Simitis mit "Euro"-Bonus

GRIECHENLAND Vorgezogene Parlamentswahlen sollen den Beitritt zur Europäischen Währungsunion ab 2001 absegnen
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Anfang Februar beendete Premier Konstantinos Simitis Spekulationen, von denen die öffentliche Debatte während der vorangegangenen Wochen völlig beherrscht worden war. Er kündigte Neuwahlen für den 9. April an und beendete so das Rätselraten, ob das Parlament vor dem Ende der vierjährigen Legislaturperiode im Herbst aufgelöst und wenn ja, wann ein vorgezogener Urnengang stattfinden werde.

Der Streit um ein vorzeitiges Votum war durch die von der Verfassung diktierte Mehrheitsformel bei der Wahl des Staatspräsidenten entfacht worden. Über den hat in Griechenland allein das Parlament zu befinden, das allerdings - sofern keine Drei-Fünftel-Mehrheit für den Kandidaten zustande kommt - postwendend aufgelöst werden muss. Lange Zeit