Christine Finke
Ausgabe 2816 | 27.07.2016 | 06:00 7

Keine Privatsache

Trennung Eine neue Studie zeigt, wie Alleinerziehende benachteiligt und die Kinder in Armut gedrängt werden

Jetzt haben wir es schwarz auf weiß: Alleinerziehende werden in Deutschland massiv strukturell benachteiligt. Die Benachteiligung zieht sich durch so viele Bereiche, dass einem beim Lesen der neuen Studie Alleinerziehende unter Druck ganz schwindelig wird. Das Ausmaß ist erschreckend, sogar für Menschen, die sich seit Jahren mit dem Thema beschäftigen. Niemand kann jetzt noch sagen, finanzielle Sorgen und die Überlastung Alleinerziehender seien Privatsache, es handele sich nur um bedauerliche Einzelschicksale. Wie kann es aber sein, dass diese Probleme, die teils lang bekannt sind, bisher einfach ignoriert wurden? Und was ist dagegen zu tun?

Fangen wir mit einer scheinbaren Banalität an. „Zuallererst muss die Fürsorge-, Erziehungs- und Bildungsarbeit Alleinerziehender anerkannt werden.“ Alleinerziehende Mütter und Väter verdienten Respekt und Unterstützung, das steht ausdrücklich so in dem Fazit, das die Studie der Bertelsmann-Stiftung zieht. Ist das nicht klar? Muss das extra betont werden? Leider ja. Viele Alleinerziehende – und bei ihnen handelt es sich mit knapp 90 Prozent zum allergrößten Teil um Frauen – erleben im Alltag und auf Ämtern Geringschätzung und Diskriminierung.

Der Kern des Übels

Dahinter steht eine Mentalität, die in den Vorwürfen „selbst schuld“ und „Sie hat es doch so gewollt“ wurzelt. Diese Haltung ist der Kern des Übels. Und wie bei allen über Jahrhunderte gewachsenen Vorurteilen wird es nicht leicht sein, die gesellschaftliche Geringschätzung aus den Köpfen zu kriegen. Oder sie gar durch ein neues, positives Bild zu ersetzen. Dabei wäre das wichtig: Was Alleinerziehende leisten, ist enorm und bringt sie oft an den Rand der Erschöpfung. Zudem ist es ein Dienst an der Gesellschaft, die Nachwuchs dringend braucht.

Die Kinder von Alleinerziehenden leben zu großen Teilen über Jahre in Armut. Eine Million Kinder der insgesamt 2,3 Millionen Kinder in Ein-Eltern-Familien wachsen damit auf, dass es zu Hause über längere Zeiträume sowohl an Geld als auch an Zeit fehlt, dass die betreuende Mutter oft gestresst und überlastet ist. Alleinerziehende Väter betreuen statistisch betrachtet fast ausschließlich ältere Kinder ab fünf, sechs Jahren aufwärts – außerdem wissen wir, dass Väter anders als alleinerziehende Mütter viel gesellschaftliche Anerkennung erhalten und weniger von Armut betroffen sind, da sie den Beruf wegen der älteren Kinder besser mit ihrer Betreuung vereinbaren können.

Die Kinderarmut bei Alleinerziehenden ist aber auch deshalb so alarmierend, weil sie über die vergangenen zehn Jahre bei Paarfamilien um knapp zwölf Prozent gesunken ist, während sie bei den Alleinerziehenden um 6,6 Prozent auf 42 Prozent stieg. Hier öffnet sich eine gesellschaftliche Schere, die hoch problematisch ist, weil Armut in frühen Jahren langfristig negative Folgen für die Entwicklung der Kinder hat und sie dadurch bei Bildung und Teilhabe benachteiligt sind.

Und das alles, obwohl Alleinerziehende deutlich häufiger in Vollzeit arbeiten als Mütter in Paarbeziehungen. Obwohl die Erwerbsquote alleinerziehender Mütter mit 61 Prozent insgesamt sehr hoch ist, und obwohl die meisten Alleinerziehenden (78 Prozent) gut bis sehr gut ausgebildet und hoch motiviert sind, den Familienunterhalt zu verdienen.

Das müssen sie aber auch, denn wie die Studie auch zeigt, erhält die Hälfte der Alleinerziehenden überhaupt keinen Unterhalt vom Expartner für das gemeinsame Kind (Ehegattenunterhalt ist seit der Unterhaltsreform von 2008 sowieso eine absolute Seltenheit geworden). Ein weiteres Viertel bekommt nur unregelmäßig oder zu wenig Unterhalt, nur das restliche Viertel angemessenen Unterhalt. Und deswegen bezogen 455.000 Kinder 2014 einen Unterhaltsvorschuss vom Staat, der allerdings aus unerfindlichen Gründen auf sechs Jahre begrenzt ist und nach dem zwölften Lebensjahr endet. Als bräuchten Kinder dann kein Geld mehr!

Die 2015 mit großem Tamtam beschlossene Anhebung des Steuerentlastungsbetrags für Alleinerziehende kommt bei den Kindern nicht an, sagt uns die Studie, und wer die Einkommenssituationen von Ein-Eltern-Familien kennt und obendrein weiß, wie viele von ihnen entweder Sozialleistungen beziehen müssen oder aufstocken, weil das eigene Einkommen nicht reicht, um das Existenzminimum einer Familie zu decken, wundert sich darüber nicht. Es war Fachleuten von vornherein klar, dass diese Maßnahme verpufft und höchstens als politischer Werbegag durchgeht.

Dass verheiratete Paare mit bis zu 15.000 Euro Steuervorteil pro Jahr vom Ehegattensplitting profitieren – unabhängig davon, ob sie Kinder großziehen oder nicht –, während Steuerklasse II, die Alleinerziehende beantragen können, eine Besteuerung fast wie ein Single bedeutet, ist ein weiterer Baustein in der strukturellen Benachteiligung. So sorgt der Staat dafür, dass berufstätige Alleinerziehende eine überproportional hohe Abgabenlast tragen, obwohl sie sich um zukünftige Steuerzahler kümmern, die auch die Rente von Kinderlosen eines Tages finanzieren werden.

Gravierende Fehlannahme

Auf dem Arbeitsmarkt gehören Alleinerziehende zur am schwersten zu vermittelnden Gruppe. Es ist aussichtsreicher, jemanden ohne Ausbildung und ohne Deutschkenntnisse in Arbeit zu vermitteln als Alleinerziehende, sagt uns die Statistik. Was wiederum nicht erstaunlich ist, wenn man sieht, dass alleinerziehende Mütter vom Jobcenter besonders gern in Ein-Euro-Jobs und sogenannte Fortbildungen gesteckt werden, was bekanntlich fast nie in gut bezahlten Festanstellungen mündet.

All das sorgt dafür, dass viele Alleinerziehende im Alter arm sein werden. Falls sie alt werden, denn über die gesundheitlichen Folgen des jahrelangen Darbens gibt es bisher noch gar keine Untersuchungen.

Was wäre also zu tun? Die Bertelsmann-Studie macht konkrete Vorschläge, die allesamt sinnvoll und längst überfällig erscheinen. Sie beinhalten eine Reform des Steuerrechts zugunsten Alleinerziehender, eine Bündelung der familienpolitischen Maßnahmen anstatt einer Vielzahl an unübersichtlichen Fördermitteln und Ansprechpartnern, eine Anhebung des Kindergelds um 100 Euro monatlich pro Kind für Alleinerziehende, gezielte Förderung auf dem Arbeitsmarkt, gute, günstige und flexible Kinderbetreuung – aber auch ein ausreichendes Zeitfenster, um sich um die Kinder zu kümmern. Denn dass Kinder nebenbei, am Feierabend und in Hetze aufzuziehen sind, ist laut Studie eine gravierende Fehlannahme des neuen Unterhaltsrechts, das von Müttern erwartet, dass sie Vollzeit arbeiten, sobald das Kind drei Jahre alt ist.

Und nicht zuletzt sollte sichergestellt werden, dass das Kind entweder vom nicht betreuenden Elternteil einen Unterhalt erhält, der für das Existenzminimum des Kindes sorgt. Oder aber der Staat muss mit einem angemessenen Unterhaltsvorschuss einspringen, der nicht zeitlich begrenzt sein darf und von dem auch das Kindergeld nicht abgezogen werden darf.

Manuela Schwesigs Vorschlag, auch darüber nachzudenken, nicht zahlenden Vätern wie in England den Führerschein zu entziehen, klingt deshalb auch gar nicht schlecht. Und da können die Unterhaltspreller noch von Glück reden, denn in Brasilien wandern nicht zahlende Elternteile ins Gefängnis. Ob sie schuldhaft nicht zahlen oder einfach das Pech haben, zu wenig zu verdienen, spielt keine Rolle. Haftbar für den Kindesunterhalt sind dort auch die Großeltern des Nichtzahlers, was eine drastische, aber sehr wirksame Maßnahme ist, die auch die Motivation dämpft, eventuell Teile des Einkommens durch Schwarzarbeit zu erzielen oder als selbstständiger Vater seine Bilanzen kreativ zu gestalten.

Dass es den Beistandschaften der Jugendämter, die nur viel zu selten Erfolge beim Eintreiben des Unterhalts erreichen, nicht gestattet ist, Einblick ins Konto des Nichtzahlers zu nehmen, ist nicht nachvollziehbar – kürzlich wurde erst beschlossen, dass das Finanzamt immerhin mitteilen darf, wie viele Konten der nicht zahlende Elternteil in Deutschland besitzt, aber die Kontobewegungen und Salden unterliegen weiterhin dem Bankgeheimnis. Auch da gibt es noch viel Luft nach oben.

Aber der Anfang von allem ist die Anerkennung, die in der Studie an mehreren Stellen erwähnt wird. Ohne sie wird sich nichts bewegen. Und sie täte auch gut – kurzfristig betrachtet vor allem den Alleinerziehenden und ihren Kindern, langfristig aber der gesamten Gesellschaft.

Christine Finke ist alleinerziehende Mutter von drei Kindern und bloggt auf mama-arbeitet.de. Vor kurzem ist von ihr Allein, alleiner, alleinerziehend. Wie die Gesellschaft uns verrät und unsere Kinder im Stich lässt (Lübbe) erschienen

Dieser Beitrag erschien in Ausgabe 28/16.

Kommentare (7)

yomary 31.07.2016 | 22:05

Ich bin alleinerziehend, arbeite 32 Std./Woche plus gelegentliche Überstunden und gehe mit rund 2.150 Euro netto (TvöD Bund EG 12) nach Hause. Nun ist die Frage: Was sehen Sie als signifikant an? Sicher bin ich damit keine typische berufstätige alleinerziehende Mutter, aber das Steuerrecht scheint mir im Vergleich zu den anderen Lösungsvorschlägen noch vergleichbar einfach modifizierbar zu sein - und dass ich fast die gleichen Abgaben habe wie meine kinderlosen Kolleginnen und Kollegen, finde ich schon frech. Die Kinderbetreuung ist für mich nicht problematisch, da ich - wenn ich Vollzeit arbeiten wollte - mein Kind fast neun Stunden in der Betreuung lassen müsste. Für eine 4-Jährige finde ich das zuviel. Zudem bin ich schon jetzt jeden Nachmittag ziemlich müde und ausgelaugt, wenn ich sie abhole. Und dann habe ich noch nicht eingekauft, geputzt und die Wäsche gemacht. Wie sollte das nach einem 8-Stunden-Tag aussehen? (Gääähn...) Ich habe das starke Bedürfnis weniger zu arbeiten, um mehr Quality Time und einen "freieren Kopf" für meine Tochter zu haben. Das würde jedoch nicht nur weniger Geld, sondern auch weniger Verantwortung im Job und geringere Karrieraussichten bedeuten. Ich werde schon jetzt regelmäßig als die "Teilzeit-Kraft" abgestempelt, obwohl ich mit meinen 32 Stunden näher an den 39 Vollzeit dran bin, als an den 19,5 der klassischen Teilzeit. Es ist schade, dass wir keine starke Lobby haben - aber ich schätze für Lobbyarbeit sind die meisten Alleinerziehenden viel zu müde...

Frostling 01.08.2016 | 00:05

Nein, ich kann das inzwischen alles nicht mehr hören, auch nicht mehr lesen. Das alles ist auch längst nicht "links" oder gar kinderfreundlich. Es ist Stimmungsmache und geht an der gelebten Realität (auch) ein ganzes Stück weit vorbei. Dieser Artikel reiht sich ein in eine Reihe von Artikeln in anderen - meist konservativen - Medien.

Aber mal langsam. Ich arbeite selbst in dem Bereich in einer Behörde und kann aus täglicher Erfahrung nämlich (auch) ganz ganz andere Beispiele nennen, die in dem Artikel nicht mal ansatzweise vorkommen:

Millionen Unterhaltszahler zahlen pünktlich ihre Alimente!

Es gibt sehr sehr viele - meist Frauen - die entgegen dem Kindeswohl - Umgänge zum Umgangsberechtigten verweigern, erschweren und entgegen der Gesetzeslage an Unterhaltszahlungen knüpfen. Wo ist der Aufschrei? Ich empfehle, mal zu einem ganz normalen Familiengericht zu gehen und diese Umgangsverfahren anzuschauen. Entgegen dieser unterschwelligen Kritik an den (meist Männern), verweigern FRAUEN massiv Umgänge, gemeinsames Sorgerecht.... betrachten ihre Kinder als "Eigentum", was es gegen die Väter zu schützen gilt. Es sind die selben Frauen, die im Gegenzu über fehlende Finanzen klagen....

Ganze Heerscharen von Anwälten (den die Frau nicht zahlen muß - hat ja kein Geld - , wohl aber der bereits Unterhalt zahlende Vater!) verdienen an dieser Umgangsverweigerung, Gerichte beschäftigen sich im Akkord mit diesen Fällen.

Ein Test:

Jede, um ihren Unterhalt und ihre (staatliche) Unterstützung kämpfende Mutter - welche ja laut Beitrag mit ihren Kindern zu Millionen in Armut leben muß - vereinbart mit dem "reichen" Kindesvater das sog. Wechselmodell, also die hälftige Betreuung der Kinder! Wechselmodell als Regelfall. Wie in anderen Ländern auch! Viele der angesprochenen Probleme wären schlagartig verschwunden: Keine Umgangsklagen. Keine Unterhaltsklagen. Mütter können endlich wieder besser in ihren Beruf (wieder- )einsteigen. Kinder erleben BEIDE Elternteile gleichberechtigt. Väter können sich nicht mehr "herausreden", keine Zeit für den Nachwuchs zu haben. Der Wille von (aus meinen beruflichen Erfahrungswerten heraus) sicherlich 80 - 90% der Kinder würde entsprochen. Großelternumgänge wären vereinfacht. und und und....

Soooo: Und jetzt frage ich mal, wie viele Prozent der "armen, benachteiligten alleinerziehenden" Mütter dieses Modell freiwillig akzeptieren???

Die Größenordnung liegt bei mir im Gebiet bei unter 1%. Warum? Weil es viel bequemer ist, das Kind, die Kinder vorzuschieben, den angeblichen "Kinderwillen" (Mutti sorgt sich allein um alles) zu entsprechen. In der übergroßen Mehrzahl der Fälle, ist dies reiner weiblicher Egoismus. Reine Schutzbehauptung der Mutter, denken in alten Mustern und Familienbildern. Was emanzipatorisch daran sein soll, die Erziehung der Kinder allein Frauen zu überlassen, sollte mir als Sozialpädagoge mal bitte jemand erklären. Links ist das schon mal gar nicht, wenn Familienbilder des 19. Jh. kultiviert und von der Berthelsmannstiftung propagiert werden.....

Dass das Steuerrecht ungerecht ist, hat nichts mit Alleinerziehend zu tun, sondern damit, dass Kindererziehung einfach nicht gewertschätzt wird. Dies betrifft oder beträfe dann aber auch Väter, die zu hunderttausenden - durch das Unterhaltsrecht in die Armut gedrückt werden (Verdienst 2000 Euro netto, bei zwei Kindern 12 und 13 Jahren ist der Selbstbehalt erreicht und die Armutsgrenze erreicht, zumal die - manchmal dann sogar verweigerten! - Wochenenden mit den Kindern auch ordentlich Geld kosten. Steuerklasse 1 incl. . Da redet nur niemand darüber. Die Probleme ließen sich - wie gesagt - einfach beheben. Und, sollte sich der Kindesvater dann selbst gegen das Wechselmodell entscheiden, er dann auch kein Argument mehr hat, warum er soviel Unterhalt zahlen soll.

Fazit: Frauen machen es sich zu einfach. Der EuGH hat in den letzten Jahren die Rechte der "alleinzahlenden" Väter stärken müssen, weil Frauen, Gerichte, Unternehmer (denen Teilzeitarbeit der Väter ein Grauen ist) und Mediengesellschaft dies in Deutschland massiv verweigerten. Und Artikel wie der obige sind einfach nur noch ärgerlich, weil viel zu einseitig, viel zu interessengeleitet und viel zu sehr alten, überkommenen Rollen verhangen.

gweberbv 01.08.2016 | 17:51

Hallo Yomary,

du profitierst als (vergleichsweise) Gutverdienerin doch deutlich vom Kinderfreibetrag. Das wird nur dadurch etwas verschleiert, dass dir der Großteil in Form des Kindergeldes bereits vorab ausgezahlt wird.

Würdest du weniger arbeiten und damit an Einkommen verlieren, dann könnte dir jede steuerliche Förderung egal sein, da du davon gar nichts mitbekommst, wenn du im "Kindergeldsockel" sitzt.

(Hintergrund: Ebenso wie Erwachsene gilt für Kinder ein steuerfreies Existenzminimum. Dieser Betrag wird bei der Berechnung der Steuerlast vom Einkommen der Eltern abgezogen. Wer aber wenig verdient, der profitiert fast gar nicht, wenn die ohnehin kleine Steuerlast dadurch noch ein klein wenig gemindert wird. Wer sehr gut verdient, spart dagegen viel mehr, da nun sein hochversteuertes Einkommen gemindert wird. Um die Gering- und Normalverdiener nicht im Regen stehen zu lassen, gibt es in jedem Fall das Kindergeld als Minimalzahlung. Erst wenn man gut 33.000 Euro brutto im Jahr heimbringt, spart man durch das Kind mehr Steuern als man an Kindergeld bereits ausgezahlt bekommt.)

Worauf ich hinaus will: An der Steuerschraube zu drehen, hilft tendentiell immer nur den Menschen, die viele Steuern zahlen. Also hohe Einkommen haben und daher am wenigstens auf "Geldgeschenke" angewiesen sind.

Bei dir ist es ja auch eher das berufliche Fortkommen (bzw. nicht aufs Abstellgleis abgeschoben werden), das dich zu deiner langen Arbeitszeit zwingt. Weniger das Geld. Es muss irre sein, was du täglich abreißt. (Wir haben zwei Kinder und meine Frau schafft es mit ach und krach 25 Stunden zu malochen, wobei ich trotz Mannseins voll in die Familienarbeit eingebunden bin.)

Onyx1986 03.08.2016 | 22:08

@Frostling:

Das glaube ich Dir,dass Du das auch anders erlebst.Natürlich gibt es auch Fälle,in denen sich die Mütter scheiße verhalten.

Um diese Fälle geht es in diesem Artikel aber NICHT!!!Generell ist es schon so,dass Frauen und Kinder in diesem Land ziemlich allein gelassen werden bzw es wird sogar noch richtig auf ihnen rumgetrampelt.Noch mehr als auf anderen!!!Das IST einfach so.

Das,was Du beschreibst und das,worum es in dem Artikel hier geht,sind zwei verschiedene paar Schuhe!Und das Leben ist viel zu kompliziert,um irgendwas verallgemeinern zu können,was sich zwischen Lebewesen abspielt!Man muss alles individuell betrachten...

Jetzt gehe ich aber trotzdem nochmal auf die von Dir beschriebenen Fälle ein: Bei den Fällen,die Du beschreibst,muss man ja auch immer schauen,warum die Mütter zB den Umgang verweigern,was der Mann denn gemacht hat,denn man kann nicht einfach pauschalisieren und sagen "Die böse,böse Frau lässt den armen Mann das Kind nicht sehen"...Vielleicht hat sich der Mann gegenüber dem Kind und der Frau ja auch nicht sooo toll verhalten und ist auch nicht gerade das Unschuldslamm...Da man das aber schlecht nachvollziehen und beurteilen kann,wenn man die Personen nicht privat kennt und auch nicht genau wissen kann,weshalb es da jetzt bei irgendwas Probleme gibt,sollte man sich lieber zurückhalten mit solchen blöden Aussagen,die Du da getroffen hast.Sich einzubilden,man wüsste genau über andere,vor allem wildfremde Menschen Bescheid,ist sowieso lächerlich.Wenn man nicht weiß,was vorgefallen ist,kann man sich einfach nicht wirklich ein Urteil bilden,wenn sich die Konflikte hauptsächlich im Verborgeben abspielen.

ehen und diese Umgangsverfahren anzuschauen. Entgegen dieser unterschwelligen Kritik an den (meist Männern), verweigern FRAUEN massiv Umgänge, gemeinsames Sorgerecht.... betrachten ihre Kinder als "Eigentum", was es gegen die Väter zu schützen gilt.

The Dirkness 05.08.2016 | 12:38

Die Argumentationen, die ich hier lese, taugen nicht zu vernünftigen Lösungsansätzen. Die ich, mithin auch nicht formulieren, kann. Aber hier geht's um Geschlechterkämpfe. Sicherlich wird es so sein, dass Frauen öfter betroffen sind. Aber was mache ich denn? Als Mann. Als nicht alleinerziehender, als hälftig Betreuuender, jedoch längst nicht gut verdienender. Unterhalt steht mir nicht zu, eine Wohnung, die den Platz hat, die Kinder die Hälfte des Monats zuhause haben können, ist entsprechend groß und teuer. Grundgebühren fallen jeweils für den Elternteil bei allem möglichen an. Ich habe extrem hohe Fixkosten und keine Chance auf irgend eine Milderung dieser oder auf ein entsprechend hohes Einkommen. Und das wird bei der Mutter nicht groß anders aussehen, lediglich verdient sie besser als ich. Und nun? Macht das irgendwas anders?