Was will der in Magdeburg?

Zweimal Deutschland Eine überflüssige Betrachtung zur literarischen Einheit
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Ich frage mich, ob es überhaupt noch von Belang ist, zwölf, dreizehn Jahre nach der deutschen Einheit anzumerken, dass Deutschland literarisch nicht zusammengewachsen ist. Es hat bisher niemanden gestört, warum soll es jetzt noch Thema werden? Hier noch einmal Biss zu zeigen, erschüttert nichts und niemanden mehr und ein sachlicher Ton mündet unversehens in ein resümierendes Schlusswort. Wer wird denn nachtragend sein!? Denn es gibt sie ja, die Gesamtdeutschen! Die neue Generation von Autoren, die zur Wendezeit noch Schulkinder in Deutschland Ost waren, sind wie selbstverständlich hineingewachsen ins große Ganze: Brussig, Schulze, Kurbjuweit, Jakob Hein und Co., sicher auch noch drei Handvoll mehr. Sie gehören aus dem nachtragenden Schlusswort a