Stigma des Unbayerischen

BAYERN Wolfgang Hoderlein, designierter Vorsitzender der Bayern-SPD, über die Eroberung "vorpolitischer Räume" und Kampfansagen an Edmund Stoiber
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Ein Franke will es versuchen - am 23. September soll Wolfgang Hoderlein zum Vorsitzenden der bayerischen SPD gewählt werden, als Nachfolger von Renate Schmidt. Die hatte ihre Oppositionsrolle mit rustikaler Wucht zu spielen versucht und scheiterte an Edmund Stoiber. "Mein Ziel sind 30 Prozent plus XXL", hatte Schmidt vor der Landtagswahl 1998 gesagt. Sie landete bei 28,7 und musste den Hohn der Christ-Sozialen ertragen, die sich von 52,9 Prozent verwöhnen ließen. Der 47-jährige Wolfgang Hoderlein präsentiert sich stiller und verhaltener als die Vorgängerin, der er seit 1996 als Generalsekretär diente.

FREITAG: Wird es nach Renate Schmidt eine Zäsur geben oder wird ihre Arbeit Kontinuität betonen?

WOLFGANG HODERLEIN: Wir müssen zunächst T