Wer gewinnt die US-Präsidentschaftswahlen?

Freitagsfrage Die Siegerin des US-TV-Duells scheint ausgemacht, ein Wahlsieg keineswegs. Wir wollen von Ihnen wissen, ob Hillary Clinton die Wahl gegen Donald Trump gewinnen wird
Wer gewinnt die US-Präsidentschaftswahlen?

Foto: TIMOTHY A. CLARY/AFP/Getty Images

Es war die bislang wichtigste Nacht im US-Wahlkampf: Gestern duellierten sich Hillary Clinton und Donald Trump in einer TV-Debatte. Die Mehrheit sowohl der deutschen als auch der US-amerikanischen Medien sehen Hillary Clinton klar als Siegerin des Schlagabtauschs. Auch eine Blitzumfrage des Senders CNN ergab, dass 62 Prozent Clinton als Gewinnerin des Duells nennen, 27 Prozent Trump.

Trotzdem ist Clintons Sieg bei der Wahl noch nicht ausgemacht: Die Umfrage der Analysewebseite 538 sieht Clinton derzeit bei 54,8%, Trump bei 45,2%. Die Popular Vote, welche nur Wählerstimmen zählt, ohne das bundesstaatliche System der Wahlmännergremien zu berücksichtigen, verkleinert den Abstand noch weiter: Dort liegt Clinton bei 46.4%, Trump bei 44.9%. Zudem könnte der mediale Zuspruch für Clinton den Kandidaten Donald Trump in seiner Rolle als Underdog weiter stärken. Wir wollen wissen, wie in Deutschland das Ergebnis für die Wahl eingeschätzt wird.

Um das heraus zu finden, kooperieren wir mit demMeinungsforschungsinstitut Civey, das repräsentative Umfragen im Netz erstellt. Bereits jetzt hat die Umfrage im Auftrag des Freitag aufschlussreiche repräsentative Ergebnisse erzielt: So glauben 70 Prozent der Deutschen an einen Wahlsieg von Hillary Clinton bei der US-Präsidentschaftswahl. Leichte Unterschiede gibt es bei der Einschätzung zwischen Männern und Frauen: Während nur 16% der Frauen Trump die besseren Chancen zum Wahlsieg zuschreiben, glaubt immerhin jeder vierte Mann (25,4%) an Trump als Präsidenten.

Deutliche Unterschiede gibt es hingegen bei den Parteien: Hier setzen als einzige die Anhängerinnen und Anhänger der AfD deutlich auf einen Sieg von Donald Trump (61,1%). Die Anhängerinnen und Anhänger anderer Parteien sehen einheitlich, wenn auch unterschiedlich stark, Clinton vorne (CDU/CSU: 81,7%; Grüne: 85,8%; Linke: 68,6%, SPD: 92,7%).

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Sie können auch ohne weiteres Zutun an der Umfrage teilnehmen. Um aber anschließend direkt die repräsentativen Ergebnisse – inklusive Zeitverlauf und statistischer Qualität – einsehen zu können, ist eine Anmeldung notwendig. Dabei werden Daten wie Geburtsjahr, Geschlecht, Nationalität, Emailadresse und Postleitzahl abgefragt. Diese Daten werden vertraulich behandelt, sie sind lediglich notwendig, um Repräsentativität zu gewährleisten.

Grundlage der Arbeit von Civey ist eine neu entwickelte statistische Methode. Wie das genau funktioniert, kann man hier nachlesen. Mehr Hintergründe zu Civey, den Partnern und der Philosophie dahinter finden Sie hier. Civey arbeitet mit der Hochschule Rhein-Waal zusammen.

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12:06 27.09.2016
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Ausgabe 42/2021

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