Verzicht auf soziale Trostpreise

FREIHANDELSVERTRAG EU-MEXIKO Im Unterschied zum NAFTA-Prozess werden den Gewerkschaften und NGO keine symbolischen Spielwiesen eingeräumt
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Der scheidende Präsident Ernesto Zedillo hat das Terrain für seinen Nachfolger bereitet und kann sich dabei - wie einst der NAFTA-Pionier Salinas de Gortari - mit internationalen Lorbeeren schmücken. Einen Tag vor den Parlaments- und Präsidentschaftswahlen am 2. Juli (s. nebenstehende Seite) tritt ein Freihandelsvertrag mit der EU in Kraft.

Unabhängige Gewerkschaften und NGO, die seit 1992 im Red Méxicana Frente al Libre Comercio (RMALC) vereinigt sind, suchen seit Jahren Kontakt zu europäischen Gruppen, um zu erwartende Konsequenzen des Abkommens mit der EU auf Arbeits- und Sozialstandards zu klären. In der deutschen Öffentlichkeit nimmt allerdings kaum jemand Notiz davon. Weder die Gewerkschaften, die sonst auf Standortgefahren sensibel reagier