Kommune 1 Ost

Diskursgemeinschaften In der zahlreichen Literatur zur 68er-Revolte kommt der Osten allenfalls als Randnotiz vor. Inwiefern konnte die antiautoritäre Bewegung in der DDR Fuß fassen und welchen Anteil hatten die Frauen daran? Eine Spurensuche

Dreißig Jahre nach 1968 saß ich Erika Berthold, Jahrgang 1950, Mutter von vier Kindern, Buchautorin und Journalistin, als einer der GründerInnen der Kommune 1 Ost in ihrer Wohnung im Prenzlauer Berg gegenüber. Wir hatten einen sehr amüsanten Nachmittag, bei dem ich viele Dinge zum ersten Mal erfuhr. Ich hörte gespannt die Geschichte ihres Engagements, das mit dem Protest gegen das Ende des Prager Frühlings begann und 1969 zur Gründung der Kommune 1 Ost führte. Im Verlauf der Arbeit an meinem Buch über Die 68erinnen lernte ich auch Franziska Groszer kennen, ebenfalls Mitgründerin der Kommune 1 Ost.

Die Lebensgeschichten dieser Ost-Protagonistinnen belegten: Die Ideen und Anliegen der Revolte von 1968 spielten im Osten sehr wohl eine Rolle. Für mich stellte sich nun die Frage, in welches übergeordnete Phänomen die beiden Kommunefrauen aus dem Osten einzubetten waren. Denn schon rein zahlenmäßig können die Protestakte 68 Ost nicht mit denen der 68er-Bewegung in der BRD verglichen werden. Die strukturellen Bedingungen, die ein autoritärer und repressiver Staat in der DDR schuf, verhinderten, dass sich Einzelproteste zu größeren Gruppen, Organisationen oder gar einer regelrechten sozialen Bewegung formieren konnten. In der Ost-Literatur wird bereits über die Zeit um 1968 diskutiert, so etwa in den Arbeiten von Annette Simon, Ingrid Miethe, Rainer Land, Ralf Possekel und Ulrike Poppe. Weitere Forschung ist jedoch unbedingt nötig, um ein klareres Bild über Form und Ausmaß der Proteste zu erhalten.

Für mich stellte sich weiter die Frage, wie Ende der sechziger Jahre im Osten das Bedürfnis nach Protest ausgesehen hatte und wie der Staat damit umgegangen war. Und ich wollte auch wissen, ob es im Osten eine "Revolte in der Revolte" gegeben hatte, wie im Westen mit dem Aktionsrat zur Befreiung der Frauen, Weiberräten, dem legendärem Schwänzeflugblatt und nicht zuletzt dem inzwischen schon fast sprichwörtlichen "Tomatenwurf" bei der 23. SDS-Delegiertenkonferenz im September 1968.

1968 im Osten

Als äußerst anschauliche Quelle für diese Zeit erwiesen sich die Tagebücher der Schriftstellerin Brigitte Reimann, Jahrgang 1933, da sie ihren Alltag inmitten politischer Abläufe ebenso exakt beschreibt, wie ihre oft verzweifelten Reflexionen darüber. Das Verhältnis zwischen Männern und Frauen erscheint, ebenso wie im Westen, als von Scheinheiligkeit geprägt. "Zum Kotzen, wenn prüde Funktionäre einem unterm Tisch das Knie streicheln", bemerkt sie an einer Stelle angewidert. Doch der schlimmste Makel einer Frau war es, "alleinstehend" oder gar "alleingelassen" worden zu sein. Das Rollenverhalten von Männern und Frauen kommt in Reimanns Aufzeichnungen eher indirekt zum Vorschein, und ihre Kritik daran wirkt wie die einer Frau, die Angst hat, etwas falsch zu machen.

In anderen Eintragungen beklagt sie die spießbürgerliche Familiensucht und den zunehmenden Materialismus in der DDR. "Was für eine merkwürdige Generation da herangewachsen ist", schreibt sie. "Wo wir unsere Ideale hatten (vielleicht falsche, vielleicht missbrauchte), ist bei denen ein Vakuum, das manche ausfüllen mit Hilfe von Familie, Frau, Kindern, Häuslichkeit. Mein Uli-Bruder gehört auch zu denen, eine Spielart: tüchtig im Beruf, strebsam, liebevoller Familienvater, Trabant-Sparer. Das genügt. Keine Empörung, schon gar nicht über Vergangenes."

Der Blick nach vorne, symbolisiert durch das Streben nach materiellem Wohlstand, diente in der DDR, ebenso wie im Westen, dazu, sich nicht mit den autoritären Überresten, die aus Nazi-Deutschland in den Köpfen und den Strukturen übriggeblieben waren, befassen zu müssen. Es scheint heute sogar, als hätte die DDR intensiver gegen die Gegner in ihren eigenen SED-Reihen gekämpft, als gegen übriggebliebenen Nazigeist. Wer sich nach außen als Antifaschist inszenierte, wurde nicht weiter hinterfragt. Ins Visier der Stasi gerieten vielmehr diejenigen, die auf soziale Missstände aufmerksam machten oder sich unangepasst verhielten.

Die Jugendproteste dieser Zeit fanden in der DDR unter anderem ihren Ausdruck im sogenannten "Eckensteherproblem". Brigitte Reimann kritisiert zwar die staatliche Darstellung dieser Leute, geht aber auf Abstand, als seien sie etwas Ansteckendes. "Auf der Terrasse [in Dresden] langhaarige Gammler, einer sehr schön, die anderen blöd, mit dummen herausfordernden Gesichtern Gummi kauend. Sowas fotografiert man fürs ND, um die Schrecken der Konterrevolution zu zeigen." Das Ende des Prager Frühlings war Anlass für Jugendproteste, deren Bezug zu den politischen Ideen der 68er-Bewegung von HistorikerInnen bislang eher bestritten wird. Sie gelten als Ausdruck eines nonkonformistischen Verhaltens, das der westlichen Popkultur entlehnt war. Da es bei der 68er-Bewegung jedoch nicht nur um "politische" Ziele wie die Aufarbeitung der NS-Vergangenheit ging, sondern auch um die Ablehnung autoritärer Strukturen in Staat, Gesellschaft und Familie, sind nonkonformistisches Verhalten und Jugendproteste meiner Ansicht nach keineswegs als "unpolitisch" anzusehen, widersetzen sie sich doch der inneren und äußeren Ordnung einer Gesellschaft.

Widerstand

Im Westen wie im Osten war das private Umfeld mit entscheidend dafür, ob und inwieweit man mit gesellschaftskritischen Ideen überhaupt in Berührung kam. Wer "zur falschen Zeit am falschen Ort" lebte, bekam von der Revolte unter Umständen nicht viel mit. Erika Bertholds Eltern unterstützen beide aktiv den DDR-Sozialismus, ihre Mutter war bis zur Geburt der drei Töchter Lehrerin, ihr Vater als Historiker Direktor des Instituts für Marxismus-Lenismus beim SED-Zentralkomitee. In der Schule freundete sie sich mit Rosita Hunzinger an, der Tochter der Bildhauerin Ingeborg Hunzinger, und lernte in deren Haus auch Frank Havemann kennen, den Sohn des meistgehassten DDR-Dissidenten Robert Havemann. Erika Berthold begann, sich von den Vorstellungen ihrer Eltern abzusetzen, und zum Entsetzen ihre Eltern verliebte sie sich in Frank Havemann. "Es war eine ganz ähnliche Bewegung eigentlich wie im Westen, sich von den Alten loszumachen und mit ihren konservativen Vorstellungen zu brechen. Nur war das eine andere Art von konservativen Vorstellungen, weil wir Jungen uns eben an diesen altkommunistischen oder auch stalinistischen Vorstellungen rieben."

Zusammen mit ihren neuen Freunden erstellte sie handschriftliche Flugblätter, um gegen den Einmarsch in Prag zu protestieren und verteilte sie in der Nacht zum 22. August 1968 in Briefkästen und Telefonzellen. Zur Gruppe gehörten Thomas Brasch, Sohn des stellvertretenden Kulturministers, Frank und Florian Havemann, Rosita Hunzinger, Sandra Weigel, Nichte von Helene Weigel, und Hans-Jürgen Uzkoreit, Sohn des Dresdner Musikhochschuldirektors.

Sie wurden festgenommen und angeklagt. Das Strafmaß, das im Oktober verkündet wurde, belief sich auf mehrere Monate Haft. Schon bald wurden einige Mitglieder der Gruppe wieder freigelassen, so auch Erika Berthold, und die Strafen schließlich für alle zur Bewährung ausgesetzt. Als "Prominentenkinder" wurden sie zwar weniger streng behandelt als andere, die gegen den Einmarsch in Prag protestiert hatten. Dennoch hatte die Aktion für Erika Berthold weitreichende Konsequenzen: Sie wurde vom Gymnasium relegiert und durfte auch später ihr Abitur nicht nachholen, geschweige den studieren.

Franziska Groszer, Jahrgang 1945, war 1968 ebenfalls fasziniert von einem Sozialismus mit menschlichem Antlitz. Seit 1966 stand sie unter Beobachtung der Staatssicherheit, erhielt nach ersten öffentlichen Lesungen aus ihren literarischen Arbeiten ein generelles Veröffentlichungs- und Auftrittsverbot. "Wir klebten an den Bildern von der Welt, die uns aus dem Fernsehen einer anderen Nachbarin entgegenflimmerten: Studentenunruhen, Paris, Berlin, der Krieg in Vietnam, ein Interview mit Dutschke. Die Zeit war voller dramatischer Momente, verzweifelter Suche und grandioser Empörung. Wir waren uns einig, nichts und niemals etwas hinzunehmen, nur weil es uns vorgelebt wurde, nur weil es als das Normale galt." Die autoritäre Welt der DDR verkörperte für sie nur geistige Enge und autoritäres Gebaren. "Da liegt ein ständiges Raunen von Mahnungen in der Luft: Betreten verboten. Überschreiten verboten. Hinauslehnen verboten. Wenn das nun alle täten. Und wir schrieen: Ja, sollen es doch alle tun."

Diskursgemeinschaft Ost-West

Der Blick in den Westen war für beide Frauen wichtig, und die 68er-Bewegung diente der Orientierung, wobei man sich als Teil einer internationalen Bewegung begriff, die Hoffnungen in einen veränderten Sozialismus setzte. Tatsächliche und virtuelle Protesträume, die im Westen als Multiplikator für die Ideen der Außerparlamentarischen Opposition genutzt wurden, konnten 1968 in der DDR nicht entstehen. Private Lebensumstände wurden in der DDR so stark reglementiert, dass es nur sehr wenig Raum für alternative Lebensformen gab. Dennoch fand die Botschaft aus dem Westen auch in der DDR Anhänger und Anhängerinnen. Erika Berthold erinnert sich: "Auf Mutter-Vater-Kind-Spielen hatten wir keine rechte Lust. Wir (gemeint sind sie und ihr damaliger Lebensgefährte Frank Havemann) hatten Freunde, ein Ehepaar (gemeint sind Franziska und Gert Groszer) mit zwei kleinen Kindern, das sich damals in einer Ehekrise befand. Mit denen haben wir dann oft zusammengesessen ... und überlegt, wie können wir diesem Eheknast entkommen. Die wohnten damals in einem großen alten Bürgerhaus und tauschten ihre Wohnung gegen eine nicht so nobel gelegene in Friedrichshain, und wir beschlossen, dort zusammenzuziehen, angeregt durch die Entwicklungen in West-Berlin und Westdeutschland."

Die häuslichen Reproduktionsarbeiten blieben trotz anderer theoretischer Ansprüche häufig den Frauen überlassen. "Die Männer haben sich ungenügend für den Haushalt und die Kinder eingesetzt, darüber gab´s dann Protokolle oder eben auch Kommuneversammlung. Dann wurden sie verdonnert, da was anders zu machen, dann riss es wieder ein." Erika Berthold erinnert sich zwar, dass sich die Kommune 1 Ost mit Schriften der West-68er über antiautoritäre Kindererziehung beschäftigte, die in die DDR geschmuggelt worden waren. Allerdings blieb dies ohne praktische Konsequenzen.

Trotz erschwerter Bedingungen gab es also in der DDR Frauen und Männer, die sich den Gedanken und Ideen der 68er-Bewegung zugehörig fühlten. Besonders deutlich wird dies an den Mitgliedern der Kommune 1 Ost. Meine These ist, dass diese 68erInnen Ost ebenso wie diejenigen West zu einer internationalen Diskursgemeinschaft gehörten, in der eine bestimmte Altergruppe (Jahrgänge 1938-1948) zwar zahlenmäßig dominierte, die sogenannte 68er-Generation. Dazu gehörten in gewisser Weise auch die "Älteren", deren Ideen bestimmend waren, in der DDR zweifellos Robert Havemann und Wolf Biermann. Eine Diskursgemeinschaft ist selbst dort möglich, wo es keine entsprechende soziale Bewegung gibt.

In Anlehnung an Rainer Land und Ralf Possekels Begriff "Diskursgeneration" möchte ich den Begriff der Diskursgemeinschaft definieren, als eine Gruppe, die über den Austausch von Geschichten und Narrationen eine eigene Identität konstruiert. Nur die Person, die "gültige Geschichten" erzählen kann, also den Code beherrscht, gehört dazu. Diese Geschichten und Codes wurden über nationale Grenzen hinweg verwendet und waren unabhängig von den sehr unterschiedlichen gesellschaftlichen Rahmenbedingungen.

Die Frauen-Rolle

"Dass Frauen arbeiten, war seit Ende der fünfziger Jahre in der DDR ganz normal, dass sie teilweise weniger Lohn bekamen als die Männer, war nicht in Ordnung, aber hat man so hingenommen. In meinen Kreisen in Sonderheit, weil der schnöde Mammon sowieso keine Rolle spielte." Erika Berthold nahm wie viele andere Frauen ein, wie sie es nennt, Leben in der zweiten Reihe, sowohl im Berufsleben als auch zu Hause, als gegeben hin und betont: "Ich lebte zwar in diesen Strukturen, aber ich litt nicht darunter."

Zweifellos hätte Kritik an den patriarchalen Strukturen der DDR Ende der sechziger Jahre keinerlei Forum gefunden. In den sozialistischen Lagern - West wie Ost - wurden autonome Befreiungskämpfe von Frauen als "kleinbürgerlich" und "spalterisch" abgelehnt. Das mussten auch die West-68erinnen erleben. Doch erst mit ihren neuen Frauengruppen, ausgelöst durch die 68er Bewegung, manifestierte sich ein neues Frauenbewusstsein, das wiederum die Voraussetzung für weiterführende Erkenntnisprozesse war und im Westen mit dem Slogan, "das Private ist politisch" die weiteren Kampfziele klar umriss. Dieser Diskurs entfaltete sich in der DDR erst ab Anfang der achtziger Jahre im Umfeld von Gruppen wie "Frauen für den Frieden".

Die offizielle SED-Politik bot Ende der sechziger Jahre die Sichtweise an, dass Männer und Frauen gemeinsam am neuen Gesellschaftssystem bauen sollten, eine Vorstellung die vielen Frauen entgegen kam. Die Losung hieß daher "gemeinsam mit den Männern". Auch die weiblichen DDR-Oppositionellen übernahmen diesen Grundsatz. Zudem verliefen die Kampflinien im Osten, bezogen auf die Frage der Geschlechterrollen, nicht so eindeutig wie im Westen. Das Frauenleitbild in der DDR war insofern "moderner" als dasjenige der BRD, als es den Frauen viel mehr ökonomische Selbständigkeit ermöglichte. Die Forderung nach allgemeiner weiblicher Berufstätigkeit förderte das Gefühl gesellschaftlicher Gleichwertigkeit erheblich. Dazu trug sicher bei, dass seit 1966 in der SED-Rhetorik auch Haushalt und Kindererziehung von den Eltern gemeinsam erledigt werden sollten und nicht zuletzt waren staatliche Hilfen bei der Kindererziehung schon ab dem Babyalter gegeben. Kein Wunder also wenn Erika Berthold resümiert, "ich hatte diese spezielle Sicht als Frau lange nicht."

Andererseits waren viele der Bestrebungen, die sich im Westen unter das Stichwort "Anteil der Frauen an ´68 als Kulturrevolution" subsumieren lassen, durch das gesellschaftspolitisch wesentlich autoritärere politische System der DDR fast vollständig blockiert. Zum "offiziellen Bild der gelösten Frauenfrage" hätte es nicht gepasst, sich mit den unterschwelligen Auswirkungen einer autoritär-patriarchalischen Gesellschaft befassen zu müssen. Öffentliche Diskussionen zum Beispiel über autoritäre Erziehungsstile kamen nicht zustande. Der erste Kinderladen der DDR wurde erst 1980 von Ulrike Poppe gegründet und nach nur drei Jahren gewaltsam aufgelöst. Zwar beargwöhnten auch die 68erinnen im Osten die Ehe und die Kleinfamilie als Sackgasse, doch war es in der DDR sehr schwer, der staatlich geförderten "Vater-Mutter-Kind-Familie" zu entkommen und neue Lebensformen auszuprobieren.

Eine Organisation, wie den Sozialistischen Deutschen Studentenbund (SDS), der als Trägergruppe hätte fungieren können, gab es nicht, denn an den Universitäten konnten sich nur linientreue Studierende behaupten. Eine "Revolte in der Revolte", ähnlich wie von den 68erinnen gegen die "Studenten-Machos" in der West-APO angezettelt, konnte es daher auch nicht geben.

Die "89erinnen"

Dass die vielen Gruppen, aus denen sich die Bürgerbewegung von 1989 zusammensetzte, ohne die Ost-68erInnen nicht denkbar wären, hatte schon Annette Simon vermutet. Ingrid Miethe ging auf der Basis einer Gruppenfallstudie über die DDR-Initiative "Frauen für den Frieden" noch einen Schritt weiter und vertrat die These, dass die 89er als 68er des Ostens angesehen werden können. Welche Rolle dabei ein verändertes Frauenbewusstsein spielte, wird noch zu erforschen sein. Während sich im Westen bereits Anfang der siebziger Jahre autonome Organisationsstrukturen von Frauen herausbildeten, geschah dies im Osten rund zehn Jahre später. Dass diese Gruppen einen großen Anteil an der Wende 1989 hatten, belegen bereits erste Untersuchungen.

Die Protestgeschichte der DDR kann kein Spiegelbild der Protestgeschichte der BRD sein. Neue Kategorien müssen helfen, diese Phänomene adäquat zu erfassen. Bezogen auf die 68er-Bewegung, die als soziale Bewegung diskutiert wird, könnte der Begriff der Diskursgemeinschaft weiterhelfen. Es liegt auf der Hand, dass in einem äußerst repressiven System wie der DDR bestimmte Protestformen unmöglich waren, andere dafür, wenn auch weniger spektakulär nach außen, ebenso bestimmend für die Akteurinnen und Akteure waren und dadurch die Gesellschaft veränderten, bis hin zum Ende der DDR.

Ute Kätzel ist Journalistin und Historikerin mit den Forschungsschwerpunkten Friedensforschung, Genderforschung, insbesondere Geschichte der Frauenbewegungen. Zuletzt erschien von ihr Die 68erinnen. Porträt einer rebellischen Frauengeneration, Berlin 2002

Weitere Literatur: Franziska Groszer: Aufbruch und andere Brüche. Die Kommune 1 Ost, in: Wie weit flog die Tomate? hg. v. der Heinrich-Böll-Stiftung und dem Feministischen Institut, Berlin 1999; Rainer Land/Ralf Possekel, Fremde Welten. Die gegensätzliche Deutung der DDR durch SED-Reformer und Bürgerbewegung in den 80er Jahren, Berlin 1998. Ulrike Poppe, Rainer Eckert, Ilko-Sascha Kowalczuk (Hrsg.), Zwischen Selbstbehauptung und Anpassung. Formen des Widerstandes und der Opposition in der DDR, Berlin 1995; Annette Simon/Jan Faktor, Fremd im eigenen Land? Gießen 2000; Ingrid Miethe, Frauen in der DDR-Opposition. Lebens- und kollektivgeschichtliche Verläufe in einer Frauenfriedensgruppe, Opladen 1999

00:00 20.12.2002

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