Von der Autobahn-Blockade zur Sabotage fossiler Infrastruktur

Klimawandel Aktivisten setzen sich auf Straßen, um Sand ins Getriebe eines selbstzerstörerischen Wirtschaftssystems zu streuen. Ist ziviler Ungehorsam das letzte Mittel, um eine Katastrophe zu verhindern?
Exklusiv für Abonnent:innen | Ausgabe 08/2022
Von der Autobahn-Blockade zur Sabotage fossiler Infrastruktur

Illustration: der Freitag; Material: iStock, Unsplash

Hamburger Hafen, ein nasskalter Morgen. Die Klimaaktivist*innen vom „Aufstand der letzten Generation“ blockieren Teile des wichtigsten kommerziellen Hafens des Landes. Zuvor hatten sie ihre Autobahnblockaden – bekannte Protestform, neu ist aber die kostengünstige Taktik des Sich-mit-Super-Glue-auf-die-Straße-Klebens – unterbrochen und der Bundesregierung ein Ultimatum gestellt: „Wir fordern Sie auf, bis Sonntagabend mindestens einen verlässlichen Zeitplan zu verkünden, bis zu dem Sie das Essen-retten-Gesetz in den Bundestag einbringen werden.“ Dabei geht es um ein Gesetz, das Supermärkten verbieten soll, vollkommen essbare Nahrungsmittel einfach wegzuschmeißen. Obwohl: Darum geht es nur im vordergründigen Sinne. Eigentl

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