Der 7. Oktober, die Deutschen und Israel: „Schmerz bleibt Schmerz“

Jüdisches Leben in Deutschland Jüdinnen und Juden in Deutschland erleben massenhaft Ablehnung, Gewalt und Hass. Antisemitische Denkmuster, die offensichtlich nie wirklich verlernt wurden, drängen an die Oberfläche. Deborah Schnabel über das Gefühl der Nichtzugehörigkeit
Exklusiv für Abonnent:innen | Ausgabe 23/2024
Der 7. Oktober, die Deutschen und Israel: „Schmerz bleibt Schmerz“

Foto: Felix Schmitt

Jüdinnen und Juden fehlt seit Monaten der Raum zum Trauern, das Gefühl der Nichtzugehörigkeit wächst. Antisemitische Gewalt ist seit dem 7. Oktober 2023 drastisch gestiegen. Verändert hat sich auch, dass Israel für viele Jüd*innen kein sicherer Zufluchtsort mehr ist. Die Tragweite dessen kann nur mühsam in die nichtjüdischen Teile der Gesellschaft vermittelt werden. Denn schon wenige Stunden nach dem Terrorangriff der Hamas auf Israel war klar, wie schwer sich viele in Deutschland mit einer spontanen mitfühlenden Reaktion in Bezug auf Israel tun.

Die einen bezichtigten Israel, es sei selbst schuld am Angriff der Hamas. Die anderen wurden nicht müde, die Sicherheit Israels als deutsche Staatsräson zu deklarieren. Was genau dieser Be