Verkrachte Sieger

ISRAEL Weil sich die breite Wunsch-Koalition noch nicht findet, verteilt Ehud Barak zunächst einmal Posten
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Noch hat Ehud Barak gut zwei Wochen Zeit, um eine Regierung zu bilden: Doch so einfach, wie er sich sein »Vereintes Israel» vorgestellt hat, scheint es doch nicht zu gehen. Dabei sah es am Wahltag noch gut für ihn aus, als er mit überragender Mehrheit den regierenden Premierminister Benjamin Netanyahu schlug. Damals versprach Barak eine breite Koalition. Inzwischen zeichnen sich - zumindest vorübergehend - nicht nur knappe Mehrheiten, sondern möglicherweise gar eine Minderheitsregierung ab, gestützt auf die neue Zentrumspartei, das Linksbündnis Meretz, die anti-orthodoxen Partei Shinui, die Immigrantenpartei von Nathan Scharansky und der Nationalreligiöse Partei (NRP).

Zum ersten Mal schienen die alten kulturellen und religiösen Fronten in I