Keine Zeit des Bettelns und der Unterwerfung

FIDEL CASTRO AUF DEM G-77-GIPFEL Soziales Desaster im Süden und Freikauf der Gläubiger aus dem Norden kennzeichnen die Politik des IWF
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Nur durch die Errichtung einer neuen humanen Weltordnung ("New Global Human Order") könne die Ausgrenzung der Mehrheit der Menschheit aus der sich globalisierenden Weltwirtschaft gestoppt werden - so das Hauptergebnis des Südgipfels der G-77 vom 12.-14. April 2000 in Havanna. In der Abschlußdeklaration wird das Prinzip der "besonderen und differenzierten Behandlung" der Entwicklungsländer im Welthandel bekräftigt. Die Führer der bereits 1964 gegründeten G-77 verlangten darüber hinaus eine Demokratisierung der UNO und mehr Mitspracherechte des Südens in internationalen Wirtschaftsinstitutionen. Das Aktionsprogramm sieht zugleich vor, die Gründung eigenständiger Süd-Süd-Finanzinstitutionen, etwa eine eigene Entwicklungsbank ode