Moor

A–Z Die Grünen verlegen ihre Wahlkampfauftritte ins Moor. Düstere Landschaften inspirieren seit jeher die Künstler … und da wären noch diverse Leichen. Unser Lexikon
Exklusiv für Abonnent:innen | Ausgabe 32/2021

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Arbeiterlied Ich lernte das Lied als Kind in der Schule, in Ostberlin. Es klang düster, poetisch, hatte seltsame Kraft. „Wohin auch das Auge blicket, Moor und Heide nur ringsum. Vogelsang uns nicht erquicket, Eichen stehen kahl und krumm.“ Häftlinge aus dem KZ Börgermoor im Emsland besangen ihr Schicksal, lernte ich im Unterricht. Sie mussten jeden Tag bis zur Erschöpfung Torf stechen und Wege durch das Moor anlegen. Im August 1933 durften sie eine Revue, ein bisschen Zirkus aufführen. Für die letzte Nummer kamen sie in Häftlingskleidung, mit Spaten bewaffnet auf die Bühne: „Wir sind die Moorsoldaten und ziehen mit dem Spaten ins Moor ...“ Das Lied ging dann um die Welt. Ernst Busch sang es bei den spanischen Brigade