Remote Control
Ausgabe 2713 | 09.07.2013 | 06:00 13

Stichwort – No!

Zahlungsstreik Seit Anfang des Jahres gibt es den neuen Rundfunkbeitrag für ARD und ZDF. Dagegen protestiert die Gruppe Remote Control. Eine Erklärung

Stichwort – No!

Wer den Rundfunkbeitrag noch nicht bezahlt hat, hat sechs Monate nach dem 1. Januar 2013 eine Ordnungswidrigkeit begangen. Zu diesem Datum startet die Gruppe Remote Control einen Zahlungsstreik. Die Radiomacherinnen, Künstler, Schauspielerinnen und Videoarbeiter des Zusammenschlusses schildern anhand von Stichworten ihre Beweggründe.

Klein und spontan, wie so ein Zündfunken eben ist, begann unsere Initiative vor genau einem Jahr als Reaktion auf den angekündigten Rundfunkbeitrag. Man stelle sich zwei Berliner Filmschaffende vor, unterbezahlt und konfrontiert mit schlechten Arbeitsbedingungen. Sie schauen sich um, es wird viel geackert auf ihrem Feld; Lohn und Wasser aber fließen woanders hin. Kein Mensch, der Informationen, Film- und Tonkunst sucht, käme auf die Idee, dafür das Radio oder Fernsehgerät anzuschalten. Doch da! Die Öffentlich-Rechtlichen schalten sich selbst ein, um für ihre Dienste die Gebühr einzutreiben. Ab jetzt sind alle Haushalte in Deutschland registrierte Nutzerhaushalte und finanzieren IHREN EIGENEN Rundfunk. Die Gebühr wird zum Beitrag.

Verwunderung, Unglauben und Ärger steigen auf. Mit einer friendly Hijack-Info-Aktion setzen Janine und Sebastian sich ins Programm des überlebensgroßen Schwarz-Weiß-Fernsehers, den Tracey Rose auf dem Tempelhofer Feld in Berlin installiert hat. Schwarz-Weiß angemalt versucht Sebastian sich an einer Diskussion mit den feixenden Parallelperformerinnen.

Stichwort – Apparat

Fernsehapparat, Radioapparat, Rundfunkapparat. Ebenso wie die Rede von den Apparatschiks ist das Wort Apparat inzwischen aus der Mode gekommen. Im Elektronikmarkt tauchen kaum noch Apparate auf. Dort stehen Flatscreens, Homecinema-Systeme, Smartphones; dort ist inzwischen die Rede von Device. Das Device ist zeitgenössischer, kleiner, größer, handlicher, schneller, schicker, professioneller, neuer als der Apparat – und hoffentlich internetfähig. Es leistet seinen Dienst an meiner Wahlfreiheit. Also sendet es kein Programm, sondern es liefert On-Demand, fordert mich auf, meine Bedürfnisse mitzuteilen, meine Vorlieben zu kommunizieren. Wenn das Device im Sleep-Modus Träume hätte, ginge es darin bestimmt um Missverständnisse im Zusammenspiel mit anderen Geräten, Plattformen, Systemen. Vielleicht ginge es darin auch um Geheimdienste, angezapfte Unterwasser-Glasfaserkabel. Die neuen Devices und die neuen Medieninhalte – einzeln verkäuflich oder kostenlos angeboten in Werbung verpackt – sind so was von beyond Quote, so was von beyond Apparat. Wenn jeder Klick, jeder Download einzeln registriert werden kann, weckt die „repräsentative“ Quote nur noch Belustigung. Wenn die gestrige träge Macht der Apparate und Funktionäre uninteressant wird, erlahmt die Kritik am Apparat.

Doch der Apparat als Institution ist alles andere als verschwunden. Wir schauen – mit jugendlichem Widerwillen – auf die gegenwärtigen Strukturen des Rundfunkapparats und stellen fest: Die sind undemokratisch, intransparent und patriarchal wie eh und je. Die von den Nutzern zusammengetragenen Produktionsmittel werden nicht öffentlich ausgeschrieben, das Programm wird vorgeschrieben und hinter den verschlossenen Türen privater Tochterfirmen von ARD und ZDF produziert. Die von allen bezahlten Programminhalte werden nochmals kapitalisiert und zu exorbitanten Preisen verkauft. In den Endlager-Archiven der Öffentlich-Rechtlichen bedarf es enormer Budgets, um etwa einen fernsehunabhängigen Film mit Archivmaterial herzustellen. Es ist nicht möglich, eigenständig zu recherchieren. Das alles hätte vermutlich niemanden von uns auf die Barrikaden gelockt, wenn der Rundfunkapparat es nicht gewagt hätte, uns alle noch einmal ausnahmslos und ganz direkt als seine Untertanen anzurufen. Watt’n des?! Die Einnahmen steigen seit Jahren und trotzdem gibt es kein Geld für das, was wir machen, sehen und hören wollen. Als freischaffende Aktivistinnen, international unterworfene Mediensubjekte sind wir geneigt zu antworten: Wir senden doch auch die ganze Zeit was, nur nicht unbedingt im öffentlich-rechtlichen Rundfunk.

Die Reaktion des Publikums auf unseren Tempelhofer Diskussionsversuch macht deutlich: Wenn man gemeinsam aus der Egal-ich-zahl-eh-nicht-Haltung heraus will, bevor die Mahnungen der Alt-GEZ beziehungsweise des neuen Beitragsservice in den Briefkästen eintrudeln, muss breit informiert werden und die Aktion wachsen. Erst ein, dann zwei dann viele Aktivisten. Sie stellen die Initiative im Radio de la Culture Visuelle vor. Sie ziehen durch Berlin und interviewen Nutzerinnen.

Stichwort – Lokale Produktion

Letzten Sommer war ich in vier unterschiedlichen Stadtteilen unterwegs und habe insgesamt etwa 40 Passanten in ein Gespräch über den öffentlich-rechtlichen Rundfunk verwickelt. Die erste Erkenntnis aus der Befragung war, dass deutsch Sozialisierte über 50 meist sehr zufrieden mit dem Programm sind, während Menschen, die Deutsch mit Akzent sprachen, ausnahmslos sagten, dass sie ARD und ZDF nie nutzen. Eine dritte Konstellation blieb mir noch in Erinnerung: junge Leute, die zwar allenfalls zu Fußball und Tatort einschalten, die Gebührenfinanzierung aber prinzipiell gut finden: ‚So viel sind 18€ im Monat ja nicht, das ist’s mir wert‘. Abgesehen davon, dass dieser Betrag für manchen durchaus viel Geld ist, scheint es die reine Idee des öffentlich-rechtlichen Rundfunks, wofür diese Befragten bereit sind zu zahlen. Ich stelle mir lieber vor, was man mit dem Geld sonst auf die Beine stellen könnte!

Eine Veranschaulichung: Das Theater Ballhaus Naunynstraße in Berlin-Kreuzberg realisiert seit mehreren Jahren das Format Kiez-Monatsschau. Jugendliche aus dem Viertel erhalten von erfahrenen Filmemachern Unterstützung dabei, einen audiovisuellen Bericht aus ihrem Umfeld herzustellen, der dann vor dem stets restlos gefüllten Haus präsentiert wird. Wenn die Medien es nicht hinkriegen, unseren Alltag zu reflektieren, so das Credo der Kiez-Monatsschau, machen wir das eben selbst. Mit großem Erfolg: Ich habe durch diese Abende eine weitaus bessere Einschätzung meines Stadtviertels gewonnen als durch jeden Fernsehbericht.

Die mediale Grundversorgung muss nicht durch zentrale Fernseh- und Radioanstalten hergestellt werden. So steht es im noch geltenden Rundfunkurteil des Bundesverfassungsgerichts von 1987. Also: Welche Institution wäre mir den Beitrag wert?

Gegen Ende 2012 gründet sich in Berlin die Arbeitsgruppe Remote Control, deren erster öffentlicher Auftritt eine Talkshow im Kunstraum „Vierte Welt“ im Februar ist. Mit den Parabelles als Fernsehband, mit Außenreporterinnen verbunden, maskiert als Fernsehsternchen diskutieren wir mit geladenen Gästen der Filmarche, Reboot.fm, Grundversorgung 2.0, AG Dok und so weiter auf Couch und Publikumsstühlen. WATT’N DES?, ruft unsere Show. Dafür zahlen wir nicht! Wie wollen wir arbeiten?

Stichwort – StudentischeAushilfe bei der „Tagesschau“

Es hätte ja sein können, dass die Luft in der Redaktion vibrierte vor journalistischer Leidenschaft. Die Verantwortung, eine solche Sendung zu gestalten, die für objektive Information steht, hätte alle beflügeln können. Doch wie naiv! Was ich sah, war die ständige Wiederholung unverändert übernommener dpa-Meldungen und ein ewiges Reproduzieren des gleichen Weltbilds.

Wäre statt eines objektiven ein relativer Rundfunk nicht besser? Lieber Standpunkte mit Quellenangabe als Objektivität aus dem Nebel. Statt unanfechtbarer Experten, die Stellvertreter einer fantasierten homogenen Masse sein sollen, Menschen, die ihr singuläres und streitbares Wissen teilen, Stimmen, die in einem pseudo-objektiven Rundfunk nicht vorgesehen sind. Es blieben Fragen offen, die einen aus dem Ich-weiß-jetzt-wirklich-Bescheid-Verwöhnprogramm-Sofa heben würden. Da müsste man selbst kombinieren, denken, zweifeln und schlussfolgern. Wenn Information das ist, was sich vom Gewohnten und bereits Bekannten unterscheidet, was sendet der öffentlich-rechtliche Rundfunk da die ganze Zeit?

Stichwort – Degetoisierung

Gehe ich zu einem Werbe- oder Fernsehcasting, brauche ich die meiste Zeit nicht für eine inhaltliche oder schauspielerische Vorbereitung, sondern für das Herstellen der ansprechenden Oberfläche, die im Quotenoptimierungspapier der ARD als eine der Bedingungen für Qualität genannt wird. So sollen sich die meist von der Tochtergesellschaft Degeto für die ARD produzierten Filme ausschließlich in einem „attraktiven, zumindest interessanten, nicht abstoßenden“ Milieu bewegen. Ihr ehemaliger Chef Hans-Wolfgang Jurgan, zuverlässiger Wächter über das Mittelmaß, erklärt das so: „Wir verkaufen am Freitagabend Träume und Märchen. Unsere Zuschauer wollen sich vom Alltag wegtragen lassen.“ Und: „Ich bin grundsätzlich glücklicher, wenn ich sehe, dass ich mehr Zuschauer erreiche. Mein persönlicher Ansatz lautet: je mehr, desto besser.“

Für wen wird dieses Fernsehen produziert? Wer ist der imaginäre Zuschauer, der sich nur über eine Quote definieren lässt? Meine Lebensrealität ist so weit entfernt von dem „ansprechenden Milieu“, das die ARD in ihren Richtlinien einfordert, dass der Bedarf an Schminke größer ist als mein Wunsch, in der Traumwelt des Vorabendprogramms zu spielen. Möchte ich die x-te blonde Dame sein, die Sehnsucht nach Afrika hat, Stürme in Afrika durchlebt oder sonstwie ihren kolonialen Gestus performt? Nein. Der Zynismus der Fernsehmachenden, derjenigen im Apparat, ist – verständlich bis unerträglich. Verständlich, wenn jemand aus einer angestellten Position sagt: Ich beiß doch nicht den Arm, der mir Geld gibt, um nebenher das zu machen, was ich will: gute Filme, tolle Projekte.

Dass Kunst und Aktivismus sich in unserer Arbeit küssen, ist kein Zeichen unserer Unentschiedenheit darüber, in welchem Bereich wir uns verorten. Es bedeutet nicht, dass die Ergebnisse nur von Filmemacherinnen und Künstlern für Radionerds, Schauspielerinnen und Cinephile gemacht sind, sondern unterstreicht einmal mehr, dass die Rollen von Produzentin und Nutzerin durch die gegenwärtige Technik und Produktionsbedingungen immer mehr verschmelzen, jede und jeder zur medialen Grundversorgung und zur Diskussion um diese beitragen kann und soll.

Wir fordern ein öffentlich-rechtliches Modell jenseits der Sender. Wir organisieren einen Zahlungsstreik, um zu verhandeln, wie unsere Beiträge verwendet werden. Wir möchten die Kräfte derer bündeln, die einen dritten Weg zwischen dem Status quo der Anstalten und ihrer Abschaffung sehen. Auf unserer Homepage zahlungsstreik.net können Sie Ihren zurückbehaltenen Rundfunkbeitrag der Streiksumme hinzufügen. Nicht zahlen! Besser senden, besser empfangen!

Remote Control ist eine Berliner Gruppe von Radiomachern, Künstlerinnen, Schauspielern und Videoarbeiterinnen

 

Dieser Beitrag erschien in Ausgabe 27/13.

Kommentare (13)

JR's China Blog 09.07.2013 | 11:05

Was mir in diesem Beitrag fehlt, ist die rechtliche Handhabe für eine Zahlungsverweigerung. Bringt ja nichts, an einen alternativen Fonds zu zahlen, wenn als nächstes Zwangsmaßnahmen zur Zahlung der Haushaltsabgabe speziell an die ÖR ergriffen werden. Auch die Darstellung der Perspektiven auf Ihrer Website bleiben m. E. recht vage.

Ich finde es verständlich, wenn nicht jede Initiative mit einem "Apparat" und einem Knopf zum Draufdrücken daherkommt. Aber ich meine, es wäre schon ganz gut, wenn hier noch weitere Teile folgen, in denen Ihr Vorhaben weiter präzisiert würde.

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Ehemaliger Nutzer 09.07.2013 | 13:55

Unabhängig von der Existenz oder Nichtexistenz eines Zwangsbeitrages dürfte die Wirkung eines Boykotts weniger Menschen (im Verhältnis zur Gesamtzahl der Zwangszahler) in etwa die Wirkung eines einzelnen Mückenstichs für ein Mammut haben. Einen Koloss mit Behördencharakter, einem Milliardenbudget und einer Entscheidungsebene aus Politikern wird man leider so nicht bezwingen.

Will man etwas ändern, muss man die Regeln und Verfahren, die sich der Koloss selbst gegeben hat, für sich nutzen. Statt die Gremien mit aktiven oder abgehalfterten Politikkreaturen zu besetzen, wäre es doch, dem Tenor Ihrer Einlassung folgend, sinnvoller, diese Gremien mit den Programmmachern, Künstlern und Aktiven zu besetzen, oder? Also, worauf warten Sie?

MrMD15 09.07.2013 | 14:53

Ich verstehe ehrlichgesagt Ihren Boykott nicht. Und noch weniger verstehe ich den Zeitpunkt. Klar, die BILD Zeitung hat bei dem Thema ordentlich Druck gemacht und versucht ihre Leser gegen den Wechsel von Beitrag zu Gebühr aufzubringen. Dabei hat es sicherlich einige Fehler gegeben (z.B. müssen Studenten jetzt zahlen, außer wenn Sie Bafög beziehen. Das hat nun dazu geführt, dass viele auch für Kleinstbeträge einen Antrag gestellt haben, wegen der Rundfunkgebühr hat es sich ja gelohnt. Der Staat hat aber natürlich wegen Verwaltungsaufwand und zusätzlichen Bafögausgaben draufgezahlt....), aber das ganze betrifft doch zu 90% sowieso nur die GEZ-Preller.

Ich Stimme Ihnen zu, das Programm der ÖR ist einfach nicht gut, die Sender wagen nichts und machen deutlich zu konservatives Fernsehen. Zudem ist die rechtliche Lage im Internet mehr als fragwürdig (die Sendung von Herrn Jauch z.B. ist ja schon nach einer Woche nicht mehr verfügbar bzw. nur noch als Rip auf YouTube zu finden) und das muss man ändern. Allgemein sollte sich das gesamte Angebot mehr auf Streaming und On-Demand ausrichten, wie es ja Herr Böhmermann bei Roche & Böhmermann schon getan hat. Auch "heute" hat mit App und den sehr frühstückstauglichen 100s heute Sendungen sich schon so langsam in Richtung Zufkunft bewegt.

Die Tagesschau ist auch nicht perfekt, aber sie ist immerhin zusammen mit heute die seriöseste Nachrichtensendung im deutschen TV.

Zurück zu Ihrem Protest: Ob nun jetzt pro Gerät oder pro Haushalt abgerechnet wird, ist auch irgendwie egal. Ersteres hat einfach zu viele Betrügern geführt und es mussten irgendwelche Clowns eingestellt werden, die das ganze dann auch noch kontrollieren. Die aktuelle Lösung ist dagegen deutlich einfacher und im Endeffekt hat sich kaum etwas geändert.

Das Programm muss sich deutlich ändern, keine Frage. Wie aber nun der Beitrag/die Gebühr abgerechnet wird ist dabei doch völlig irrelevant..

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Ehemaliger Nutzer 09.07.2013 | 16:43

Im öffentlich rechtlichen läuft nur Propaganda sowie Beruhigung der Bürger mittels Sport und Tiergeschichten oder Kochen und dafür soll der Bürger auch noch mit einer gepfefferten Zwangsabgabe bezahlen um die Privilegien der mittelmäßigen Akteure dort zu bezahlen die zum größten Teil über Vitamin B einen Platz an die dort gut bezahlten Futterplätze in Erbfolge bekommen und dafür konform sind. Da war das ja in de DDR besser da war die Propaganda kostenlos. Weiterhin werden mit der Zwangsabgabe gerade Kleinunternehmen zusätzlich belastet was wiederum beweist das es sich um ein Großaktionärshandlanger TV handelt da eine zusätzliche Belastung von Kleinunternehmen und der Bürger sich klar um eine weitere Wettbewerbsverzerrung handelt zugunsten von Konzernen die parallel dazu max. 2 Prozent Steuern zahlen. Kommen solche Informationen im öffentlich rechtlichen? Nichts!! Absolut nichts, für mich ist das TV absolut keinen Pfennig wert und ich gucke es auch kaum und wenn die Menschen es hier in Deutschland gucken doch nur deswegen weil die Gesellschaft so aufgebaut ist das der Normalo fast nichts machen kann weil ein freies Leben der Menschen verhindert wird durch Restriktionen in allen Bereichen der Gesellschaft(indirekte Gewalt). Die Menschen sind doch nur Arbeitssklaven hier und das erkennt man daran das es so gut wie keine menschlichen Angebote gibt. Sehr viele Menschen vegetieren in ihren Häuserblöcken und in ihren Wohnungen vor sich hin und gucken sich den Mist an im TV nur um schon zum Teil nicht wahnsinnig zu werden das ist doch die Realität? Dafür werden se noch obendrein kräftig zur Kasse gebeten als dafür zu sorgen mal was für Kinder oder die Menschen im allgemeinen zu tun damit die wieder mal ein lebenswertes Leben haben können was wir mal in der BRD vor der Wende hatten. Dafür könnte man das Geld gut verwenden aber nein es geht hier nur um Propaganda und dem bedienen der Handlanger und Träger des Sklavenhaltersystems mittels Privilegien damit das Selbstbedienungssystem der Großaktionäre und ihrer Handlanger weiter erhalten bleibt.

Der Beweis ist wenn man zum Beispiel eine Befreiung bei der Zwangsgebührenstelle erreichen will werden die Anträge zum Teil bewusst nicht bearbeitet weil auch auf Erinnerungsschreiben nicht geantwortet wird sondern nur Rechnungen verschickt das ist im höchste Maße unseriös und ein Spiegelbild des gesamten Systems: Das ist schon fast totalitäre Ignoranz!!!

MrMD15 10.07.2013 | 02:26

Das ist doch völliger Unsinn. Die beiden sind die besten Nachrichtensendungen im deutschen Fernsehen, oder welche finden Sie besser? Natürlich ist das kaum ein Maßstab, aber die Berichterstattung ist ausreichend neutral.

Auch im Vergleich der meisten anderen Medien können sich die beiden Sendungen inklusive ihres Angebots an App und Internetauftritt durchaus sehen lassen.

"Propagandaelemente"? So ein Unsinn, ehrlich.

Grundgütiger 10.07.2013 | 09:39

Mit den gleichen Argumenten könnte ich auch meine Steuerzahlungen einstellen, ebenfalls eine Zwangsabgabe.

Das mehr Demokratie diesem Land guttun würde, wer bestreitet dies.

Dies ausgerechnet über einen Zahlungsstreik erreichen zu wollen, lächerlich.

Da biete ich doch lieber eine Alternative an.

Nu macht doch mal Sachen, die alle interessieren, oder vielleicht eine Mehrheit für den Anfang.

Das sich die herrschenden Verhältnisse auch in den ö.r. Medien widerspiegeln, wer hätte das gedacht?

Und, noch was wichtiges, wer nach vorne geht, sollte immer schauen, wer mitgeht, und wieviele.

Reimers 10.07.2013 | 16:18

Als Nicht-Fernseher gibt es für mich keinen einsichtigen Grund, Gebühren bezahlen zu müssen für eine Leistung, die ich nicht in Anspruch nehme. Die Zwangsgebühren sind für mich die folgerichtige, politische Konsequenz daraus, daß sich immer mehr Bürger aus dem öffentlichen Propaganda/Ablenkungs Apparat verabschiedet haben. Die Gründe hierfür sind vielfältig, wohl oft aber nicht unähnlich denen der zunehmenden Abstinenz an Landtags- oder Bundestagswahlen. Hier sind meine zwei alternativen Vorschläge zur praktischen Lösung des entstandene Problems: a) Die komplette Abschaffung jeglichen "öffentlich-rechtlichen" Rundfunks & Fernsehens. Die völlige Kommerzialisierung jeder Rundfunk & Fernsehanstalt. Dies impliziert die sofortige Abschaffung jeglicher Art von Gebühren (Steuern). Alle sogenannten "Rundfunkverträge" sind ebenfalls sofort aufzulösen. Die Bediensteten in den Rundfunk & Fernsehanstalten erhalten eine Abfindung und bewerben sich auf dem Arbeitsmarkt. Jegliche staatliche Beeinflussung finanzieller oder gesetzgeberischer Art wird ebenfalls unterbunden. b) Sendungen des öffentlich-rechtlichen Rundfunks & Fernsehens werden bei Bezahlung des Beitrags freigeschaltet. Die Freischaltung/Sperrung geschieht über ein Zusatzmodul entweder intern oder extern. Dies impliziert ebenfalls die sofortige Abschaffung jeglicher Art von "Gebühren". Kurze Begründung für (a): Der Demokratie-Aufbau im Sinne der Alliierten in Deutschland ist abgeschlossen. In einem kapitalistischen Land, in dem alles einen Preis hat und alles frei beworben werden kann, ist ein staatlich gelenkter und über Gebühren (Steuern) bezahlter Rundfunk/Fernsehen ein Anachronismus. Die immer allmächtiger gewordenen Parteien haben aus ehemalig öffentlich/rechtlich geführten Sendeanstalten einen sich immer mehr in Richtung Propaganda/Happiness entwickelnden Moloch werden lassen, dessen massenbeeinflussende Eigendynamik sich weitgehend direkter demokratischer Kontrolle entzieht. Wenn schon Verdummung, dann volle Kanne privat, das ist wenigstens ehrlich. Die Interessen kann jeder nachverfolgen in den Aktionärsversammlungen der privaten Sendeanstalten. Kurze Begründung zu (b): Da im Kapitalismus alles seinen Preis hat, kostet auch die Nutzung von Rundfunk/Fernsehen. Voraussetzung hierfür ist aber ein freiwillig geschlossener Vertrag zwischen den Vertragspartnern (Sender, Empfänger). Dieser Vertrag basiert - wie jedes andere Geschäft - auf allgemein gültigem Vertragsrecht. Voraussetzung hierfür ist eine freiwillige gegenseitige Übereinkunft. Da die GEZ-Methode komplett (ebenso veraltet wie die GEMA) versagt hat, wird eine technisch implementierte Lösung (wie beim Telephon) eingeführt. Wer keinen öffentlich-rechtlichen Rundfunk/Fernsehen empfangen will, braucht dafür auch nicht zu bezahlen. Wer ihn nutzen will, schließt einen Vertrag und kann die Leistung bei Bezahlung abrufen. Andere Sender sind hiervon nicht betroffen. Schlußbemerkung: Ich weiß nicht, warum ich ähnliche Vorschläge noch nicht irgendwo gelesen habe. Alles diskutierte und diskutiert nur auf legalistischer, inhaltlicher oder politischer Basis. Dabei sollte doch ein Grundsatz ganz einfach sein: 'Ich bezahle nur für eine Leistung, die ich auch in Anspruch nehme.'

Radio Libertas 14.09.2013 | 09:04

Petitionen für eine soziale und faire Finanzierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks gestartet!

Informationsfreiheit fängt damit an, dass auch Bürger mit kleinem Budget, die bewußt auf Fernsehen verzichten, sich weiterhin Bücher und Zeitungen leisten können!

Schluss mit der Zwangsabgabe für politische Manipulation und albernstes Unterhaltungsfernsehen.

Die Petition für Berlin findet ihr hier:

https://www.openpetition.de/petition/online/fuer-eine-reform-des-oeffentlich-rechtlichen-rundfunks-und-seiner-finanzierung-berlin

Die Petition für Brandenburg hier:

https://www.openpetition.de/petition/online/fuer-eine-reform-des-oeffentlich-rechtlichen-rundfunks-und-seiner-finanzierung-brandenburg

Florian 08.12.2014 | 17:48

Ich könnte auch den Schlüssel für mein (nicht vorhandenes) Auto steckenlassen und die Nachbarschaft dazu auffordern "Beiträge" für die "mögliche Nutzung" zu zahlen.

Die "Steuer" sollte "Infrastrukturabgabe" genannt werden. Im Gegensatz zum ÖRR nutzt tatsächlich jeder die "Infrastruktur" des Landes mehr oder weniger und insofern zahlt dort auch jeder "mehr oder weniger". Grundsätzlich kann man davon ausgehen, dass jene die mehr verdiehnen auch mehr auf die Infrastruktur zurrückgreifen oder zurrückgegriffen haben. Ein Arzt oder Ingenieur würde im "Busch" nicht viel mit seinem Können erwirtschaften, er bedarf der Infrastruktur - Krankenkassen, Rechtssystm, Studium, das gesammelte Wissen der Jahrtausende (ja auch ein Teil der Infrastruktur) und noch vielem mehr... Eine Firma mit vielen Angestellten und grosser Technik gleichermassen.... Jemand die Haare schneiden oder die Strasse fegen kann ich aber gleichermassen im "Busch".

Den ÖRR nutzen hingegen viele gar nicht, sie wollen es einfach nicht sehen. Und genauso wie das Auto könnte der ÖRR leicht "verschlüsselt" werden um Misbrauch zu vermeiden.

Der ÖRR ist für viele sogar kontraproduktiv, weil er eine Meinung lautstark vertritt, die der Eigenen entgegengesetzt ist. Und trotzdem müssen jene auch dafür zahlen.

Sollte der ÖRR zur notwendigen Infrastruktur hinzugezählt werden, dann müssten die Abgaben dafür in der (gestaffelten) Steuer enthalten sein. Und dann würde ich über die Steuer meinen kleinen Teil auch zahlen, weil ja vielleicht ganz gelegentlich mal was dabei ist, dass ich für relevant halte.

Entweder ist es Teil der notwendigen Infrastruktur, dann müsste es über die Steuer finanziert werden, oder es ist etwas privates dann müsste es gleichermassen wie ein Auto auf der Strasse "verschlüsselt" werden.

Das dies alles so offensichtlich ist, nehme ich an, dass Sie ein "bezahlter Schreiber" sind.