Feuer unterm Dach: Katars Verantwortung für Kriege in Nahost

Außenpolitik Katar steht wegen seines Umgangs mit LGBTQ-Rechten in der Kritik. Fragwürdig ist auch die Außenpolitik: Sowohl in Syrien als auch im Jemen hat sich Katar als Partner der USA und Saudi-Arabiens gezeigt. Warum wird daran kein Anstoß genommen?
Exklusiv für Abonnent:innen | Ausgabe 47/2022
Auch hier redselig: Hamad bin Dschassim Al Thani (2. v. r.), u. a. mit US-Außenministerin Hillary Clinton, Golf-Kooperationsrat in Riad, März 2012
Auch hier redselig: Hamad bin Dschassim Al Thani (2. v. r.), u. a. mit US-Außenministerin Hillary Clinton, Golf-Kooperationsrat in Riad, März 2012

Foto: Brendan Smialowsky/Afp/Getty Images

Im Oktober 2017 sagte Hamad bin Dschassim Al Thani, damals Regierungschef und Außenminister von Katar im Fernsehen des Emirats, sein Land und Saudi-Arabien hätten mit den USA den Regimewechsel in Syrien betrieben: „Alles lief über die Türkei, in Koordination mit den USA und unseren saudischen Brüdern, alle waren über ihr Militär beteiligt.“ Al Thani nahm kein Blatt vor den Mund. Er selbst sei im Frühling 2011 nach Damaskus gereist und habe Präsident Baschar al-Assad 15 Milliarden Dollar angeboten, wenn er sich vom Iran distanziere. Da der ablehnte, habe man zusammen mit den Saudis gehandelt. „Katar und Saudi-Arabien waren verantwortlich für die Finanzierung und Bewaffnung“, so Al Thani. Die Arabische Liga habe sich m

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