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Das Ergebnis der Urabstimmung der Postbediensteten wird nach Redaktionsschluss positiv ausgefallen sein - man muss kein Prophet sein, um das vorauszusagen. Die Kollegen haben die Tarifauseinandersetzungen der letzten Monate verfolgt, sind selbst schon mit Warnstreiks aktiv geworden, sie wissen, dass Streiks zur Zeit auf viel Verständnis in der Bevölkerung treffen und also relativ erfolgreich sein können. Vor allem sind sie aber mit Recht empört. Die SPD, die eben noch mit der linken Hand die Durchsetzung eines Mindestlohns bei der Post zelebrierte, hat jetzt mit der rechten die Weichen für eine Arbeitszeitverlängerung gestellt. Bundesfinanzminister Steinbrück hat nämlich eine Verordnung, die die Arbeitszeit der Beamten auf 38,5 Stunden festlegte, Ende März ersatzlos auslaufen lassen. Auf dieser Basis will die Post AG nun gleich allen Tarifkräften eine Arbeitszeit von 41 Stunden aufzwingen. Dabei wäre es vernünftig, sie zu verringern, um neue Kräfte einstellen zu können. Verdi fordert denn auch zehn "Arbeitszeitverkürzungstage", um die jobvernichtende Wirkung von Steinbrücks Beamtenpolitik zu kompensieren. Die SPD, eine gewerkschaftsfreundliche Partei? Das war gestern.

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00:00 02.05.2008

Ausgabe 38/2021

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