Sehr geehrte Redaktion!

Leserbriefe Der emsigste Leserbriefschreiber Deutschlands hat für Nachschub gesorgt. Vom "Neuen Deutschland" bis zur "FAZ" reicht das Spektrum diesmal. Eine kleine Auswahl

Zu: "Beltbrücke: Streit um superschnelle Züge", Lübecker Nachrichten vom 5. Juni 09, S. 2 und S. 6.

Sehr geehrte Redaktion!
Die Kieler Landesregierung sollte ihre Position noch einmal überdenken. Schließlich lässt sich das Potential der Fehmarn-Belt-Brücke am besten abrufen, indem man für alle Verkehrswege nach der besten Lösung sucht. Ein Sparen an der Schiene würde nicht nur weniger Menschen nach Schleswig-Holstein führen, sondern ließe sich auch unter ökologischen Gesichtspunkten nur schwer rechtfertigen. Die Wirtschaft tut deshalb gut daran, noch einmal mit der Politik zu reden, damit der Fortschritt künftig nicht bereits endet, wenn man die dänische Seite verlässt!

Zu: "Haben Sie eventuell was zu löschen?", Potsdamer Neueste Nachrichten vom 5. Juni 09, S. 1.

Sehr geehrte Redaktion!
Die negativen Ergebnisse der Studie zu einigen Berufsgruppen geben keinen Anlass zu größerer Beunruhigung. Schließlich stehen Manager, Politiker und Journalisten im Fokus schlechter Nachrichten. Dementsprechend werden sie mit diesem Umfeld assoziiert. Wer dieses Klischee auflösen will, der muss keinen Brand löschen, sondern die Vorurteile auf den Kopf stellen. Das beste Beispiel hierfür ist Barack Obama, der mit seinem Idealismus die Herzen der Menschen im Nu gewinnt!

Zu: "Uni Stuttgart setzt ganz auf Technik", Stuttgarter Nachrichten vom 5. Juni 09, S. 1.

Sehr geehrte Redaktion!
Die Universität Stuttgart entfernt sich mit ihren Plänen von der Championsleague. Denn im Zeitalter zusammenwachsender Märkte ist technisches Wissen alleine nicht ausreichend, um im Wettbewerb erfolgreich zu bestehen. Schließlich erfordert die internationale Arbeitsteilung auch einen interkulturellen Horizont. Statt einer Kürzung der Geisteswissenschaften wäre deshalb deren Ausbau und Verzahnung mit den anderen Fakultäten angesagt. Alles andere würde darauf hinauslaufen, im Konzert der Großen keine Rolle mehr zu spielen!

Zu: »Turbo-Putzen im Mega-Akkord«, Neues Deutschland vom 5. Juni.

Sehr geehrte Redaktion!
Die Putzbranche zeigt sehr gut, dass sich Deutschland, was die Sozialstandards betrifft, nicht vorwärts sondern zurück entwickelt. Denn das Bild vom gehetzten Arbeitnehmer, der sein Pensum kaum noch schaffen kann, findet sich bereits in Charly Chaplins Film "Moderne Zeiten". Ein Werk, das man den Chefs von Piepenbrock, Wisag, ISS oder Dussmann zur Bewusstseinserweiterung einmal vorführen sollte. Dort kommt nämlich nicht nur raus, wie Menschen unter derartigen Firmenphilosophien leiden, sondern das Hektik auch zu Pfusch und schlechter Qualität führt!

Zu: "18 Milliarden für die Bildung", F.A.Z. vom 5. Juni, S. 4.

Sehr geehrte Redaktion!
Die Finanzspritze für die Wissenschaft ist gut angelegtes Geld. Schließlich fahren Investitionen in Bildung im Gegensatz zu Bankenhilfen eine dauerhafte Rendite ein. Allerdings ersetzen die bereit gestellten Mittel keine notwendigen Reformen. So bleibt das neue Studiensystem weiterhin ein Problem, das dringend nachgebessert werden muss, damit Deutschland im internationalen Vergleich nicht am Ende zweitklassig dasteht. Denn während in anderen Ländern wie zum Beispiel der Schweiz alle Studenten ihren Master machen können, ist hierzulande bereits für viele nach dem Bachelor Schluss!

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18:00 09.06.2009

Ausgabe 42/2021

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