Von Nutzen und Nachteil des Quiet Quitting

Arbeit Arbeitsmoral der Generation Z: Viele junge Menschen tun auf der Arbeit nur noch das, wozu sie vertraglich auch verpflichtet sind. Ist das schlimm? Im Gegenteil, findet unsere Autorin
Exklusiv für Abonnent:innen | Ausgabe 47/2022
Ein Gespenst geht um im Kapitalismus. Es ist das Gespenst des Quiet Quitting
Ein Gespenst geht um im Kapitalismus. Es ist das Gespenst des Quiet Quitting

Illustration: der Freitag

Wenn jemand sagt, etwas „fühle sich nicht nach Arbeit an“, rümpfe ich eigentlich die Nase. Als ob richtige Arbeit unangenehm zu sein hätte, schmerzhaft oder wenigstens öde. Als könnte, wer Freude empfindet, nicht am Arbeiten sein, jedenfalls nicht so richtig. Allzu deutsch kommt mir das vor, fast schon preußisch. Und doch ist es das Erste und Treffendste, was mir zu meiner eigenen Arbeit einfällt. Könnte ich mir einen Job backen, wäre der gar nicht so weit weg von meiner aktuellen Realität, denn ich lebe vom Schreiben. Genauer: Ich schreibe mehr oder weniger, wann, wie oft und worüber ich will, und werde dafür bezahlt. Ein sogenannter Traumberuf.

Neulich machte auf TikTok ein Video die Runde, das die Haltung meiner Gene

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