Student: Kunde oder Regent?

BILDUNGSPOLITIK Dieter Wunder, ehemaliger Vorsitzender der GEW und Mitglied der Bildungskommission der Heinrich-Böll-Stiftung: Warum Stärkung der Nachfrage wenig mit Wettbewerb zu tun hat
Exklusiv für Abonnent:innen

Es braucht eine "neue Balance von öffentlichen und privaten Mitteln". So beginnt das Papier zur Bildungsfinanzierung, das die Heinrich-Böll-Stiftung Mitte März veröffentlichte. Damit hat nach der Hans-Böckler-Stiftung eine andere linke Denkschmiede einen Kurswechsel empfohlen: Bildung soll stärker privat finanziert werden, durch Stiftungen und auch durch Studierende selbst. Der ehemalige GEW-Vorsitzende Dieter Wunder hat an dem Papier mitgeschrieben.


FREITAG: Herr Wunder, wie viel Wettbewerb verträgt die Bildung? DIETER WUNDER: Wir brauchen auf jeden Fall mehr Wettbewerb als heute. An den Universitäten beispielsweise kommen die Studierenden inzwischen sehr viel stärker als noch vor 40 Jahren aus dem regionalen Umfeld, sind meist auf die finanziel