Horror der Abschottung: Drinnen gegen Draußen

Kino „Wir könnten genauso gut tot sein“ erzählt davon, was passiert, wenn sich eine Gesellschaft zum Überleben abschottet. Natalia Sinelnikovas Film ist nicht der erste, der zeigt: Es ist der Horror
Exklusiv für Abonnent:innen | Ausgabe 39/2022

Eine Familie durchstreift einen Wald. Ängstlich blicken sie um sich, die Eltern bewaffnet mit Axt und Hammer, das Kind eng in ihrer Mitte. Sie bahnen sich ihren Weg zu einem Hochhaus, umgeben von einem hohen Zaun. Hier wollen sie Schutz finden und ein neues Zuhause. So beginnt der Film Wir könnten genauso gut tot sein von Natalia Sinelnikova.

Hinter dem Zaun und hinter den Mauern des Hauses lebt eine kleine Gemeinschaft. Allesamt wurden sie von einem Komitee ausgewählt. Das Flehen der Neubewerber*innen hilft nichts: Nur wer freundlich, brav und nützlich genug ist für die Gemeinschaft, darf hier ein Zimmer beziehen. Das Haus erwartet Mäßigung, Konformität und Respekt der gemeinsamen Regeln, bietet aber auch Sicherheit vor der Welt da draußen. Wovo

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