Ran an die Milliarden

REICHTUM Professor Rudolf Hickel über alte und neue Instrumente zur Erleichterung der Reichen
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FREITAG: Sie haben den Delegierten des SPD-Parteitags einen Vorschlag zur Vermögensbesteuerung auf den Tisch gelegt, der so manchem Genossen wohl gefallen könnte. Mit welchen Argumenten wollen Sie der sozialdemokratischen Basis, die mehr Gerechtigkeit will, aber auch die Einwände der SPD-Führung im Ohr hat, ihr Konzept näher bringen? Hat Ihre Arbeitsgruppe Alternative Wirtschaftspolitik mehr zu bieten als die Wiederherstellung des alten Zustands?

RUDOLF HICKEL: Gegenüber der alten, 1997 ausgesetzten Vermögensteuer haben wir in der Tat bei unserem neuen Vorschlag einige Änderungen vorgenommen. Am Anfang stand eine wirtschaftspolitische Grundsatzentscheidung. Wir wollen die Vermögensteuer nicht für betriebliches, sondern nur für privates