Kampfansage an Emmanuel Macron

Frankreich Um Jean-Luc Mélenchon hat sich eine Allianz der vier linken Parteien Frankreichs versammelt. Bei der Parlamentswahl wollen sie das Lager des Präsidenten schröpfen. Dafür müssen sie auch interne Streitigkeiten überwinden
Exklusiv für Abonnent:innen | Ausgabe 22/2022
Mit ihrer „Efeu-Strategie“ beteiligen sich die Grünen im Wahlkampf an der Allianz, die Macron Fesseln anlegen will
Mit ihrer „Efeu-Strategie“ beteiligen sich die Grünen im Wahlkampf an der Allianz, die Macron Fesseln anlegen will

Foto: Guillaume Herbaut/VU/laif

Normalerweise entstehen in diesem Land vor Wahlen links und rechts zwei Blöcke, denen sich kleinere Parteien zuordnen, über die das Wahlvolk entscheidet. Diesmal jedoch ist vor der Abstimmung vom 12. Juni (erste Runde) über die künftige Nationalversammlung eine Dreiteilung unverkennbar. Durch den sich zentristisch gebenden Emmanuel Macron, das rechtsnationalistische Lager um Marine Le Pen und das gute Abschneiden von Jean-Luc Mélenchon war dies schon zur Präsidentenwahl von 2017 der Fall, nur hielt man bis 2022 den damaligen Erfolg des Parteichefs von La France Insoumise (LFI) für ein singuläres Ereignis. Die 22 Prozent – diesmal errungen im ersten Wahlgang zur Präsidentschaft am 10. April – sollten eines Besseren belehren.

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