Manchmal waren Morddrohungen nötig

KINO UND FILM Werner Herzog über seinen Film "Mein liebster Feind" und sein Verhältnis zu Klaus Kinski, Geld, Hollywood, die Sünden des Reisens und Tugenden des Fußmarsches
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FREITAG: Hatten Sie erst jetzt, sieben Jahre nach seinem Tod, das Bedürfnis, einen Film über Ihr Verhältnis zu Klaus Kinski zu drehen?

WERNER HERZOG: Der Gedanke, etwas über uns beide zu machen, war immer im Raum. Nur kurz nach seinem Tod lag mir alles noch wie eine Last auf den Schultern, aber es wurde im Laufe der Zeit wie von selber ganz leicht. Erst in dem Moment, in dem ich nur noch mit Humor und Wärme zurück geschaut habe, war für mich klar, dass ich jetzt den Film machen musste, den ich immer im Kopf hatte. Denn es gab mehr zu zeigen als ein paar private Bilder für's Familienalbum oder irgendeinen Tratsch für die Regenbogenpresse.

Wann haben Sie erkannt, dass Kinski als Schauspieler vor der Kamera ausdrücken konnte, was sie ähnlic