Sören Pellmann: „Der Kapitalismus regelt einen Scheiß“

Interview Sören Pellmann wollte Parteivorsitzender der Linken werden. Vor dem Schicksalsparteitag in Erfurt hat er erklärt, warum Jean-Luc Mélenchon und Elke Kahr Vorbilder für ihn sind – und was er macht, wenn er verliert
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Dank seines Direktmandats in Leipzig ist die Linke überhaupt noch im Bundestag vertreten: Sören Pellmann
Dank seines Direktmandats in Leipzig ist die Linke überhaupt noch im Bundestag vertreten: Sören Pellmann

Foto: Inga Haar/DBT

Als er vor wenigen Wochen vor der Parteizentrale der Linken seine Kandidatur ankündigen will, unterbricht Sören Pellmann das Klirren von zerbrechenden Scherben: die Müllabfuhr. Manche Menschen sind eben noch bei der Arbeit, während der ehemalige Lehrer und Gewinner von einem der drei Bundestags-Direktmandate der Partei davon spricht, diese wieder einen zu wollen.

Beim Erfurter Parteitag tritt er an diesem Wochenende vor allem gegen den anderen „Ost-Mann“ Martin Schirdewan an. Die Partei befindet sich in einer existenziellen Krise. Kann einer, der ein lebenswichtiges Direktmandat in Leipzig gewinnt, auch die Partei vor dem Tod retten?

der Freitag: Herr Pellmann, was hat Sie bewogen, in dieser Situation als Parteivorsitzender anzutreten?

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