Otfried Preußler gecancelt: Aber gegen seine Kinderbücher haben sie nichts

Trigger Das Otfried-Preußler-Gymnasium in Pullach soll umbenannt werden. Ein Fall von Cancel Culture? Unsere Autorin will es genau wissen
Exklusiv für Abonnent:innen | Ausgabe 21/2024
Hotzenplotze und kleine Gespenster: In der Ausstellung in der Aula schaukeln an einer Wäscheleine Buchbesprechungen der 6. Klasse
Hotzenplotze und kleine Gespenster: In der Ausstellung in der Aula schaukeln an einer Wäscheleine Buchbesprechungen der 6. Klasse

Foto: Becker und Bredel/Imago Images

Auf dem brückenartigen Portal prangt der Name „Otfried-Preußler-Gymnasium Pullach“. Noch prangt er da, denn die Schule möchte ihn loswerden. Reflexartig denkt man: Schon wieder so ein Fall von politischer Correctness und Cancelkultur, die es sich gar leicht macht. Aber stimmt das?

Eine Schülerin sitzt auf den Stufen des Innenhofs und fragt höflich, ob ich etwas suche. „Den Tag der offenen Tür … und jemanden, der sich über die Namensänderung unterhalten mag.“ Bei diesem Wunsch fühlt sie sich unwohl. Sie verweist an das Sekretariat.

Der Grund für die Umbenennung ist bekannt: Otfried Preußler begeisterte sich als Jugendlicher für den Nationalsozialismus und machte Karriere in der Hitlerjugend (HJ). Eine Di