Wer die Freiheit fürchtet

Paul Mason Warum mein Buch „Faschismus. Und wie man ihn stoppt“ aktueller denn je ist – und wo jetzt noch Handlungsspielraum bleibt
Exklusiv für Abonnent:innen | Ausgabe 23/2022
Last but not least: Paul Mason wünscht sich eine „wehrhafte Demokratie“
Last but not least: Paul Mason wünscht sich eine „wehrhafte Demokratie“

Foto: Brian Blanco/Getty Images

Das Wort „Putin“ taucht im Stichwortverzeichnis meines Buchs Faschismus. Und wie man ihn stoppt nicht auf. Als ich im Dezember 2019 meinem Verlag die Idee dafür unterbreitete, konzentrierte ich mich auf das Phänomen rechtsextremer Bewegungen in demokratischen Staaten, nicht auf bereits etablierte Diktatoren.

In den USA wuchs und radikalisierte sich damals die Massenbewegung um Trump. Als ich Anfang 2020 mit dem Schreiben begann, begingen Rechtsextreme von Brasilien bis Neu Delhi symbolische Gewalttaten, die sich zur neuen Erzählweise des Faschismus entwickelten. Ende November 2020 war das Buch so gut wie fertig. Nun musste ich nur noch Trumps finalen Schritt abwarten – einen Putsch am Wahltag oder einen Putsch danach.

Als die Proud Boys und die Oathkeepers-Mi