Talk im Hermann J. Abs-Saal

ENTSCHÄDIGUNG DER NS-OPFER Erinnern - vielleicht, aber so wenig wie möglich zahlen
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Ein wenig mehr Literatur hätte es schon sein können, raunte es an manchem Stehtisch über die Weingläser den Nachbarn zu", wusste kürzlich die Frankfurter Rundschau über eine Buchpremiere der besonderen Art zu berichten. Marcel Reich-Ranicki las aus seiner Biographie, von seiner Jugend im Warschauer Ghetto, wo seine Eltern vor den Peitschen der SS um ihr Leben rennen mussten, von Erniedrigung und Ermordung unzähliger Namenloser. Die Lesung, organisiert von der an den Verbrechen der Nationalsozialisten kräftig verdienenden Deutschen Bank, fand im Hermann J. Abs-Saal statt. Dass der Saal einem Manne gewidmet ist, der wegen seiner tiefen Verstrickung in die NS-Verbrechen zum Sinnbild der Zusammenarbeit von Industrie und Naziregime wurde, lässt die &