Jüdische Studierende: „Uns wird vermittelt: Ihr seid hier unerwünscht“

Antisemitismus Für jüdische Studierende sind die Universitäten kein sicherer Ort mehr. Die Konsequenz ist für viele Betroffene soziale Isolation. Hanna Veiler über das Leben als jüdische Studentin in Deutschland nach dem 7. Oktober 2023
Exklusiv für Abonnent:innen | Ausgabe 23/2024
Hanna Veiler, Präsidentin der Jüdischen Studierendenunion Deutschlands (JSUD)
Hanna Veiler, Präsidentin der Jüdischen Studierendenunion Deutschlands (JSUD)

Foto: Emmanuele Contini/Imago Images

Jüdische Studierende werden nie den Februarmorgen vergessen, an dem sie mit Nachrichten auf ihren Handys aufwachten, die davon berichteten, dass ein jüdischer Studierender in Berlin brutal niedergeschlagen worden war. Lahav Shapira, dem am Abend zuvor mitten in Berlin von einem Kommilitonen die Nase gebrochen wurde, ist einer von uns. Er engagiert sich in jüdischen und pro-israelischen Gruppen, die seit Monaten gegen den grassierenden Antisemitismus an der Freien Universität in Berlin und an anderen Universitäten kämpfen. An diesem Morgen wussten wir: Wir alle sind mit diesem Angriff gemeint, wir alle sind eine Zielscheibe. Doch der Fall Lahav Shapira bildete nur einen der traurigen Höhepunkte der eskalierenden und seit Monaten anhaltenden Gewalt gegen J&