Überprüft

Dokumentationsproblem PISA-Daten doch nicht ganz falsch

Vergangene Woche (Freitag 46/2006) habe ich in dieser Zeitung über Fehler berichtet, die der Datenspezialist Joachim Wuttke bei PISA gefunden hat. Wuttke zog nun eine seiner Behauptungen zurück, nämlich dass alle Aufgabenschwierigkeiten bei PISA fehlerhaft berechnet worden seien. Nach einer Woche Suche im Technischen Bericht hat die PISA-Gruppe herausgefunden, dass nicht die im zugehörigen Kapitel angegebene Formel verwendet wurde, sondern eine andere, bei der eine Variable nicht wie angegeben 1, sondern 1,2838 ist. Der Befund richtig gerechneter Daten ist ausgesprochen beruhigend. Zwar erfahren wir aus PISA nichts Neues, schon gar nicht, was man besser machen könnte außer für Tests zu trainieren, zwar sind die Länderrangreihen hinfällig, zwar testet der Test nicht, was er testen soll und die Theorie drumherum ist nur Fassade, aber immerhin sind die fehlerhaft erhobenen Daten richtig zusammengerechnet. Das kann Deutschland schon 20 Millionen Euro wert sein.

Wolfram Meyerhöfer


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00:00 24.11.2006

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