Thomas Mayer
Ausgabe 4314 | 27.10.2014 | 06:00 74

Nur der Schöpfer hat die Macht

Neustart Ein krisenfestes Finanzsystem, Umverteilung nach unten, weniger Wachstumsdruck: Das alles gibt es, wenn wir uns für die Einführung von Vollgeld entscheiden

Stellen Sie sich einmal vor, Sie schenken einer Bank Ihr Geld, damit die Bank es Ihnen dann ausleiht und Sie dafür Zinsen bezahlen. Eine absurde Konstellation. Doch genauso funktioniert unser derzeitiges Geldsystem. Wir Bürgerinnen und Bürger haben den Banken, ohne es zu bemerken, die Herstellung von elektronischem Geld überlassen und zahlen ihnen Zinsen, damit das benötigte Geld über Kredite in Umlauf kommt. Anstatt selbst das notwendige Geld zu erzeugen und auszugeben, müssen sich unsere Staaten bei den Banken verschulden.

Der Ökonom Richard Werner, der an der Universität von Southampton Internationales Bankgeschäft lehrt, hat 2012 in Frankfurt eine Umfrage mit 1.000 Bürgern durchführen lassen. Es wurde die Frage gestellt: „Wer erzeugt und verteilt das Geld?” 84 Prozent der Befragten dachten, dass entweder die Zentralbank oder die Regierung das Geld in Umlauf bringe und darüber entscheide, wer es bekommt. Auf die Frage „Würden Sie einem System zustimmen, in dem die Mehrheit der Geldmenge durch meist private, auch profitorientierte Unternehmen produziert und verteilt wird und nicht durch staatliche Organe?“ antworteten 90 Prozent mit: „Nein, das wollen wir nicht.“ – Leider funktioniert unser heutiges Geldsystem aber genau so.

Die Zentralbanken erzeugen den geringsten Teil unseres Geldes, nämlich nur das Bargeld, also die Scheine und Münzen. Daneben gibt es den größeren Teil des elektronischen Geldes. Es liegt auf unseren Girokonten und wird auch Giralgeld oder Buchgeld genannt. Giro kommt aus dem Italienischen und bedeutet „Kreis“, „Drehung“ oder „Umlauf“. Dieses Giralgeld macht den allergrößten Teil des existierenden Geldes aus und wird von den Banken produziert. Im Euroraum waren von 2008 bis 2012 im Durchschnitt 4.676 Milliarden Euro im Umlauf, von den Statistikern auch „Geldmenge M1“ genannt. Diese bestand aus 864 Milliarden Bargeld der Europäischen Zentralbank (EZB) und 3.811 Milliarden Giralgeld der Banken. Die Banken stellten also 81 Prozent aller Euros her – und damit fast all unser Geld!

Thomas Mayer ist Mitbegründer von Mehr Demokratie e.V. und Kampagnenleiter der Vollgeld-Initiative in der Schweiz. Sein Text basiert auf dem Buch, das er zusammen mit Roman Huber geschrieben hat: Vollgeld – das Geldsystem der Zukunft. Unser Weg aus der Finanzkrise Tectum-Verlag 2014, 322 S., 18,95 €

Die Banken sind aus einem einfachen Grund scharf auf die Geldherstellung: Sie ist eine stetig sprudelnde Einnahmequelle. In dem Umfang, wie sie selbst Geld erzeugen, können sie Kredite vergeben und dafür Zinsen kassieren, ohne dass ihnen Kosten entstehen. Oder sie kaufen Aktien, Wertpapiere oder Häuser und bezahlen das mit selbst erzeugtem Geld.

Wie Staaten verschwenden

Anstatt das Geld selbst herzustellen, erlauben unsere Staaten also den Banken, das Geld zu produzieren – um es sich von diesen Banken gegen teure Zinszahlungen wieder zu leihen. Man glaubt es kaum. Aber so ist es: Damit überhaupt genügend Geld in Umlauf kommt, müssen sich die Staaten dieses Geld von den Banken leihen und dafür Zinsen bezahlen. Das ist ein Hauptgrund dafür, warum die Staatsschulden so gigantisch hoch sind. Diese Zinsen könnten sich die Staaten sparen, wenn sie das Geld wieder selbst herstellen und verwenden würden.

Die Gegenwart sieht anders aus: Im Euroraum verschwenden die Staaten jährlich etwa 170 Milliarden für Zinszahlungen. Das entspricht der Wirtschaftskraft von ganz Portugal. In Deutschland sind es jährlich 42 Milliarden Euro. Auf 20 Milliarden Euro taxiert der Generaldirektor der UN-Organisation für Ernährung und Landwirtschaft, Jacques Diouf, die jährlichen Kosten, um Hunger und Unterernährung auszurotten.

Doch statt den Welthunger zu beseitigen, werden heute Banken subventioniert. Kein anderer Wirtschaftszweig erhält eine derartig große staatliche Unterstützung. Dass Bergbauern, die die Landschaft pflegen, unterstützt werden, kann man nachvollziehen. Aber warum brauchen Banken dauerhafte Subventionen durch den Steuerzahler? Vielleicht weil so eine kleine Gruppe von Bankangestellten durch Bonizahlungen abwegig viel Geld verdienen kann? Es ist jedenfalls nicht erstaunlich, dass die Profiteure der Bankgewinne ihr Privileg der Geldherstellung eisern verteidigen und viel tun, um es aus der öffentlichen Diskussion herauszuhalten.

Doch diese Diskussion ist dringend nötig. Viele Probleme des bestehenden, sehr ungerechten Geldsystems könnte eine Vollgeldreform lösen. Der Name Vollgeld bringt zum Ausdruck, dass das elektronische Geld auf den Bankkonten vollwertiges, gesetzliches Zahlungsmittel ist und allein von der Zentralbank erzeugt wird – wie heute Münzen und Banknoten. Elektronisches Geld, das von einer Bank erzeugt wurde, kann sich in Luft auflösen, wenn die Bank bankrott geht. Vollgeld dagegen ist von der ganzen Volkswirtschaft gedeckt und stellt so das Geldsystem in den Dienst von Realwirtschaft und Gesellschaft.

Es wäre dies keine Revolution oder fundamentale Alternative zum bestehenden System, sondern ein naheliegender nächster Schritt. Mit den Geldmünzen haben wir bereits über Jahrtausende hinweg ein Vollgeldsystem. Erst in den letzten drei Jahrhunderten bildete sich das heute bestehende Bankengeldsystem heraus. Vor über hundert Jahren wurde den Banken verboten, Papiergeld selbst zu drucken. Seitdem dürfen nur noch Zentralbanken Geld drucken. Dasselbe streben wir nun mit dem elektronischen Geld an. Dann können Banken kein eigenes Geld mehr schaffen, sondern nur noch Geld verleihen, das sie zur Verfügung gestellt bekommen haben.

Damit endet die heutige unkontrollierte Geldschöpfung durch die Banken, was Finanzblasen sehr viel unwahrscheinlicher macht. Bürgerinnen und Bürger können ihr Geldsystem endlich wieder zu verstehen lernen und der Staat ist bei Bankenpleiten weniger erpressbar. Alle Gewinne aus der Geldschöpfung stehen ausschließlich der Allgemeinheit zur Verfügung; zwischen Banken und Unternehmen herrscht ebenso Wettbewerbsgleichheit wie zwischen Groß- und Kleinbanken.

Vollgeld: fünf Fragen, fünf Antworten

1: Was bedeutet Vollgeld?

Vollgeld ist das Geld, das die Zentralbank in Umlauf bringt. Das sind heute nur Münzen und Banknoten. Diese gesetzlichen Zahlungsmittel machen aber lediglich 19 Prozent der umlaufenden Geldmenge aus. 81 Prozent sind elektronisches Geld (Buchgeld), das die Banken per Knopfdruck selber schaffen, um damit ihre Geschäfte (unter anderen Kredite) zu finanzieren. Die meisten Leute glauben, Guthaben auf einem Girokonto seien echte Euros. Ein Trugschluss! Ein Konto ist bloß eine Forderung des Kunden, beziehungsweise ein Versprechen der Bank auf Geld, aber selbst kein gesetzliches Zahlungsmittel.

 

2: Was heißt Vollgeld-Reform?

Allein die Zentralbank soll elektronisches Geld auf Girokonten erzeugen können. Dann dürfen Banken kein eigenes Geld mehr kreieren, sondern nur noch Geld verleihen, das sie von Sparern, Investoren und der Zentralbank zur Verfügung gestellt bekommen.

 

3: Was sind die wesentlichen Vorteile des Vollgeldes?

Das Geld auf Zahlungskonten ist vollumfänglich sicher, da es Geld der Zentralbank ist. Bankenpleiten können ihm nichts anhaben. Finanzblasen werden verhindert, weil die Banken kein eigenes Geld mehr schaffen können. Der Staat wird aus der Geiselhaft befreit, weil er Banken nicht mehr mit Steuermilliarden retten muss (too big to fail), um den Zahlungsverkehr aufrechtzuerhalten. Die Finanzbranche steht wieder im Dienst von Realwirtschaft und Gesellschaft. Das Geldsystem ist kein Buch mit sieben Siegeln mehr, es wird wieder transparent und verständlich.

 

4: Was geschieht beim Vollgeld mit den Banken?

Die Banken bieten weiterhin alle Finanzdienstleistungen an (unter anderen Kreditvergabe, Zahlungsverkehr, Vermögensverwaltung). Nach der Vollgeld-Umstellung gibt es nur noch Zentralbank-Geld auf unseren Privatkonten. Das elektronische Geld ist damit genauso vollwertiges Geld wie heute Münzen und Banknoten. Die Banken können also nur noch mit Geld arbeiten, das ihnen von Sparern, Investoren und Zentralbank zufließt oder das sie selber besitzen. Banken haben keinen unfairen Vorteil mehr, da sie Geld nicht mehr selber aus dem Nichts erzeugen und verleihen können.

 

5: Welche Auswirkungen hat Vollgeld für Bankkunden?

Auf allen Konten, die dem Zahlungsverkehr dienen, befindet sich ab dem Zeitpunkt der Umstellung Vollgeld, also durch die Zentralbank geschütztes Geld. Die Bank muss diese Konten wie Wertpapier-Depots verwalten. Das Geld gehört den Kontobesitzern und geht nicht verloren, falls eine Bank pleitegeht, es wird aber nicht verzinst. Wer lieber Zins statt krisensicheres Geld möchte, kann der Bank aber nach wie vor sein Geld über ein Sparkonto oder andere Investitionen gegen Zins leihen.

Vom Vollgeld profitiert fast jede und jeder. Natürlich gibt es aber auch Verlierer: Die Investmentbanken müssten auf das einträgliche Geschäft der Börsenspekulation mit selbst erfundenem Geld verzichten, der Eigenhandel wird so stark eingeschränkt. Wenn in Folge der Vollgeldreform Staatsschulden getilgt werden, müssten die Banken auf das einträgliche Geschäft der Staatsfinanzierung mit selbst erfundenem Geld verzichten. Die bisherigen Inhaber von Staatspapieren müssten anderweitige Anlagemöglichkeiten suchen, womöglich riskantere. Da es weniger Auf und Ab an den Finanzmärkten gibt, haben Spekulanten weniger Chancen auf schelle Gewinne. Das Bankgeschäft wird insgesamt langweiliger und ist nichts mehr für Boni-Jäger.

Dadurch ist Schluss mit der Umverteilung von Arm zu Reich, wie sie die Inumlaufbringung von Geld durch verzinsliche Kredite heute nach sich zieht. Seit Jahrzehnten werden in den meisten Industrieländern die Reichen reicher, während die Einkommen der Armen stagnieren. Einkommen aus Kapitalanlagen nimmt zu, Einkommen aus Arbeit ab. Eine aufgehende Einkommensschere zerstört auf Dauer den sozialen Frieden. Das bestehende Bankengeldsystem ist dafür eine wichtige, aber meist übersehene Ursache. Heute kommt Geld nur in Umlauf, wenn der Staat Zinsen bezahlt, die vor allem den oberen Einkommensschichten zufließen, in Deutschland jährlich 42 Milliarden Euro.

Wie Bahn und Telefon

Wenn diese Zinszahlungen wegfallen, ergeben sich zwei Wirkungen. Erstens werden die Reichen um diese Summe nicht noch reicher. Zweitens kann der Staat die eingesparten Zinsen für Steuersenkungen oder Ausgabenerhöhungen verwenden und so zur Schließung der Einkommenskluft beitragen. Bevor der Staat weitere Steuern einführt oder erhöht, um Geld von oben nach unten zu befördern, ist es viel sinnvoller, zunächst einmal damit aufzuhören, Steuergelder von unten nach oben zu transportieren.

Außerdem entlastet eine Vollgeldreform die Realwirtschaft von überzogenen Renditeerwartungen. Der Ökonom Niko Paech schreibt: „Um die ökologisch ruinöse Wachstumsorientierung europäischer Konsumdemokratien zu durchbrechen, ist ein anderes Geldsystem vonnöten. Dazu zählt auch, die willkürliche Giralgeldschöpfung der Geschäftsbanken zu unterbinden. Denn die unkontrollierbare Vergabe beliebig vieler und hoher Kredite zählt zu den Treibern jener Investitionsdynamik, die permanentes Wachstum auch dann erzeugt, wenn dieses nicht der Befriedigung zuvor artikulierter Bedürfnisse, sondern allein der Profitmaximierung dient. Das Recht auf Geldschöpfung darf nur bei der Zentralbank liegen.“ Vollgeld macht Schluss mit dem zerstörerischen Wachstumszwang.

Oft landen gute und richtige Ideen auf dem Wartebahnhof der Weltgeschichte. Es gibt gute Gründe, warum das mit dem Vollgeld nicht passieren wird.

So wird es ohne Vollgeld keine Staatsentschuldung geben: Die Schulden der Eurostaaten wachsen Jahr für Jahr. Alle Sparbemühungen helfen nichts. Denn die Staaten sitzen in der Schuldenfalle und können die Zinsen für alte Schulden nur durch neue Schulden bezahlen. Außerdem ist eine Tilgung im derzeitigen Geldsystem nicht möglich, da sonst das für die Wirtschaft notwendige Geld verschwinden würde. Die Situation ist wahrlich aussichtslos. Die einzige Rettung: Die Einführung von Vollgeld samt Tilgung von 60 Prozent der Euro-Staatsschulden.

Überhaupt sind die Vorteile einer Vollgeldreform so gewaltig, dass sie über kurz oder lang kein Politiker mehr wird ignorieren können. Berechnungen der Vollgeld-Initiative in der Schweiz zufolge bringt sie den dortigen Bürgerinnen und Bürgern 300 Milliarden Franken zusätzlich, im Euroraum sind es fünf Billionen Euro. Solche Gewinne, ohne dass jemand unter ihnen leidet, hauen einen um. Geld wird krisenfest, Finanzblasen gehören der Vergangenheit an, es gibt endlich eine Lösung für das Problem ungezügelter Finanzmärkte: Es ist sehr schwer, gegen Vollgeld zu sein. Wenn ein Produkt so große Vorteile hat, setzt es sich durch – auch gegen anfängliche Ignoranz. Das war schon bei der Erfindung der Bahn oder des Telefons der Fall.

Dieser Beitrag erschien in Ausgabe 43/14.

Kommentare (74)

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Ehemaliger Nutzer 27.10.2014 | 10:52

Ahh, endlich mal wieder ein Artikel von einem Geldnarr. Wann kommt das Followup über Freigeld? Mit einer Geld- oder Börsenreform die Widersprüche und Unwägbarkeiten der Geldwirtschaft lösen. Das ist so eine richtige Weihnachtsidee bürgerlicher Philister, die wird jedes Jahr neu aufgetischt.

Die ganze Weisheit besteht hier darin, die sogenannte 'Depositenlegende' (Schumpeter) in der Wirklichkeit geltend machen zu wollen. Woher stammt die Depositenlegende?

Klassische Ökonomen haben im Versuch, sich das neu entstehende Bank- und Kreditwesen zu erklären, auf die Fiktion einer rein metallischen Zirkulation zurückgegriffen. Papiergeld und Buchgeld 'repräsentieren' im klassischen Modell bloß eine Geldware, in der Regel Gold oder Silber.

Die einzige Möglichkeit, sich ein Guthaben zu verschaffen, besteht demnach darin, eine Anzahl Geldwareneinheiten auf einer Bank zu 'deponieren'. Damit eine Bank 'Geld' ausgeben kann, muß sie es vorher von irgendwem eingenommen haben. Geld fungiert in diesem Modell nur als Zirkulationsrad, und dementsprechend hat auch eine Bank keine konstitutive Funktion, sondern stellt eigentlich bloß eine Sammelstelle für Ersparnisse dar. Investitionen hängen also von den Ersparnissen ab und im weiteren das Verhalten des Finanzsystems.

Dieses Modell kann auf historische Beispiele verweisen, wie die Amsterdamer Wechselbank aus dem 17. Jh., trifft aber schon für die schottischen Banken seit dem 18. Jh. nicht zu. Genausolange schreiben Banking-Theoretiker wenig beachtete Bücher darüber, was eine moderne Bank wirklich tut.

Ich komme nochmal darauf zurück.

sabado 27.10.2014 | 11:23

Die Banken verleihen zum allergrößten Teil nicht das Geld aus den Kundenguthaben. Nein, sie machen Geld, im doppelten Sinn. Sie erschaffen Giralgeld aus dem Nichts, deutlich mehr als das Zehnfache ihrer Sicherheiten. Das verleihen sie dann zu mehr oder weniger hohen Zinsen an ihre Kunden.

Der Wert des Geldes besteht nur in den Werten, die mit seiner Hilfe geschaffen werden. Wer seinen Kredit zurückzahlen will, muss dafür arbeiten (oder stehlen).

Wenn ein Kunde seinen Kredit nicht zurückzahlt, besteht der Verlust der Bank lediglich in entgangenem Zinsgewinn, da das verliehene Kapital nie real existiert hat. Die Bank löscht einen offenen Buchungssatz, das war’s. Sie verkauft ihre Forderung an eine Inkassofirma zu einem Bruchteil der fiktiven Summe und erzielt damit immer noch einen Gewinn. Weiteres Geld verdient dann die Schuldeneintreiberfirma mit Zins, Zinseszins und Gebühren. Das schafft Arbeitsplätze - toll.

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Ehemaliger Nutzer 27.10.2014 | 13:59

Mir ist jetzt erst klar geworden, daß überall da, wo der Autor Vollgeld sagt, eigentlich Vollkorn gemeint ist: Vom Vollkorn profitiert fast jede und jeder. Mjamm!

Hier liegt der Pudelskern, oder, wie Marx bemerkt, gegenüber der einfacheren erscheint die entwickeltere immer als die eigentliche Form des Kapitals. Das Industriekapital erscheint gegenüber dem Finanzkapital als Realwirtschaft, Bank- und Kreditwesen hingegen als eigentliches Kapital (in vulgo Kapitalismus):

Außerdem entlastet eine Vollgeldreform die Realwirtschaft von überzogenen Renditeerwartungen.

also nicht Profit ist schlecht, sondern einen Teil vom Profit als Zins abgeben = überzogene Renditeerwartungen

Überzogene Zinsforderungen sind schlecht, ok. Mayer/Paech finden, die Giralgeldschöpfung = Kreditvergabe habe etwas damit zu tun: Denn die unkontrollierbare Vergabe beliebig vieler und hoher Kredite zählt zu den Treibern jener Investitionsdynamik, die permanentes Wachstum auch dann erzeugt, wenn dieses nicht der Befriedigung zuvor artikulierter Bedürfnisse, sondern allein der Profitmaximierung dient.

Die Studenten, die bei Herrn Paech etwas über kapitalistische Wirtschaft, oder auch bloße VWL lernen sollen, sind, mit Verlaub, nicht zu beneiden.

1. Damit überhaupt etwas produziert wird, müssen sich allerdings auch Bedürfnisse 'artikulieren', d.h. sie müssen sich als Geld ausdrücken, als zahlungsfähige Bedürfnisse/Nachfrage.

2. Wie stofflicherseits in einem Produktionssystem, das keiner zentralen Planung unterliegt, Bedürfnisse zuvor 'artikuliert', d.h. mitgeteilt werden sollen: von wem, an wen, wie und wo, hätte ich gerne gewußt. Werden die Bedürfnisse von den Menschen vorher ausgeknobelt? Oder werden Sie nicht vielmehr ebenso kapitalistisch produziert? Das iPhone hätte ein Flopp werden können, so wie Kinofilme floppen, obwohl grade bei den letzteren peinliche Ausforschung der Marktsituation und Bedürfnisstruktur voraufgeht.

3. wie soll unkontrollierbare Vergabe beliebig vieler und hoher Kredite die Ursache überzogener Renditeerwartungen sein??? die Zinsrate müßte dementsprechend gegen Null gehen. Wie soll auf diese Weise ein zerstörerischer Wachstumszwang entstehen???

4. wieso nehmen Unternehmen Kredite auf? Paech spricht von der Erzeuger- und Treiberfunktion der Banken. Was soll das heißen? Hier wird doch suggeriert, daß die Banken den Unternehmen ('überzogen') verzinsliche Darlehen aufzwingen. Davon kann aber keine Rede sein. Ein Unternehmen, das keinen Kredit nachfragt, muß keinen aufnehmen. Und ein Unternehmen, das auf einem Markt mit anderen Unternehmen um Anlagekapital konkurrieren muß, muß auch seine Verwertung (Durchschnittsprofitrate) verprechen. Die heutige Empirie ist doch ganz eindeutig. Die Banken vergeben nicht exzessiv, sondern inzessiv, weil sie überall auf der Welt bezweifeln, daß profitabel produziert werden wird. Wenn Mayer/Paech von Kredit sprechen, denken sie offenbar an Wucherkapital, das die Produzenten konsekutive ruiniert und eine Art Schuldknechtschaft aufgebaut hat oder aufzubauen im Begriff ist.

blog1 27.10.2014 | 13:59

Ihr Beitrag verfolgt zwar den richtigen Ansatz, aber er springt etwas zu kurz.

Zum einen erklären sie nicht, wie das Giralgeld bei den Geschäftsbanken entsteht, beispielweise dadurch, dass ein Bankkunde einen Kontokorrentkredit eingeräumt bekommt, den er nicht ganz ausschöpft, bzw. Der Bankkunde eine Einlage leistet, die er nicht am nächsten Tag zurückhaben will.

Wenn morgen alle Sparer ihre Guthaben bei den Banken abheben würden, würde folgendes passieren:

- Die Geldautomaten wäre nach 1 Stunde nicht mehr betriebsbereit

- Die Bankschalter würden nach 2-3 Stunden schließen.

- In der Folge würden sich Trauben von Menschen vor den Banken bilden, die Fensterscheiben einschlagen und die Bankmitarbeiter müssten sich vor dem wütenden Mob in Sicherheit bringen.

Ein derart simulierter Bankenrun würde eindrucksvoll beweisen, dass das Geld überhaupt nicht vorhanden ist, von dem die Banken immer reden.

Ihre Forderung, dass die Zentralbanken auch die Kontrolle über das Giralgeld haben müssten, geht in die richtige Richtung. Nur behebt das nicht das Problem, das derzeit billiges Geld von den Zentralbanken zu einem lächerlichen Zinssatz an die Banken (derzeit 0,05%) ausgeliehen wird, damit die Banken hemmungslos damit spekulieren können. In die Kreditvergabe geht es jedenfalls nicht in ausreichendem Maße.

Des Weiteren erklären die nicht, wie sie mit Leuten umgehen wollen, die ihre Ersparnisse heute zur Bank tragen, damit sie im Alter davon leben können. Mit einer Verzinsung unterhalb der Inflationsrate funktioniert das jedenfalls nicht.

Auch bezweifle ich, ob eine Umverteilung von oben nach unten durch ein Vollgeldsystem erreicht werden kann. Hier geht es um den Zugang zu Vermögenswerten, egal ob es ich um Geldwerte, Immobilien oder Unternehmensbeteiligungen handelt.

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Ehemaliger Nutzer 27.10.2014 | 14:41

Soweit ich das verstanden habe, sind die Kernprobleme des heutigen Geldsystems neben der Giralgeldschöpfung aus dem Nichts, dass die Schuldzinsen nicht mitgeschöpft und demzufolge mathematisch bedingt nie zurückgezahlt werden können bzw. dass Marktteilnehmer für ein Ausgleich des Systems zahlungsunfähig gehen müssen (schlimmstenfalls durch Krieg). Sowie dass die exponentielle Wirkung des Zinseszins gerade ältere und größere Vermögen überproportional anwachsen lässt. Laut dem Wirtschaftswissenschaftler Bernd Senf haben wir aktuell deshalb auch keine Armuts-, sondern eine Reichtumskrise, da diese Vermögen bedient werden wollen.

Ein weiteres Problem ist, dass mit nicht zurückgezahlten Verbindlichkeiten aus 'virtuellem' Giralgeld im Fall einer Insolvenz durch die i.d.R. hinterlegten Sicherheiten plötzlich ein realen Wert in Form z.B. eines (zwangsversteigerten) Hauses wird.

Manfred Fröhlich 27.10.2014 | 14:54

Das Vollgeld-System könnte funktionieren, wie auch das BGE. Man weiß es nicht, solange man es nicht ausprobiert. - Was spricht eigentlich dagegen, neue Systeme ausgiebig zu testen?

Es könnten sogar mehrere neue Systeme gleichzeitig getestet werden, die gut zusammenpassen. Wie zum Beispiel das Vollgeldsystem, das bedingungslose Grundeinkommen, das neue soziale Wohnraumsystem: Mietshäuser-Projekt.

Der bestehende Kapitalismus kann ohnehin nicht noch unerträglicher werden, als er derzeit ist. Also: Auf geht's!

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Ehemaliger Nutzer 27.10.2014 | 15:34

Der Zins wird bei der Zentralbank, bei der das Giralgeld geschöpft wird, nicht mitgeschöpft. Um bei Ihrem Beispiel zu bleiben:

Wenn ich die € 10,00 als Bank an meinen Kunden verleihe, dann hat er zwar € 10,00, ich aber z.B. € 1,00 (bei 10% Zinsen) mehr Forderungen, also insgesamt € 11,00. Diese Differenz von € 1,00 wird bei Kreditvergabe nicht mitgeschöpft und muss erst von dem Kunden erwirtschaftet werden.

blog1 27.10.2014 | 15:34

Der bestehende Kapitalismus kann ohnehin nicht noch unerträglicher werden, als er derzeit ist. Also: Auf geht's!

Das ist wohl wahr. Das Problem besteht nur darin. Der Kapitalismus wird durch die Politiker gestützt. Die Politiker werden durch eine Heerschar von Beamten gestützt. All diese Besitzstandswahrer haben kein Interesse daran, dass sich etwas ändert.

Insofern stehen wir an eine Wendemarke, die durch die schleichende Prekariatisierung noch etwas hinausgezögert wird. Wenn bereits jetzt ca. ein Drittel an der Armutsgrenze lebt, dürfte der kritische Punkt bei ca. 50% liegen.

Heinz Lambarth 27.10.2014 | 19:08

Bevor es um die geldschöpfung geht, hat unser autor noch eine binsenweisheit parat: Banken "können sie Kredite vergeben und dafür Zinsen kassieren". Ja, aber nur, wenn jemand kredit braucht. Der, der ihn braucht, muss mit dem geborgten geld mehr einkommen erwirtschaften, als er zinsen zahlen muss. Hat die bank geldeinlagen, die niemand borgen will (wie zur zeit), hat sie ein zinsproblem, denn der einleger, erwartet die verwertung seines "kapitals", aber wie soll die bank das machen, wenn sie niemanden dieses geld verleihen kann? Ergo, kann der einleger sich überlegen, ob er statt auf (sichere) zinsen zu setzen, selbst inverstiert, in aktien zum beispiel, bei grossem kurs- bzw. verlustrisiko.

Vollgeld ist demgegenüber ein ganz andere geschichte - es unterstellt die werthaltigkeit der geldware selbst. Also brauchte der geldschöpfer zugriff auf "dinge", die immer und unter allen umständen einen wert darstellen. So etwas gibt es allerdings nicht, es sei denn die geldware selbst ist essbar. Denn die herausgabe von lebensmitteln gegen nicht essbares geld bedingt die überzeugung, dass die geldware wieder in lebensmittel verwandelt werden kann, wenn bedarf besteht. Wenn dieses grundvertrauen fehlt ist alles (nicht-essbare) geld auf der welt nichts wert.

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Ehemaliger Nutzer 27.10.2014 | 21:07

Guter Artikel und m.E. weitgehend korrekt.

Was mir unklar bleibt: wenn ich ein Haus kaufen will, von wem bekomme ich den Kredit? Und muss ich dafür Zinsen zahlen? Solange das nicht geklärt ist, ist mir die Diskussion noch zu abstrakt.

Und ich möchte wiederholt davor warnen, das Wachstum oder die Verhinderung desselben zu fixieren. Ob etwas wächst oder nicht, ist letztlich irrelevant, wichtig ist allein, dass das drumherum stimmt: die Einkommen, die Nachhaltigkeit und die Arbeitsbedingungen. DAS gilt es sicherzustellen und ich bin sicher, das erledigt sich mit einem Wechsel des Geldsystems nicht von selbst.

Auch würde ich strikt trennen zwischen Geld das Banken für sich selbst schöpfen (falls sie das überhaupt tun, da bin ich mir nicht vollkommen sicher) und Geld das über Kredite für Bankkunden geschöpft wird, sowie Geld, welches für den Staat geschöpft wird.

Die Frage ist natürlich immer, inwiefern die Zinsen in welcher Höhe gerechtfertigt sind und ob man sie nicht z.B. durch eine einmalige Kreditgebühr abgelten könnte. Auch gehört die konjunkturelle Lenkwirkung von Zinsen auf den Prüfstand. Offenbar wirken sie nicht in jedem Fall so, wie man das erwarten würde.

Hunter S.T. 27.10.2014 | 22:04

Sehr guter Artikel. Allein, dass Vollgeld die einzige Lösung ist, würde ich so nicht sagen. Man könnte auch mit Parallelwährungen arbeiten usw. Zudem sollte das Geld von einer staatlichen Zentralbank ausgegeben werden und nicht von einer ZB, die sich aus Privatbanken zusammensetzt, wie z.B. Die Fed (siehe 'die Kreatur von Jekyll Island').
~Pregetter Ottmar~ hat bereits zwei Artikel zum Thema ~Banken erzeugen Geld aus dem Nichts~ verfasst. Diese sind sehr empfehlenswert und enthalten ausgezeichnete Quellen.

Als Einführung in das Thema empfehle ich ~Wie funktioniert Geld~ und ~Warum das Geld die Welt regiert - Planet Wissen~
Wer keine Berührungsängste mit VT hat, kann sich auch noch ~Fabian gib mir die Welt +5%~ zu Gemüte führen.

Hunter S.T. 27.10.2014 | 22:45

Kredit gibt es noch immer von der Bank, nur kann diese das Geld nicht mehr aus dem Nichts schöpfen, sondern muss es von der ZB beziehen. Zinsen müssen leider trotzdem bezahlt werden.
Banken gewähren sich (meines Wissens nach) einfach gegenseitig Kredit, um Geld für sich zu schöpfen. Im Zweifelsfall einfach ~Pregetter Ottmar~ fragen, der ist sehr fit in Bezug auf das Thema Geld :)

theo 28.10.2014 | 00:04

Soso, der Freitag versucht sich an einem der fundamental wichtigen Thema derzeit und hat aber über dijenigen, die für eine geldreform auf die Straße gehen, die Mahnwachen nur hohn und Spott übrig. Na ja. Zum Thema: Wer sich über die Giralgeldschöpfung schlau machen will kann ja mal in den Schulungsbriefen der Bundesbank nachlesen, da ist das einigermaßen gut beschrieben. Eine Privatbank schöpft Giralgeld aus dem Nichts indem Sie einen Kredit vergibt. Sich selber kann diese das nur, wenn sie dafür etwas kauft, anderen eben wenn diese einen Kredit haben wollen. Oder, wie etwa beim Ausverkauf der Volksvermögen nach dem Zusammenbruch des Kommunisus in Osteuropa, Sovijetunion und in Ostdeutschland, indem man sich die skrupellosesten Verbrecher wie etwa Chodorovski u. a. aussucht und denen sagt: Ich mach dich reich, tue nur was ich sage. Die Privatbank gaben solchen Leuten halt Kredit, aus dem nix natürlich, und lassen die Volksvermögen aufkaufen und es entstehen diese bösartigen Oligarchen-Clans wie wir sie ja in den Ostblockstaaten ja jetzt haben. Putin hat diesen in Russland wenigstens ansatzweise Grenzen gesetzt, der Ukraine fehlte so jemand. Das nutzen die Anglo-Amerikanischen Finanz-Oligarchien aus und machen jetzt mit diesen ein Komplott um Putin aus der Reserve zu locken. Geopolitik halt. Ist jetzt halt zu einfach dargestellt, aber unser weltweites Geldsystem ist eben diese Farce, auch wenn es weitaus komplexer ist als hier im Artikel dargestellt ist. Betrug! seit Jahrhunderten. Immerhin, lieber Herr Mayer, Sie schreiben positiv über Vollgeld, danke dafür. An alle anderen kommentatoren: Bundesbank-Seite aufrufen, geldschöpfung suchen und lesen! Bitte! Da stehen dann z. B. so lustige Fragen wie: Was ist die gesetzliche Grundlage für die Giralgeldschöpfung? Antwort: Es gibt keine gesetzliche Grundlage!

pleifel 28.10.2014 | 19:29

"Die Zentralbanken erzeugen den geringsten Teil unseres Geldes, nämlich nur das Bargeld, also die Scheine und Münzen."

Da fehlt noch die wichtigste Größe: Das eigentliche Giralgeld (Buchgeld der Banken) entsteht über die Schaffung von Zentralbankguthaben, dass die Zentralbank gegen den Ankauf von Sicherheiten den Geschäftsbanken zur Verfügung stellt.

Otmar Pregetter schreibt darüber ausführlich in seiner Trilogie: "Banken schöpfen das Geld aus dem Nichts".

Frantisek 28.10.2014 | 19:36

Welche Systeme man präferiert mal ganz außer Acht gelassen. Ist zunächst einmal festzustellen, dass nicht die Banken die Geldschöpfung an sich gerissen haben, sondern der Staat bzw. die Zentralbank sie aktiv abegeben haben.

Inbesondere zeigt sich dies daran, dass die Sparer ihr Geld "so sorglos" zur Bank bringen (oder meineitwegen fiktive Gutschriften akzeptieren), grade weil der Staat (Stichwort Einlagensicherung) dafür auch noch garantiert. Wäre dies nicht so würden die Sparer sich "ihre" Bank sicher vorher genauer anschauen oder nur noch direkt Staatsanleichen kaufen.

Das Bargeld kann der Sparer zudem nur bei seiner Geschäftsbank bekommen, da er sich, was so gewollt ist, nicht direkt an die Zentralbank wenden kann. Damit ist die Frage die Geschäftsbank zu Bargeld kommt. Dies erfolgt gegen Sicherheiten, die von der EZB immer weiter aufgeweicht werden. (Die Staaten verpfänden die Luft und die Banken atmen tief durch - Peter Sloterdijk)

Würde man diese beiden Stellschrauben einmal in die ganz andere Richtung (keine Staatsgarantie für Bankguthaben und Zentralbankgeld nur gegen harte Sicherheiten) drehen, könnte man sich dem "Vollgeld" soweit nähern wie man dies möchte.

Vertiefend kann ich nur "Eigentum, Zins und Geld: Ungelöste Rätsel der Wirtschaftswissenschaftvon Gunnar Heinsohn und Otto Steiger (Januar 2011)" empfehlen.

pleifel 28.10.2014 | 21:38

"Daher kann auch jeder durch private Kreditvergabe Geld schöpfen."

Nein, so geht es eben nicht. Solange es nicht mit den Mechanismen der Banken generiert wird, wird "überflüssiges" Geld nur weitergegeben, aber nicht "geschöpft". Der Mechanismus kommt nur zustande, wenn über die Kredit- und Einlagefunktion und der zeitlichen Differenz zwischen Vergabe und Rückzahlung, Mehrfachkreisläufe in Gang gesetzt werden. Und solange es nicht mit Hartgeld abgezogen wird, läuft das Geschäft.

pleifel 28.10.2014 | 23:48

Mit der Barauszahlung ist völlig richtig. Damit wird den Banken die Geldschöpfungsmöglichkeit aus der Umwandlung von Buchgeld entzogen.

Wenn Sie jemand buchgeldmäßig Geld leihen (überweisen), dann können Sie das intern buchen wie Sie wollen, aber zur Geldschöpfung wird es nicht durch ihre Überweisung, sondern nur über die weitere Kreditierung dieser Bank, falls sie das noch im Rahmen ihrer Eigenkapitalausstattung kann.

Sollten Sie außerhalb des Bankensystems eine anerkannte "Währung" mit Kreditierung einführen, dann brauchen Sie auch dann eine Zentrale, die sozusagen die Giralgeldfunktion (Geld aus dem nichts) hat. Sonst müssten Sie aus der bisherigen Welt über eine Schnittstelle in die neue Währung konvertieren. Dann wären wir in einem neuen Geldschöpfungskreislauf, der übrigens nicht zugelassen würde.

Frantisek 29.10.2014 | 07:18

"Dann wären wir in einem neuen Geldschöpfungskreislauf, der übrigens nicht zugelassen würde." Ich weiß, steht im KWG. Genau das meinte ich aber, denn Gutschrift in meiner Buchführung hat (noch) nichts mit einer Überweisung zu tun.

"dann brauchen Sie auch dann eine Zentrale" Wie funktioniert das denn dann bei Bitcoins?

Geld ist erstmal nur der Glaube, dass die anderen dran glauben ;-)

Frank Linnhoff 29.10.2014 | 11:37

Die meisten Menschen in unserem Land, Wirtschaftsjournalisten und Wirtschaftswissenschaftler eingeschlossen, sind der Meinung, dass sich die Geschäftsbanken das Buchgeld bei der EZB ausleihen, um dieses weiterzuverleihen, so wie sie es nach landläufiger Meinung mit dem Geld auf den Sparkonten tun. Deswegen verstehen sie auch nicht, warum es "Vollgeld" braucht; denn sie sind davon überzeugt, dass alle Zahlungsmittel vollwertiges Geld sind. Dies mag der Grund dafür sein, dass sich nur Wenige für die Thematik der Vollgeldreform interessieren. Derjenige, der sich einmal in seinem Leben die Mühe gemacht hat, den Aufbau unseres Geld- und Banksystems der Mindestreserve zu verstehen, schüttelt ungläubig den Kopf, weil er nicht versteht, wie solch ein System überhaupt geschaffen werden konnte, sich weltweit durchgesetzt hat und trotz aller regelmässigen Krisen und Crashs nicht reformiert wird.

Es ist schon mühselig, unser Währungs-, Geld- und Bankensystem zu verstehen. Ich rate jedem Interessierten, sich auf www.monetative.de und www.vollgeld.de umzuschauen.

Pregetter Otmar 29.10.2014 | 13:59

Medien - Geld aus dem Nichts usw.

Seitdem die Bank of England in ihrem Quartalsbericht 1/2014 alle bisher gängigen Theorien der Vokswirte aushebelte (und dabei nix Neues ... darlegte, als das was jeder weiss, der Kredite + Zinsen in Debitoren/keditoren verbucht ?!) ist Feuer am Dach - bisher noch weniger in DE + AT, ziemlich jedoch in GB + USA, wo Martin Wolf von der FT-New York ordentlich "Gas" ... und den Ökonomen und der mit offenem Mund staunenden Journaille... Saures gibt.

J e d e Gazette usw. wird bald sehr alt ausschauen - wenn sie dieses "Thema" . . . links (oder rechts) liegen lassen! Für eine echte Veränderung erwarte ich mir aber von den Medien - so wie eh immer - n i x.

Schaun mer mal.

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Ehemaliger Nutzer 29.10.2014 | 19:10

In den Kommentaren wird ja bereits über Bernd Senf diskutiert, da ist ja dann nicht mehr weit zu Gesell ;)

Aus einem einfachen Grund: Geld darf nicht als Wertspeicher missbraucht werden, sondern muss an die Natürlichkeit des Lebens angepasst werden. Diese ist vergänglich. Das soll angeblich die Inflation ausgleichen. Das ist aber eine Lüge. Ein Rechenbeispiel:

Große Vermögen haben das Potential, bis zu 17% Rendite zu erzielen. € 1.000,00 bei 17% Rendite ergeben
nach 50 Jahren € 2.566.215,28. Die inflationsbereinigte Kaufkraft bezogen auf den Zeitpunkt des Anfangskapitals beträgt € 585.097,28.

Aus € 1.000,00 wurden also innerhalb von 50 Jahren unfassbare € 585.097,28. Auch wenn das Beispiel nur hypothetisch ist, zeigt es überdeutlich den Grund, warum die Vermögensschere immer mehr auseinander dividiert. Über das Vermögen einer alteingesessenen berühmt-berüchtigten Familie wird spekuliert, dass es inzwischen über eine Billion Dollar betragen soll: http://www.focus.de/fotos/platz-2-teilt-sich-eine-familie-die-finanzdynastie-rothschild-ihr_mid_1163028.html

ABER: Durch die Vernetzung via Internet hinterfragen glücklicherweise immer mehr Menschen dieses System. Wenn Superreiche nicht von sich aus eine Änderung herbeiführen, dann, so meine Prognose, werden sich die Herrschaften noch sehr wundern. Nicht heute, nicht morgen, aber es wird zwangsläufig eine Zeit kommen, wo sich der Rest der Welt gegen sie richten wird. Dessen bin ich mir sicher.

blog1 30.10.2014 | 13:10

OK einverstanden. Was aber in jedem Beitag zu kurz kommt, ist die Frage der Sicherheiten.

Wenn Geschäftsbanken Geld über Kreditvergabe quasi aus dem "Nichts" schöpfen, tun sie sie dies nur, wenn sie ausreichend Sicherheiten dafür bekommen. Das schreiben schon die Basel II und III Vorschriften vor.

Wenn ein Kredit voll ausgereicht wird, dann hat die Liquidität der Bankkunde, der damit beispielsweise invesieren kann.

Tatsache ist aber, dass wohl sehr sehr viel Geld im Umlauf ist, davon ein Zigfaches der Bargeldreserven, gleichzeitig der Mittelstand ohne ausreichende Sicherheiten gar keine Kredite bekommt, während diejenigen, die vor Vermögen kaum laufen können, die Kredite vor allem für Immobiieninvestionen zu Billigstkonditionen hinterher geworfen werden.

Das verschärft insgesamt die Situation, dass die Reichen immer reicher und die Armen immer ärmer werden. Der Mttelstand wird systematisch immer weiter ausgedünnt und letztendlich ins Prekariat getrieben.

pleifel 30.10.2014 | 13:37

Dass mit den Sicherheiten ist ein gutes Argument, wenn dahinter tatsächlich adäquate Sachwerte stecken würden. Dann würde sich nämlich die ganze Kreditschraube darauf beschränken müssen, bzw. sich allenfalls noch auf die aktuelle Investition (neue Sachwerte) beziehen.

Wobei ihr Beispiel mit den Immobilienkrediten auch noch eine große Luftnummer werden kann, wenn die Banken auf diesen sitzen bleiben (wie in den USA) und sich keine Käufer mehr finden.

Es werden aber Sicherheiten hereingenommen, die sich auf vage Zukunftsversprechen der hinterlegten Papiere beschränken, die irgendwer in der Zukunft bezahlen soll. In 1ter Linie meine ich jetzt die EZB.

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Ehemaliger Nutzer 30.10.2014 | 17:58

Nein, es geht nicht um irgendwelche Weltverschwörungen, sondern in dem Fall darum, dass alte Vermögen über den Faktor Zeit durch den Zinseszins exponentiell wachsen. Das Vermögen der Rothschilds ist bekanntlich recht alt. Ich war selber erstaunt, die Information beim Focus zu finden und bin auch nur zufällig darauf gestoßen.

Wie gesagt: Das Konzept von Gesell hat den Vorteil, dass es Geld an den natürlichen Verfall bindet und nicht als Geldspeicher missbraucht. Genauso wie ein Apfel vergammelt und damit wertlos für den Verzehr wird, genauso wird das Freigeld in einem bestimmten Zeitraum entwertet und verliert dadurch an Wert bzw. wird wertlos. Das Horten von Geld wird damit sinnlos.

Zum Freigeld gibt es einen interessanten Artikel in 'brand eins':

Eine Welt, eine Währung und mehr Wert

Unser Geldsystem ist destruktiv. Sagt wer? Bernard Lietaer. Einer der Väter des Euros. Der anerkannte Experte will die Macht des Geldes brechen, indem er es von Zinsen und Gier befreit. Der Terra soll aus schlechtem Geld Gutes machen. Im brand eins-Interview erzählt Lietaer, warum das nötig ist und wie das funktionieren soll.

carlos w. s. 31.10.2014 | 16:24

Sehr geehrter Herr Jörn Gierst,

Grad eben ist bei GEO-EPOCHE eine Ausgabe dem Kapitalismus gewidmet worden. Bevor Sie weiterhin irgendwelche Theorien verbreiten, lesen mal das ganze Heft und schauen Sie sich den DVD dazu an - es sei denn, es macht Ihnen vorallem Lust die Leser zu verwirren und Gedankengänge zu veröffentlichen, die in sich nicht schlüssig sind.

Mit besten Wünschen

blog1 31.10.2014 | 16:59

Klar laufen wir wir auf eine Immobilienblase zu. Die Preise sind jetzt schon auf Rekordniveau. In Oberbayern - ich rede jetzt nicht von München - werden Quadratmeterpreise von € 5000 und mehr bezahlt. Die Normalanleger werden dann zuerst auf die Nase fallen, während die Großinvestoren (dahinter stecken rund 1000 Familienclans in Deutschland) sich die Hände reiben, weil sie sich dann bei der anschließenden Versteigerungswelle wiederum die Taschen voll machen werden.

Wir steuern auf einen gewaltigen Finanzcrash zu, der ähnliche Ausmaße wie seinerzeit 1929 erreichen wird. Der Dax weist Kurssprünge von fast 1000 Punkten innerhalb weniger Wochen auf, ein tyisches Zeichen dafür, das es bald richtig kracht.

Lethe 02.11.2014 | 02:30

Wenn man dem Finanzwesen die Zinseszinsrechnung austreiben könnte, wäre schon einiges gewonnen. Wenn man dann noch die Zinsrechnung austreiben könnte, wäre schon richtig was gewonnen. Wenn man dann noch durchsetzen könnte, dass Geld nicht Gegenstand von Geldgeschäften sein darf, könnte man es fast beibehalten.

Bleibt es, wie es jetzt ist, wird die Gier der Gierigen uns in den Abgrund reißen, einfach so. Ich schätze mal, die Wahrscheinlichkeit dafür innerhalb der nächsten 20 Jahre liegt bei 95 Prozent.

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Ehemaliger Nutzer 02.11.2014 | 04:27

..."Die Normalanleger werden dann zuerst auf die Nase fallen, während die Großinvestoren (dahinter stecken rund 1000 Familienclans in Deutschland) sich die Hände reiben, weil sie sich dann bei der anschließenden Versteigerungswelle wiederum die Taschen voll machen werden"...

So sehe ich das auch.

..."Wir steuern auf einen gewaltigen Finanzcrash zu, der ähnliche Ausmaße wie seinerzeit 1929 erreichen wird"...

Ach was, das geht noch ein Weilchen gut (2029 - 2039?), es wird noch ein bisserl Geld gedruckt, das Pfund Butter kostet dann 18 €uro und der Liter Sprit dann eben 7 €uro, der kleine Depp von nebenan der alle 4 Jahre brav sein Kreuzchen bei der Merkel macht ist noch längst nicht an der Schmerzgrenze angekommen.

Gruss

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Ehemaliger Nutzer 02.11.2014 | 07:15

..."In diese Rechtssätze sind mehrfach Bestimmungen über die „Erfüllung von Schuldverpflichtungen“eingeschoben, was dann in den §§ 68–127 zum beherrschenden Thema wird und insofern einen neuen Abschnitt darstellt. Gegenstand derselben ist vor allem der tamkarum (Kaufmann). Hinzu treten aber auch Regelungen über die sabītum (Schankwirtin), bevor dieser Abschnitt mit den Themen Pfändung und Schuldversklavung geschlossen wird"...

trifft:

..."Über die Produktion von Sicherheit, in dem er die Privatisierung polizeilicher Dienstleistungen erwog"...

Schwierig, schwierig,

"Hö Hö"

Schön, wie immer zeitgenössische Homo oeconomicuse gegen die Wand laufen...

blog1 02.11.2014 | 15:27

"Ach was, das geht noch ein Weilchen gut (2029 - 2039?), es wird noch ein bisserl Geld gedruckt, das Pfund Butter kostet dann 18 €uro und der Liter Sprit dann eben 7 €uro, der kleine Depp von nebenan der alle 4 Jahre brav sein Kreuzchen bei der Merkel macht ist noch längst nicht an der Schmerzgrenze angekommen."

Heute ist es mir nach den Fantastischen Vier.

Soundtrack: Ernten was wir säen

http://www.youtube.com/watch?v=7cKWatfdHo4

Gruß zurück

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Ehemaliger Nutzer 05.11.2014 | 14:03

Zum Thema eine empfehlenswerte Dokumentation, die gestern auf Arte ausgestrahlt wurde und für die kommenden sieben Tage in der Mediathek abrufbar ist:

Wachstum, was nun?

„Mehr Wachstum!“ - diese Forderung ist besonders in Zeiten von Wirtschafts-, Umwelt- und Finanzkrisen beliebt, denn die amerikanische Immer-mehr-Ideologie gilt weltweit als Garant für eine gesunde Ökonomie. Doch wie zeitgemäß ist dieser Mythos noch - angesichts immer knapperer Ressourcen weltweit? Dieser Frage gehen die Filmemacher von „Wachstum, was nun?“ auf den Grund – und zeigen Alternativen auf, die sich bereits vielerorts in der Praxis bewährt haben.

So machen sich immer mehr Experten für ein Ende des grenzenlosen Wachstums stark. Nahrungsmittelproduktion, Energieverbrauch und Geldkreislauf müssen wieder unter Kontrolle gebracht werden. Im Norden und Süden der Welt experimentiert man mit neuen Wirtschaftsmodellen und erzielt inzwischen erste Ergebnisse. So zeichnen sich neue, umweltbewusste und regionalisierte Modelle ab, die für absehbare Probleme wie Klimawandel, Mangel an fossilen Brennstoffen und Finanzkrisen besser gewappnet sind. Oft werden sie sogar von den lokalen Behörden bereits unterstützt.

Um etwas zu verändern, müssen Produktion und Arbeitsplätze in die Heimatregionen zurückgeholt werden. Das ermöglicht vielen Initiativen und Kooperativen die Möglichkeit, ihren Platz zurückerobern und die Bedeutung von Reichtum neu zu definieren. „Wachstum, was nun?“ zeichnet anhand von Experten und konkreten Beispielen das Bild der neuen Post-Wachstums-Gesellschaft.

http://www.arte.tv/guide/de/050584-000/wachstum-was-nun?autoplay=1

theo 05.11.2014 | 18:16

Natürlich löst es nicht alle Probleme, aber es würde uns in die Lage versetzen unsere Probleme überhaupt anzugehen! Ein Beispiel: man könnte den Plastikteppich im Pazifik mit fünf großen Schiffen, die personell gut ausgestattet abfischen. Fünf Jahre würden ausreichen und man hätte schon viel getan. Nun versuchen Sie doch mal, so etwas von der Bank sich finanzieren zu lassen...

theo 05.11.2014 | 18:16

Natürlich löst es nicht alle Probleme, aber es würde uns in die Lage versetzen unsere Probleme überhaupt anzugehen! Ein Beispiel: man könnte den Plastikteppich im Pazifik mit fünf großen Schiffen, die personell gut ausgestattet abfischen. Fünf Jahre würden ausreichen und man hätte schon viel getan. Nun versuchen Sie doch mal, so etwas von der Bank sich finanzieren zu lassen...

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Ehemaliger Nutzer 07.11.2014 | 03:35

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Duke Street, Norwich, Großbritannien.
mailen Sie uns für weitere Informationen: <info.central_trust@qq.com>


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gert bienert 09.11.2014 | 16:10

Also Leute, man muss sich nur mal einige Sachverhalte des heutigen Geldsystems, dem Reservegeldsystem, verinnerlichen:

Eine Geschäftsbank leiht sich von der Zentralbank 1000 €. Diese hält sie als Zentralbankgeldreserve. Auf dieser Basis stellt sie Kredite in Höhe von 100.000 € aus. Die Bank hat damit 100.000 € Giralgeld geschöpft (mit 1% Reserve besichert).

Eine andere Geschäftsbank leiht sich ebenfalls 1000 € von der Zentralbank. Diese hält sie ebenfalls als Zentralbankgeldreserve. Auf dieser Basis schreibt sie sich eine Gutschrift in Höhe von 100.000 € auf ihr Girokonto und bezahlt damit allgemeine Betriebsausgaben, wie Gebäude, Arbeitsmittel, Fahrzeuge, Gehälter, Boni usw. Sie kann damit auch Wertpapiere kaufen oder andere Eigengeschäfte tätigen. Nur in diesen Fällen gibt es Niemanden, der die Rückzahlung fordert, wie bei einem "normalen" Kreditnehmer. Es ist quasi eine Schenkung an die Bank. Die Allgemeinheit alimentiert die Banken. Ein unglaublicher "Wettbewerbsvorteil" gegenüber allen anderen Wirtschaftsteilnehmern.

Der Staat muss sich natürlich wie ein normaler Wirtschaftsteilnehmer von den Geschäftsbanken Kredite nehmen und gegen Zinsen wieder tilgen. Wenn jetzt Banken ins Trudeln geraten muss der Staat diese Banken mit Geld, das er von ebendiesen Banken "geliehen" hat, wieder retten. Das ist doch eine Perversion des Geldkreislafes.

Warum also schöpft der Staat nicht selbst das Geld und führt den Gewinn der Allgemeinheit zu?

Man kann noch viele andere Punkte betrachten, die Thomas Mayer beschrieben hat oder die von dem "Monetative e.V." dargelegt wurden. Wir kommen um eine Geldreform nicht herum. Ein entscheidenter Punkt der Vollgeldreform ist außerdem, das neu geschöpftes Geld durch die Zentralbank für öffentliche Ausgaben schulden- u. zinsfrei in Umlauf gebracht wird. Eine echte Alternative zum Schuldenabbau und zur Schuldenvermeidung.

Heinz Göd 16.11.2014 | 07:17

'Vollgeld' ist in sich schlüssig und verbessert sicherlich die augenblickliche Lage.
Aber m.E. nur kurzfristig.
Geld wurde vor ca. 4000 Jahren erfunden.
in dieser Zeit wurden mehrere Geldsysteme durchgespielt, auch 'Vollgeld'. Die Wirtschaft ist mit jedem derzeit bekannten Geldsystem immer wieder regelmäßig zusammengebrochen, meist mit einem Krieg zuvor - um dem Zusammenbruch vorzubeugen - oder danach - als Folge des WirtschaftsZusammenbruchs. Der 'Reset' des Systems war also meistens Krieg.
Einen 3.Weltkrieg kann sich die Menschheit aber nicht mehr leisten, denn der wird unausweichlich ein Atomkrieg, weil man atomgetriebene Flugzeugträger nur mit Atombomben bekämpfen kann - mit Konventionellen Sprengkörpern verursacht man sich selbst einen Reaktorunfall vor der eigenen Küste.
Die Zeit ist reif für ein grundsätzlich neues Geldsystem, z.B.
Wirtschaftsuniversität Wien, Franz Hörmann:informationsgeld
Es ist dort etwas abstrakt erklärt.
Wenn ich 'Informationsgeld' richtig verstanden habe, ist es genau das
2069-imEinklang mit der Natur eine gerechtere Welt
(Suchbegriff: Industriegegenstände )

Juan Carvalho 18.04.2017 | 15:22

Ich bin eine Frau Schweizeren Falles und ich biete Darlehen von Geld für Menschen in Not. Ich biete Darlehen in Höhe von 5.000 Euro bis 5.000.000 Euro für alle Menschen und die Gesellschaft in der Notwendigkeit eines Darlehens. kontaktieren Sie mich durch meine E-Mail-Adresse für alle Ihre Bedürfnisse Geld. Ist hier Ihre E-Mail-Adresse: (sociedad.financiero@gmail.com)

Juan Carvalho 18.04.2017 | 15:26

Hallo an alle und alle, ich nome Maria und ich biete Darlehen Geld weltweit. Kontaktieren Sie mich für alle Ihren Kreditantrag 5.000 Euro 10.000 Euro bis zu 5 Millionen Euro für die Bedürftigen und das Geschäft, das in finanziellem Problem. Hier ist meine E-Mail-Adresse. (Sociedad.financiero@gmail.com) nicht mir vergessen sendet Ihre E-Mail-Adresse in Ihrer Anfrage.