Andreas Förster
Ausgabe 1415 | 02.04.2015 | 06:00 32

Selbstverschuldetes Misstrauen

NSU-Zeugin Ist die junge Frau wirklich eines natürlichen Todes gestorben? Die Sicherheitsbehörden haben ein Glaubwürdigkeitsproblem – und das ist hausgemacht

Kann eine junge Frau nach einem Motorradunfall, bei dem sie sich das Knie leicht geprellt hatte, an einer Lungenembolie sterben? Möglicherweise. Kann sie die Embolie erleiden, obwohl sie nach dem Unfall zwei Tage lang gegen Thrombose behandelt wurde? Auch das ist möglich. Gibt es also gar keinen Zusammenhang zwischen dem überraschenden Tod dieser jungen Frau und ihrem Auftritt als Zeugin vor dem NSU-Untersuchungsausschuss in Stuttgart, wo sie noch kurz zuvor von einem Gefühl der Bedrohung gesprochen hatte? Kann gut sein, muss aber nicht.

Im Fall der rechten Terrorgruppe NSU fehlt es nach dreieinhalb Jahren staatlicher Ermittlungen vor allem an einem: an Gewissheiten. Stattdessen steht die Öffentlichkeit bei der Frage nach Taten, Tätern und Hintergründen des NSU vor einem schier unentwirrbaren Knäuel an Möglichkeiten. Die Aufklärung ist auf halbem Weg zum Erliegen gekommen. Das liegt aber nicht daran, dass den Ermittlern die Tatumstände zu komplex oder das Tätermilieu zu fremdartig gewesen sind. Sie mussten scheitern, weil staatliche Funktions- und Entscheidungsträger bis hinauf in die Bundesregierung Zusammenhänge und Spuren beseitigten, vertuschten, manipulierten und dies bis heute fortsetzen. Spuren, die auf eine direkte oder indirekte Mitverantwortung von Behörden an der Mordserie hinweisen könnten.

Geschredderte Akten und verheimlichte Staatsspitzel, die Lügen und das Schweigen von Staatsbeamten über den NSU haben aber nicht nur die Ermittlungen behindert. Sie haben auch das Vertrauen der Bürger in den Staat beschädigt und sind nun selbst schuld an dem Misstrauen. Was und wem kann man überhaupt noch glauben? Keine Schweinerei ist zu groß, um sie nicht Politikern und Beamten zuzutrauen. Und deshalb vermuten einige hinter dem überraschenden Tod einer jungen Frau auch schneller einen Mord als eine tragische Krankheitsgeschichte.

Angela Merkel hat vor drei Jahren den Hinterbliebenen der NSU-Opfer eine rückhaltlose und umfassende Aufklärung der Taten versprochen. Eingelöst ist das Versprechen bis heute nicht. Wenn das Wort einer Kanzlerin aber nichts mehr zählt, auch nicht in ihren Ministerien und Behörden, dann stellt sich die Frage, was aus unserem Rechtsstaat geworden ist.

Dieser Beitrag erschien in Ausgabe 14/15.

Kommentare (32)

Martin Franz 02.04.2015 | 11:12

"Keine Schweinerei ist zu groß, um sie nicht Politikern und Beamten zuzutrauen"..... "stellt sich die Frage, was aus unserem Rechtsstaat geworden ist."

...JA!!!....berechtigt!!! .....habe ich mir als Polizeibeamter, gar dazu gesetzlich gezwungen!!!....auch gestellt, gar stellen müssen!!!

...die "Antwort": "Paranoid querulatorische Persönlichkeitsstörung"!!! ....attestiert..."natürlich"....von einem "Sumpf-Arzt"!!!

....denn....wehe DEM, der....!!!....in dieser DIKTATUR der ANGST und EINSCHÜCHTERUNG!!!

knattertom 02.04.2015 | 11:25

Vielen Dank.

Nach einer unerwarteten Lungenembolie ist die Skepsis wohl angebracht, zumal dieses nicht der erste ungewöhnliche Todesfall unter möglichen Zeugen war.

In den 70ern wurden RAF und Co. zum Teil von "den Diensten" mit Waffen versorgt, in den 00ern dann die Rechtsgestrickten....., letztlich beides elementarer Teil der "Strategie der Spannung".

"Angela Merkel hat vor drei Jahren den Hinterbliebenen der NSU-Opfer eine rückhaltlose und umfassende Aufklärung der Taten versprochen. Eingelöst ist das Versprechen bis heute nicht."

Mir erscheint es nicht so, als sähe sich Frau Merkel an ihre Versprechen gebunden:

O-Ton: "Mit mir wird es keine PKW-Maut geben".

Ich erwarte täglich ihren Rücktritt, und bin mir nicht einmal sicher, ob ich mich darüber, im Angesicht der Alternativen, freuen würde.

Lethe 02.04.2015 | 13:13

Und deshalb vermuten einige hinter dem überraschenden Tod einer jungen Frau auch schneller einen Mord als eine tragische Krankheitsgeschichte.

Vermutlichist die Wirklichkeit viel banaler und die Frau ist tatsächlich einfach so gestorben. Nicht weil Politik und Beamten ein Mord nicht zuzutrauen wäre, sondern einfach, weil es nicht notwendig ist. Was hatten wir nicht schon für Skandale in der Bundesrepublik, inklusive medialer Hyperventilation. Und? Irgendwelche Folgen? Irgendwelche auch nur andeutungsweise ernstzunehmenden Konsequenzen?

Gold Star For Robot Boy 02.04.2015 | 13:41

Tom Sundermann sieht am 30.3.2015 auf Zeit Online plausible Erklärungen für das Ableben der NSU-Zeugen:

“Erst Anfang März war Melisa M. vor dem Untersuchungsausschuss zum Nationalsozialistischen Untergrund (NSU) in Baden-Württemberg befragt worden. So wurde ihr Tod zum Teil einer Reihe von Fällen, in denen Zeugen aus dem NSU-Komplex auf unnatürliche Weise starben. Drei solcher Fälle sind bekannt. Für alle drei liegen plausible Erklärungen vor.“

Zeuge 1: Thomas Richter stand jahrelang in Diensten des Bundesamtes für Verfassungsschutz und wurde mindestens von 1997 bis 2007 als Quelle mit dem Decknamen Corelli geführt. Corelli hatte seinem Quellenführer beim Verfassungsschutz bereits 2005 eine DVD mit rechtsextremem Material und einer Datei mit dem Titel “NSDAP/NSU” übergeben. Er unterstützte die Zeitschrift “Der Weisse Wolf”, deren Internetpräsenz sich auf einer seiner rechtsextremen Websites befand. 2002 war dort zu lesen: »Vielen Dank an den NSU, es hat Früchte getragen. Der Kampf geht weiter …«. Uwe Mundlos erwähnte Thomas Richter in einer Adressliste, zudem war er auch Mitglied im Ku-Klux-Klan, wie Kollegen der getöteten Polizistin Michèle Kiesewetter. Der 39-Jährige starb im Zeugenschutzprogramm laut Obduktion an einer nicht erkannten Zuckererkrankung.

Zeuge 2: Florian Heilig starb am Tag einer geplanten Vernehmung durch die Polizei. Heilig hatte behauptet die Täter von Kiesewetter zu benennen zu können und erwähnte neben dem NSU eine weitere rechtsextreme Gruppierung namens NSS. Suizid durch Verbrennen in seinem Auto war die erklärte Todesursache. Motiv:Liebeskummer. Der Rechtsmediziner Prof. Wehner sagte vor dem NSU-Untersuchungsausschuss im März 20015, er halte es bei der Konstellation von Feuer und Medikamenten für möglich das etwas von außen beigebracht wurde. Ein Ermittler im Todesfall Heilig, der Kriminaloberkommissar Jörg B., hatte Kontakte zum Ku-Klux-Klan.

Zeuge 3: Melisa M.. Wurde von Florian Heilig nach kurzer Liaison verlassen und im März 2015 in nicht öffentlicher Sitzung vor dem NSU-Untersuchungsausschuss in Baden-Württemberg befragt. Die 20-Jährige ist laut erstem Befund an einer Lungenembolie gestorben, die auf ein Hämatom im Knie zurückgeführt wurde. Die Staatsanwaltschaft untersucht zudem, ob die junge Frau womöglich vergiftet wurde.

NSU-Komplex: drei Jahre systematische Vertuschung

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Ehemaliger Nutzer 02.04.2015 | 15:30

Zeuge 4: Sebastian Edathy. Ihm wurde sehr gute Arbeit bin zum Auffinden der nicht gesetzeswidrigen Bilder attestiert. Gut, das es in seinem Falle nur die Bilder waren, er hätte auch beim Ansehen der Bilder einen Herzinfarkt bekommen können. Ausversehen.

Was denke ich mir: Verschleierung, Diffamierung und Mord, bis Gras über die Sache gewachsten ist. Wäre nicht das erste mal, ist auch nicht das letzte Mal. Kann man nichts gesetzeskonformes gegen machen.

Vielleicht war das auch die Todesursache beim Germanwingspiloten? Ich schreib mal einen Artikel dazu, weiß aber nicht ob ich das noch schaffen werde, denn ich hatte schon gefühlte 1 Mio Hämatome.

Hoffentlich quäle ich mich noch über das kommende Osterfest ;-) Apropos "Fest": Oktoberfest... ach - was soll`s.

JR's China Blog 02.04.2015 | 16:28

Wenn das Wort einer Kanzlerin aber nichts mehr zählt, auch nicht in ihren Ministerien und Behörden, dann stellt sich die Frage, was aus unserem Rechtsstaat geworden ist.

Es geht den meisten Beteiligten zunächst einmal um die eigene Karriere, oder auch nur um die persönliche Existenzsicherung. Es fehlt die Überzeugung, dass zum Beruf auch bestimmte Pflichten gehören.

Der Hinweis auf die Spitze der Exekutive ist aber berechtigt: der Fisch stinkt vom Kopf her, und das mittlerweile seit Jahrzehnten.

Das Offizierssteak von heute ist das Mannschaftshackfleisch von morgen.

Auch im demokratischen Rechtsstaat.

knattertom 02.04.2015 | 20:02

"doch nicht ernsthaft, oder?"

So weit ich mich erinnere, hat Frau Merkel bereits zu Beginn der Amtszeit eingeräumt, dass Sie mglw. nicht die gesamte Amtszeit durchregieren wird. Und einen anderen Weg, als Herrn Seehofer an die Macht zu bringen, wird es wohl nicht geben. Ich glaube, bevor die Preussen für diesen Bayer (ansonsten nichts dagegen), stimmen, wählen die eher noch den Siechmar.....

Da bietet ihr Versprechen von damals doch einen prima Anlass, in einigen Jahren finden wir sie dann im Schloß Bellevue wieder.

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Ehemaliger Nutzer 03.04.2015 | 02:37

Am Morgen nach der sogenannten Todesnacht von Stammheim wurde Baader in seiner Zelle im Hochsicherheitstrakt der JVA Stuttgart erschossen aufgefunden. Spätere Untersuchungen ergaben, dass durch den RAF-Anwalt Arndt Müller in Verstecken in den Handakten Waffen in die JVA geschmuggelt worden waren. Baader hatte wochenlang eine Pistole des ungarischen Herstellers FÉG, Kaliber 7,65 mm in seiner Zelle, zeitweise in seinem Plattenspieler, versteckt und sich mit dieser erschossen.

ps: Der Schuss war ins Genick!

Herr Truthinger 03.04.2015 | 10:50

Richter soll schon Anfang der 90er V-Mann geworden sein, und laut Aust&Laabs '95 einmal über Mundlos berichtet haben. Als Richter starb soll der ja im Zeugenschutz gewesen sein, da war man so schlau ihn da unterzubringen wo bestimmt niemand ein Versteck vermuten würde : bei Mutti. Also da in der Gegend, wo er auch seine Nazi-Karriere begann.
Sein früherer Führer Meinolf Schönborn wohnt da auch noch auf der Ecke, und ist immernoch aktiv, über dessen jetzige Gruppe "Neue Ordnung" wurde mal vor zwei Jahren berichtet. Wobei bei denen auch ein näherer Bekannter von Maik E( Zwillingsbruder des Angeklagten Andre E ) mitmacht.
Corelli war also ähnlich gut vor Nazis/NSU versteckt wie der NSU vor dem VS. Zufällig wimmelt es in der Region( Bielefeld im Zentrum ) von potentiellen Anschlagszielen, die auf Karten markiert waren, die man dann im Brandschutt gefunden hat.

Katja 04.04.2015 | 16:02

Thomas R. (Corelli) starb am Hypoglykämiesyndrom, dh. an einer extremen Unterzuckerung des Körpers, die zB. durch überhöhte Vergabe von Insulin hervorgerufen wird. Ein Körper kann zwar ein zu wenig an Insulin aufgrund von Krnakheit produzieren (heißt dann Diabetes), allerdings ist die zu hohe Produktion von Insulin eigentlich nur durch künstliche Insulinzufuhr oder einer Art Tumor (Insulinom) möglich. Allerdings glaube ich kaum, dass der Betroffene davon nichts gemerkt haben soll. Man hat nämlich ziemliche Ausfallerscheinungen, wenn man unterzuckert und SEHR unangenehme Symptome. Aber wie das bei Corelli genau war, werden wir wohl nie erfahren, da alle Beteiligten an den Ermittlungen nähere Infos verweigert haben. Sebastian Edathy hatte seinerzeit auf Herausgabe von näheren Informationen zum VM-Mann Corelli gedrungen. Er drohte bis zum Bundesverafssungsgericht zu gehen und hat die Kanzlerin öffentlich zum Eingreifen aufgefordert. Leider kam es dann ja zu den etwas ominösen Ermittlungen gegen ihn und nach ihm hat keiner mehr (zumindest nicht öffentlich) um Rede und Antwort der ermittelnden Behörden gebeten. https://hajofunke.wordpress.com/2013/02/03/tagesschau-edathy-fordert-kanzlerin-zum-eingreifen-auf/

Katja 04.04.2015 | 18:24

..mir fiel gerade auf, dass man im Welt-Artikel nicht direkt erkennen kann, dass es sich um "Unterzucker" handelte. Die "Welt" schreibt dort nur, dass er einen Zuckerschock und keine Ahnung von seiner angeblichen Diabetes hatte. Von einem Zuckerschock spricht man, wenn jemand einen viel zu niedrigen Zuckerspiegel hat. Ohne künstlich (oder durch ein Insulinom) zugeführtes Insulin ist eine Unterzuckerung allerdings nicht möglich. Bei einem unerkannten Diabetes stirbt man jedoch an einem zu hohen Blutzucker.

Mehr zum Zuckerschock hier:

http://www.diabetes-heute.uni-duesseldorf.de/patientenfragen/akutestoffwechselentgleisungen/?TextID=1608

In deutschen Altenheimen gab es in jüngster Zeit (2013/ 2015) ebenfalls Mordverdachtsfälle wegen unnötiger Verabreichung von Insulin an völlig Gesunde:

http://www.badische-zeitung.de/freiburg/toedliche-spritze-im-altenheim-30-beamte-ermitteln--73116295.html

http://www.rp-online.de/nrw/panorama/altenheim-bonn-betreiber-gesteht-falsche-medikamentierung-aid-1.4831779

Der Spiegel schrieb, dass man mit Insulin den idealen Mord begehen kann:

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-41759622.html

Schöne Ostern noch!

Katja 04.04.2015 | 21:40

Naja - schwierig....entweder man ist Diabetiker und nimmt zuviel Insulin (ob nun durch Spritzen oder durch Tabletten) oder man ist eben kein Diabetiker und hat ein Insulinom (das ist ein Insulin produzierender Tumor, der an sich nicht schädlich ist) oder man ist kerngesund und irgendein bösartiger Mensch führt einem heimlich (da gibt es verschiedene Möglichkeiten) Insulin zu. Das Insulinom an sich würde auch keinen Zuckerschock herbei führen, nur einen dauerhaft niedrigen Zuckerspiegel, der einem etwas die Energie raubt. Die schwerwiegenden Unterzuckerungen treten aufgund eines Insulinoms nur dann ein, wenn jemand absichtlich enorme Mengen Kohlenhydrate oder extreme Mengen ungesunder Fette zuführt (also PommesCurrywurst mit Sahnetorte würde da nicht ausreichen). Dann schüttet das Insulinom extrem viel Insulin aus, was zusehr unangenehmen Symptomen führt (Herzrasen, Schweißausbrüche, Zittern, Reizbarkeit bis hin zu Persönlichkeitsveränderungen, Blutdruckschwankungen, Schlafstörungen, Müdigkeit bis hin zu burn-out-Symptomen) Dass der Blutzucker in lebensbedrohliche Tiefen sinkt, ist defintiv ohne dauerhafte äußere Einflussnahme nicht möglich.

Herr Truthinger 06.04.2015 | 12:21

In einem Artikel(dpa) vom 25.02.2015 heisst es :
" Ohne therapeutische Hilfe komme es zur Übersäuerung des Blutes und zwangsläufig zum Tod, führte der Sachverständige aus. "[1]

Demnach sollte Corelli an Über- und nicht an Unterzuckerung gestorben sein :
" Die ausgeprägte Erhöhung des Blutzuckergehaltes kann zu einer Entgleisung des Zuckerstoffwechsels führen. ...Auslösende Faktoren für eine diabetische Ketoazidose und ein Koma Diabetikum sind meistens Infektionen und/oder eine fehlende oder schlecht angepasste Insulintherapie. ... Hierbei kommt es durch vermehrten Abbau von Fetten zur Bildung von so genannten Ketonkörpern, welche eine Übersäuerung (metabolische Azidose) verursachen. "[2]

Da wäre die Frage ob Corelli damit mal beim Arzt war. Falls da irgendetwas schief gelaufen sein sollte stehen die Chance etwas rauszubekommen wohl auch nicht besser als beim VS.
Der Artikel vom 25.02 ist übrigens auch der, dem zu entnehmen war :
" Nach seiner Enttarnung kam "Corelli" im September 2012 in ein Zeugenschutzprogramm. Unter neuer Identität lebte er in einem Paderborner Mehrfamilienhaus mit seiner Mutter. "[1]

Kann natürlich sein das Corellis Mutter Trägerin des schwarzen Menbou in Kobudo ist, allerdings heisst es im Bericht(Rechtsausschuss) vom 25.02.2015 dazu :
" Am Nachmittag des 07.04.2014 wandten sich zwei Personen an die im selben Haus wohnhafte Mutter seines Vermieters und erklärten, Bekannte des Thomas D. zu sein. Seit dem 05.04.2014 hätten sie vergeblich versucht, ihn zu erreichen, und sorgten sich um ihn. Da der Pkw des Thomas D. vor dem Gebäude stand, klopfte der von seiner Mutter hinzugezogene Vermieter zunächst an der Tür zur Wohnung des Thomas D. "[3]

Wäre also naheliegend das die dpa hier mal die Mütter vertauscht hat. Weniger wahrscheinlich scheint das sowohl die Mutter von Corelli als auch die des Vermieters im selben Hause gewohnt haben, oder gar identisch sind.
In dem Bericht steht auch :
" Danach könne bei Herrn D. von einer Hyperglykämie, die zu einem tödlichen diabetischen Koma geführt habe, ausgegangen werden. "
Demnach wäre auch hier Überzuckerung die Todesursache. Aber wer weiss, letztendlich kann man nur warten bis der Montag(oder seine Mutter) dann im Mai fertig ist...

[1] http://www.welt.de/regionales/nrw/article137825447/Der-Spion-der-am-Zuckerschock-starb.html
[2] http://www.diabetes-heute.uni-duesseldorf.de/wasistdiabetes/komplikationen/index.html?TextID=1278
[3] http://www.hiergeblieben.de/pages/textanzeige.php?limit=50&order=datum&richtung=DESC&z=1&id=42920 ; http://www.landtag.nrw.de/portal/WWW/dokumentenarchiv/Dokument/MMV16-2687.pdf

apatit 10.04.2015 | 19:32

Nichtsdestotrotz ist es unverzeihlich, dass zwei Beamte, die im Dienst des Staates stehen, mehrere Jahre hinweg Teil einer menschen- und demokratiefeindlichen Gruppe sein konnten und ihre Einsatzstellen angeblich nichts bemerkt hätten. Selbst nach dem Bekanntwerden ihrer Mitgliedschaft konnten sie nach ihrem Austritt und einem folgenden Disziplinarverfahren sowie einer bloßen Rüge unbehindert im Dienst bleiben. Der jüngere der beiden wurde vergangenes Jahr sogar befördert. Wenn nun kritische Stimmen der Polizei gegenüber laut werden, darf man sich angesichts der unfassbaren Ereignisse nicht wundern. ( Awo Berlin ) Der Ku-Klux-Klan, zwei Polizeibeamte - eine Frage: Gibt es rechtsextremistische Tendenzen in der deutschen Polizei?

Natürlich nicht, wie üblich bedauerliche Einzelfälle!