Kalkulierter Größenwahn

REGIONALWAHLEN IN ITALIEN Ein Bündnis konservativer, offen rassistischer und postfaschistischer Parteien will Österreichs schwarz-blaues Regiment noch in den Schatten stellen
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Die Regionalwahlen am 16. April werden allenthalben als Test für die im Frühjahr 2001 anstehende Parlamentswahl betrachtet - keiner der Beteiligten kann das ernsthaft leugnen. Abgestimmt wird weniger über die Geschicke von 15 der 20 Regionen, zumal deren Vertretungen - die erstmals direkt gewählten Präsidenten eingeschlossen - relativ weniger zu entscheiden haben, als über das Schicksal der Mitte-Links-Regierung.

Es ist namentlich Premier Massimo D'Alema, der durch landesweite Präsenz den Testcharakter des Urnengangs unterstreicht. Er kämpft allerdings auch in eigener Sache: Sollte die Rechte am 16. April gewinnen, muss er - obwohl amtierender Regierungschef - seine Hoffnungen begraben, im nächsten Jahr das Mitte-Links-Bündnis als Spitzenkan