebnis sei übrigens auf Grund einer Reihe von Intelligenztests bei der Bundeswehr zutage getreten.

Als Berliner kann man da ganz ruhig bleiben. Geographisch liegt man allemal in der Mitte, und dass man »helle« ist, versteht sich von allein. Aber ein bisschen nachdenken kann man schon. Es muss sich bei dieser Statistik doch eigentlich um die Intelligenz der Männer handeln, denn Frauen dürften beim Bund kaum repräsentativ vertreten sein. Unter den Bundesbürgerinnen könnte der Sachverhalt ganz anders, vielleicht gerade umgekehrt liegen. Wenn nun die Frauen aus Hamburg und der Müritz einerseits, die von Heidelberg und vom Ammersee andererseits ihren kollektiven Grips mit in die jeweilige Waagschale würfen, wer weiß, wie dann das Zünglein ausschlüge?

Doch ehe wir einen neuen Geschlechterkampf anfachen, wollen wir einer anderen Überlegung nachgehen. Die besagte Statistik könnte sich auch daraus erklären, dass die intelligenteren Nordmänner einfach weniger präsent sind in der Bundeswehr. Denkbar wäre es jedenfalls, dass sie sich per Verweigerung, Simulation oder welcher Mittel sonst ihrem IQ-gesättigten Hirn entspringen mag, dem Dienst im Bunde entziehen. Dass sie ihrer Region damit - siehe Meldung - einen schlechten PR-Dienst leisten, wäre ja nur eine unerwünschte Nebenwirkung. Vielleicht gibt es im Norden einfach mehr Felix Krulls?

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