Von wegen Mufuti

Systemvergleich Zwischen Osten und Westen herrschte in Designfragen ein reger Austausch. Beide Länder waren sich ähnlicher, als man denkt. Alltags- und Designobjekte von hüben und drüben

Miteinander verwandt

DDR-Design gibt es ja genau so wenig wie DDR-Literatur. BRD-Design aber existiert auch nicht. Diese Zuschreibungen sind anachronistisch, und Experten wie Designer sprechen sich immer häufiger dagegen aus. Einigen wir uns doch auf einen neutralen Wortlaut: Design in der DDR und Design in der BRD.

Der Westen schrieb mit der Ulmer Hochschule für Gestaltung und Legenden wie Dieter Rams oder Egon Eiermann internationale Designgeschichte. Der Osten kommt darin bis heute nicht vor, dabei wurden dort durchaus auch Maßstäbe gesetzt. DDR-Design war mehr als Eierbecher und Multifunktionstische. Anfänglich konkurrierten beide Länder in der Entwicklung von Technologie und Produkten, später erlag man im Osten Ulbrichts Leitspruch und überholte nur noch, ohne einzuholen.

Stattdessen wurde die DDR zum Billiglohnland und produzierte massenhaft Waren für die BRD. Man kann das so sagen: Wurde der Osten nach dem Mauerfall vom Westen vereinnahmt, so war der Westen vorher vom Osten ziemlich unterwandert. Über 100 Produkte namhafter Firmen wie Bosch, Nestlé, Salamander oder Privileg wurden unter anderem durch die sogenannte Gestattungsproduktion in volkseigenenen Betrieben hergestellt, aber auch entwickelt – um anschließend im Westen konsumiert und genutzt zu werden. Ikea beispielsweise ließ schon ab den 1970er Jahren in über 60 DDR-Betrieben produzieren, darunter auch durch Strafgefangene in Zwangsarbeit.

In Volkseigenen Betrieben arbeiteten die DDR-Designer anonym, im Auftrag des Staates. Sozialistische Gestaltungsvorgaben allerdings gab es, anders als in der Literatur, aber nicht. Der Anspruch an gutes Design war allen immanent, nicht zuletzt deshalb, weil man die Traditionslinien an den Schulen weiter führte: Bauhausschule Weimar und Dessau, Hochschule für industrielle Formgestaltung Burg Giebichenstein. Im Osten galt die Bezeichnung Formgestalter, im Westen kam in den 1970er Jahren der Begriff Designer auf.

Die Designgeschichte der BRD wäre ohne die DDR-Designer nicht zu denken. Ost und West waren sich ähnlicher als gedacht. Die hier gezeigten Produkte sind auf ihre Art eng verwoben, miteinander verwandt und erzählen deutsch-deutsche Geschichte.


Ohne Trabi kein Golf

./resolveuid/eb2d5490fbbcd3dc0de9b465837b139fDDR, das bedeutete für viele eigentlich nur: Pappe + Zweitaktmotor = Trabant. Doch während man im Westen noch im luftgekühlten, heckmotorbetriebenen VW Käfer herumfuhr, tüftelten Fahrzeugbauer im Osten ab 1964 bereits an der Entwicklung eines neuen Klein­wagens in moderner Schrägheckform und mit Viertaktmotor.

Kaum vorstellbar, aber wahr: Der Trabant P603 (oben) war dann so stromlinienförmig wie ein Citroen DS, hatte Frontantrieb wie der Renault 4 und war damit für die DDR schlicht zu innovativ und teuer. Das Politbüro stoppte alle weiteren Forschungen, der Trabi blieb wie er war und wurde zum Sargnagel des Sozialismus.

Erst 1974 rollte im West./resolveuid/2251abe96c3e6125479e1c9e89ce2cceen der erste VW Golf vom Band (unten). Bis dahin hatte Volkswagen auf den Käfer gesetzt und sämtliche Neuerungen auf dem Automobilmarkt verschlafen. Der Golf rettete den Konzern aus der Krise und verkaufte sich schon zwei Jahre später zum millionsten Mal.

Dabei nutzte man großzügig die Kompetenz der Ost-Ingenieure und bestückte dank sogenannter Kompensationsgeschäfte die Autos mit Motoren Made in GDR.

PS: Aus Pappe ist der Trabi übrigens nie gewesen, sondern aus Kunststoff. Die Ironie der Geschichte: Ein innovatives Recyclingverfahren zur Herstellung von Autoteilen aus Pappe wurde in Chemnitz gerade erst entwickelt – nur die Wiedergeburt des Trabis in Form eines Elektroautos wartet noch auf einen Investor.


Zwei Seiten einer Dose

./resolveuid/51b2b4ad21c25187428e7c3b96ef5c3fAn den blau-weißen Cremedosen scheiden sich die Geister, ein Politikum waren sie allemal.

Ironisch könnte man die farbige Teilung auf der Florena-Dose als Manifestation beider deutscher Staaten interpretieren, während man bei Nivea mit dem weißem Kreis die Einheit propagierte. Aber nein, die private Gesichtspflege war natürlich nicht politisch.

Doch welche Dose war eigentlich zuerst da?

Florena ist das Produkt einer über 150 Jahre alten Parfümerie- und Toilettenseifenfabrik im sächsischen Waldheim, die bereits vor 100 Jahren nach Europa, Amerika und Südafrika geliefert wurde. Der Markenname Florena wurde 1920 patentiert. Schon 1911 brachte die Beiersdorf AG die Nivea Creme auf den Markt. Das typische blau-weiße Dessin kam erst 14 Jahre später dazu. Allerdings brauchten auch die Sachsen, mittlerweile in VEB Florena Werk Waldheim umbenannt, noch einmal mehr als 35 Jahre, um ihre Florena Creme auch in einer blau-weißen Anmutung herauszugeben.

./resolveuid/e0d22782bcf515f1c4993c7801e1cc4aSelbstverständlich klagte die Beiersdorf AG gegen das Design. Die DDR zeigte sich versöhnlich, allerdings in anderer Hinsicht: Noch vor dem Mauerfall wurde Nivea auch in Waldheim produziert. Nach der Wiedervereinigung schluckte die Beiersdorf AG dann Florena.

Nivea war also eher da, doch beide Cremes sind Produkte ihrer Zeit. Denn viele Kosmetikartikel wurden zu Beginn des 20. Jahrhunderts in blau-weißen Blechdosen abgefüllt. Florena war nur die Staatspflegeserie der DDR und so cremt man sich in den neuen Bundesländern noch immer gern mit Florena made by Nivea ein.


Eine Armee gegen Eiermann

./resolveuid/e1691e267fbdb5f5aef816c73547c7deZwei Stühle, ein Gedanke. Das kommt einem beim Betrachten der beiden Modelle in den Sinn. Wer erinnert sich nicht an das schäbige Kratzen und Scharren der Stuhlbeine auf den Fußböden der Klassen- und Seminarräume. Kippelnd und gelangweilt saß man sich auf diesen reduzierten Formholzstühlen der Moderne quasi den Hintern breit und die Jugend ab.

Der Westen nahm dabei auf dem organisch grazilen Stahlrohstuhl SE 68 von Egon Eiermann (unten) aus dem Jahr 1950 Platz. Der Osten auf dem bodenständig robusten Stapelstuhl Modell 3101 von 1959/60 (oben), Designer unbekannt. Modell 3101 war nur sehr selten verchromt. Aus Kostengründen wurden die Stuhlbeine mit schwarzem Kunststoff ummantelt, den man während des Unterrichts allzu gern abpulte. Aber zurück zu den Fakten.

Eg./resolveuid/e094cc37de36e1db21d5aa4de70d6ca3on Eiermann, der Architekt der westdeutschen Nachkriegsmoderne – verantwortlich für die Berliner Gedächtniskirche, den Langen Eugen in Bonn und die Olivetti-Türme in Frankfurt/Main –, schrieb mit seiner Stuhlvariante für Wilde + Spieth die internationale Designgeschichte neu. Dagegen wurde der volkseigene Entwurf aus dem VEB Stahl- und Industriemöbelwerk STIMA Dessau mit dem Namen „NVA-Stuhl“ gebrandmarkt. Fortan stand er der Nationalen Volksarmee der DDR millionenfach zur Verfügung. Doch diese Bezeichnung wird der Herkunft des Stuhles nicht gerecht. Das Möbelwerk in Dessau, nach 1945 zwangsweise verstaatlicht, ging nämlich eigentlich aus dem Traditionsunternehmen L Arnold hervor. Die Arnold-Werke waren Marktführer im Bereich Garten- und Stahlrohrmöbel; man arbeitete eng mit Bauhausarchitekten wie Marcel Breuer zusammen. Als VEB-Kombinat wurden hier Möbel als Massenware fürs Inland, aber auch fürs kapitalistische Ausland produziert.

Wer hätte damals schon gedacht, dass sich so manche sozialistische Losung, die man auf stundenlangen Stapelstuhlsitzungen ertragen musste, einmal ins Gegenteil verkehren würde. „Vorwärts immer, rückwärts nimmer“, war einer der Leitsprüche Erich Honeckers, der für den DDR-Stuhl heute allerdings nicht zutrifft.

Er feiert nun – aufgenommen in die Riege traditioneller Designerstühle – sein Comeback. Seit 1995 wird der DDR-Klassiker als hochwertiges Modell im Re-Design auch unter dem Namen Comeback wieder von L Stendal weltweit vertrieben. Befreit vom Plastiküberzug, dafür komplett verchromt und mit Sitzflächen in breiter Farbpalette zahlt man dafür heute rund hundert Euro. Das ist allerdings nur ein Drittel vom Preis des aktuellen Eiermann-Modells SE 68, das ebenfalls in mehreren Farbvarianten erhältlich, sein Comeback aber nie feiern musste.


Bitte schön stapeln!

./resolveuid/d585c3a33c64f19e409898fc804f855bBeide Hotelstapelgeschirrserien sind auf ihre Art im kollektiven Gedächtnis mit Kantinenlärm und Gaststättengeruch verbunden. Das westdeutsche „TC 100“ von Hans Roericht (unten) und „Rationell“ von Margarete Jahny und Erich Müller (oben) aus der DDR.

Roerichts Entwurf, seine Diplomarbeit an der HfG Ulm, wurde von Rosenthal bis 2008 produziert und schaffte es nach Erscheinen 1961 in die 3Sammlung des MoMA in New York. Die Jahny/Müller-Serie von 1970 für das VEB Porzellankombinat Colditz bereicherte die MITROPA-Speisewagen.

Hans ./resolveuid/2493cd0bed1a143cad72216f3800c87aRoericht wurde Professor an der HdK Berlin, Margarete Jahny erhielt den Designpreis der DDR. An dem VEB-Kannendeckel tüftelte sie und Müller akribisch, um einhändiges Bedienen und Ausschenken zu ermöglichen. Die Patentanmeldung aber war zu langwierig; das Prinzip wurde schnell von einer westdeutschen Firma kopiert.

Funktional, stapelbar, schmucklos rational bleiben beide Designklassiker. Zwar ist das „Mitropa- Geschirr“ zur Ramschware verkommen, das „TC 100“ ist dagegen wieder auf dem Markt: Made in China.


Vollbärte wie Karl Marx

./resolveuid/00f1cfc047579ea351cb29c989b0c534Die fünf Buchstaben der Marke Braun standen in den ersten Jahrzehnten der Bundesrepublik für Design in Reinform. Formvollendung, Innovation und Wahrnehmung waren vergleichbar mit der Marke Apple von heute. Grund war die enge Zusammenarbeit mit der Hochschule für Gestaltung in Ulm, die wichtigste Kreativschmiede Westdeutschlands.

Doch es war der elektrische Trockenrasierer, mit dem der Aufstieg der Firma Braun begann und der bis heute als Weltmarktführer durch die Übernahme von Gilette andauert. Braun lag ab den 1950er Jahren mit handlich formalen, sowie technisch neuartigen Lösungen wie beim Elektrorasierer „Special“ (unten) an der Spitze.

Im Gegensatz dazu brauchten Männer in der DDR eigentlich keinen Rasierapparat. Die Freikörperkultur war bekanntlich doch eine der wichtigsten Spielwiesen im Sozialismus und die Körperbehaarung ein ein­deutiges Zeichen der grenzenlosen Sehnsucht nach Freiheit. Die Männer trugen Vollbärte à la Karl Marx und die Frauen Schambehaarung ohne Rücksicht auf Kompromisse. An einem Mangel an Rasierapparaten kann das aber nicht gelegen haben.

Schließlich g./resolveuid/0a38068bb9e7b924b9c6d13614e31ecbab es den BEBO-SHER. Der Markenname für den DDR–Trockenrasierer wurde aus den Anfangsbuchstaben der Worte „Bergmann Borsig schnell hautschonend elektrisch rasiert“ abgeleitet. Im Berliner VEB Bergmann-Borsig hergestellt, von Jürgen Peters 1961 entwickelt, wurde allein der elektrische Trocken­rasierapparat Typ 014 (oben) über sechs Millionen Mal produziert. Mit einem Einzelhandelsverkaufpreis von 72 Mark war er nicht billig.

Braun stand hierbei nicht unabsichtlich Pate. Industriedesigner wurden bewusst beauftragt, Produkte der West-Erfolgsmarke zu kopieren, um sie dann teilweise wieder zu exportieren. Eigenständige, innovative Technologie- und Formentwicklungen waren zu teuer und langwierig und wurden von den Gestaltern schlicht nicht verlangt. So gibt es gerade im Elektrogerätebereich fast identische Ost-Duplikate, die einen objektiven Gesamtblick aufs DDR-Design zumindest einschränken.


Mit oder ohne Streifen

./resolveuid/8fd12f26f8c06643d04ac702c0d55313Die Ähnlichkeit im Aussehen, Wortlaut und Schriftzug ist frappierend. Puma versus Ilmia – der Klassiker ‚King’ (unten) von 1966 verglichen mit dem DDR-Stollen-Fußballschuh. Der weiße, flammenförmige Seitenstreifen ist fast identisch. Zwar war ‚King’ der erste Sportschuh mit Klettverschluss und begründete den Aufstieg von Puma, doch der Ilmia-Streifen ist älter.


Ilmia produzierte die Fußballschuhe der DDR-Oberliga und galt damit als Luxus. Namensgeber war der Fluss Ilm im thüringischen Stadtilm, seit 1898 Sitz der Schuhfabrik Paul Hoffmann Co, die schon in 1930er Jahren Sportschuhe herstellte. Puma ging bekanntlich aus einem Streit der Brüder Rudolf und Adolf Dassler 1948 hervor. Ilmia wurde 1972 zum VEB Kombinat Germina verstaatlicht, dem Sportartikelh./resolveuid/1cf875dda8db1f1d7c8339f08cd29d64ersteller im Osten. 1998 wurde die Produktion eingestellt.

Puma nutzte seine Marktstellung aus, um eine Wiederauferstehung von Ilmia durch ein Berliner Designerteam zu unterbinden. Seit 2005 existiert Ilmia dennoch wieder: als edles Liebhaberstück (oben) in ostdeutscher Handarbeit gefertigt, bevorzugt von urbanen Trendsettern. Ohne Streifen.


Dietel gegen Rams

./resolveuid/26472dffcbfe8b2cb35b97d2b87f3718

Dieter Rams ist so etwas wie der Moses der modernen Formgebung. Seine Gebote sind zehn Thesen, die besagen, dass gutes Design so wenig Design wie möglich ist. Unaufdringlich, ehrlich und langlebig. Apple-Produkte beispielsweise sind Reminiszenzen an ihn.

Rams prägte wie kein zweiter die industrielle Designgeschichte in ihren Anfangsjahren und damit vor allem das Erscheinungsbild der Marke Braun. Dort war Rams über 30 Jahre lang Chefdesigner. Einer seiner ersten Entwürfe war die Radio-Plattenspieler-Kombination SK 4 (oben) aus dem Jahr 1956. Auch bekannt als „Schneewittchensarg“.

./resolveuid/a618c19a885a14e93a7790ea543af789Nicht ganz so grazil, aber durchaus im Sinne Rams ist die Rundfunkgerätekombination RK 3 (unten) von HELIRADIO aus Limbach-Oberfrohna von 1964. Verantwortlich dafür war Clauss Dietel, der oberste Formverkünder der DDR. Zusammen mit Lutz Rudolph prägte er wie kein Zweiter das Erscheinungsbild der DDR: Wartburg, Simson, MZ, die nicht gefertigten Trabant-Modelle und viele andere Produkte stammen von diesem Duo. Sie entwickelten auch die die 1970er Jahre prägenden, kugelförmigen Lautsprecherboxen, die technisch und formal eine Innovation darstellten.

HELIRADIO war in der DDR, was Braun im Westen war: klares, funktionales Design. Die siebte Rams’sche These allerdings, wonach gutes Design langlebig sein sollte, galt für beide nicht. Der „Schneewittchensarg“ wurde bereits 1963 ein­gestellt, HELIRADIO wurde nach dem Mauerfall abgewickelt.


Birnenpflücker

./resolveuid/fb726c823d1773c58517d23e890f5333Auf der ganzen Welt sind die Stopper beim Skateboard hinten. Außer beim „Germina Speeder“. „Da waren Birnenpflücker am Werk“, sagt Titus Dittmann, Urvater des Skateboard-Sports in Europa, über das amateur­hafte Spielzeugbrett (oben), das Ende der 1980er Jahre vom VEB Schokoladen-Verarbeitungsmaschinen Wernigerode hergestellt wurde. Es wies auf der Rückseite sogar auf das „Befahren öffentlicher Verkehrsflächen verboten!“ hin. Doch stümperhaft war die Skater-Szene im Osten gar nicht. Sie agierte im Untergrund, aber mit internationaler Wirkung, wie der Dokumentarfilm This Ain’t California, der auf der diesjährigen Berlinale für Furore sorgte und im Sommer in die Kinos kommt, beweist.

Der R./resolveuid/65d7a8af5870f82eef44fd75e1e71765oller-Sport vereinte Ost und West. Skater in der BRD schmuggelten Material über die Grenze; in West-Berliner Skater-Läden wurden „Altkleidersammlungen“ für Ost-Kollegen intiiert und gemeinsame Wettbewerbe auf sozialistischen Boden veranstaltet. Da Heimwerkerei in der DDR allgemein sehr verbreitet war, wurden die Bretter kurzerhand selbst gebaut. Heute genießt das „Germina Speeder“ dennoch Kultstatus und Sammlerwert, auch für den Westdeutschen Dittmann, dessen Firma Marktführer in Europa ist.

Mit seinem Team scheiterte er in den Anfangsjahren an den Versuchen, aus selbst gepressten Hölzern eigene professionelle Skateboards „Made in BRD“ zu produ­zieren. So blieb es vorerst bei US-Importen. „100% Fun“ (unten) ist eines der ersten Boards, die das Hause Titus 1983 anfertigte. Selbstverständlich gab es zahlreiche Bretter westdeutscher Hersteller, die ironischerweise auch dem „Germina Speeder“ Konkurrenz machten.


(Fotos: günter höhne (Stuhl Modell 3101, geschirr Rationell, Bebo Sher, Germina speeder, HELIRADIO RK 3); braun (rasierer, sk4); August Horch Museum, Zwickau (trabant); charles01 (vw Golf); norbert schnitzler (stuhl se68); Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR, Eisenhüttenstadt (florena); nivea (Creme); © HfG-Archiv, Ulmer Museum, Ulm (geschirr tc 100); ilmia, puma (schuhe); titus)

Kristin Hensel, 1979 geboren in Leipzig, studierte an der Hallenser Burg Giebichenstein Hochschule Modedesign. Sie arbeitet als Modedesignerin und Dozentin für Design in Berlin. Über deutsch-deutsche Dinge des Alltags könnte sie ewig reden

Liebe Leserin, lieber Leser,

dieser Artikel ist für Sie kostenlos.
Unabhängiger und kritischer Journalismus braucht aber auch in diesen Zeiten Unterstützung. Wir freuen uns daher, wenn Sie den Freitag hier abonnieren oder 3 Ausgaben gratis testen. Dafür bedanken wir uns schon jetzt bei Ihnen!

Ihre Freitag-Redaktion

14:00 07.04.2012

Ausgabe 32/2020

Hier finden Sie alle Inhalte der aktuellen Ausgabe

3 Ausgaben kostenlos lesen

Der Freitag ist eine Wochenzeitung, die für mutigen und unabhängigen Journalismus steht. Wir berichten über Politik, Kultur und Wirtschaft anders als die übrigen Medien. Überzeugen Sie sich selbst, und testen Sie den Freitag 3 Wochen kostenlos!

Film der Woche
Der letzte Mieter

Beklemmender Berlin-Thriller zum Thema Gentrifizierung: Das letzte unsanierte Haus in einer schicken Wohngegend wird geräumt. Die meisten verbliebenen Mieter fügen sich ihrem Schicksal, doch Dietmar (W. Packhäuser) weigert sich. Das Spielfilm-Debüt des deutschen Regisseurs Gregor Erler überzeugt seit seiner Weltpremiere auf zahlreichen Festivals

Kommentare 8

Avatar
Ehemaliger Nutzer | Community