Verführerisch

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Gäbe es sie nicht, man würde sie vermissen - Mutmaßungen über Angriffe der USA auf iranische Atomanlagen. Kommt es dazu noch vor Ende der Ära Bush? - wird wieder gerätselt. Wenn, dann blieben nur die Monate Juli und August. In diesem Fall könnte ein demissionierender Präsident dem republikanischen Nominierungskonvent Anfang September ein "Mission accomplished" zurufen. Ob dies freilich dem Kandidaten McCain zur Empfehlung gereicht? Ein Schlag gegen den Demokraten Obama wäre ein Militärschlag gegen Iran zweifellos. Dem Patrioten Obama bliebe nur der Schulterschluss mit dem Patrioten McCain und damit kaum Platz für den feinen Unterschied. Wahltaktisch für die Bush-Regierung eine verführerische Option, wäre da nicht die ungebrochene Lust des irakischen Premiers, den iranischen Präsidenten weniger als Paria denn als Partner zu behandeln. Bei seinem Treffen mit Mahmud Ahmadinedschad am 8. Juni in Teheran war Nuri al-Maliki sichtlich um Friedensgesten bemüht. Sollten die Amerikaner dennoch tun, was sie nicht lassen können, wäre al Maliki politisch erledigt - für die Schiiten im Iran und wohl auch für die im Irak. Aber vielleicht geht es auch darum.

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00:00 13.06.2008

Ausgabe 42/2021

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