Ohne Ticket

A–Z Für Rio Reisers „Mensch Meier“ war es fast ’ne Revolution, und noch heute ist Fahren ohne Ticket politisch, derzeit wird über angemessene Sprache debattiert. Das Lexikon
Exklusiv für Abonnent:innen | Ausgabe 29/2021

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Antidiskriminierung In Hamburg sagt man Tschüss, auch die Duisburger Verkehrsbetriebe wollen den Begriff „Schwarzfahren“ nicht mehr verwenden. Dass die BVG in Berlin das Wort „verbannen“ will, wurde hingegen dementiert: Da gebe es nichts zu verbannen, man benutze es seit Jahren nicht mehr. Für ein Sommershitstürmchen reichte es dennoch. Peter Ramsauer (CSU) zu Bild: „Die haben doch alle einen Knall!“ Differenziertere Kritiker*innen verweisen auf die Etymologie: „Svarts“, das jiddische Wort für „Armut“. Hat mit Hautfarbe nichts zu tun.

Es könnte womöglich so einfach sein, wäre da nicht die Tatsache, dass es bei Personenkontrollen im öffentlichen Nahverkehr Tag für Tag zu rassistischer Di