Tagebuch

TAGEBUCH Freitag

Was ist der Unterschied zwischen dem Freitag und der CDU? Der Freitag hat zuviel Moral und zuwenig Geld. Eine Gemeinsamkeit aber scheint sich nach dieser Woche doch anzukündigen. Nach den Geständnissen des amtierenden Klabautermannes befindet sich der CDU-Dampfer auf dem Weg in die Gewässer, in denen der Freitag schon seit langem nicht ganz ohne Erfolg kreuzt. Der gläserne Dampfer, den sich die Union der christlichen Seefahrt am Rande des Berliner Tiergartens hingesetzt hat, eine Art Titanic in Aspik, droht zum Geisterschiff zu werden, wenn der angeschlagene Lotse von Bord gehen sollte. Denn weit und breit ist niemand zu sehen, der nicht irgendwie beteiligt war am System Kohl.

Beim Freitag dagegen füllt es sich an Deck. Neu an Bord gegangen ist zum Jahresanfang nämlich auch noch Ulrike Baureithel, einst Mitbegründerin des Freitag vor zehn Jahren, zwischenzeitlich als freie Autorin erfolgreich in den Themen Frauen, Reproduktionsmedizin und Literaturkritik. Eigentlich war sie nie richtig weg, so häufig wie sie in den vergangenen Jahren dazu weiter bei uns geschrieben hat. Nun weilt sie auch körperlich wieder unter uns, während vorher meist ihr kritischer Geist über allen Wassern hing. Irgendwie hängt man halt doch an seinem alten Heimathafen, ahnt der

Schlussredakteur Ingo Arend

Liebe Leserin, lieber Leser,

dieser Artikel ist für Sie kostenlos.
Unabhängiger und kritischer Journalismus braucht aber auch in diesen Zeiten Unterstützung. Wir freuen uns daher, wenn Sie den Freitag hier abonnieren oder 3 Ausgaben gratis testen. Dafür bedanken wir uns schon jetzt bei Ihnen!

Ihre Freitag-Redaktion

00:00 14.01.2000

Ausgabe 43/2021

Hier finden Sie alle Inhalte der aktuellen Ausgabe

3 Ausgaben kostenlos lesen

Der Freitag ist eine Wochenzeitung, die für mutigen und unabhängigen Journalismus steht. Wir berichten über Politik, Kultur und Wirtschaft anders als die übrigen Medien. Überzeugen Sie sich selbst, und testen Sie den Freitag 3 Wochen kostenlos!

Kommentare