Wladimir Putins bisher schroffste Kampfansage an den Westen

Klartext im Kreml Das Fazit des russischen Präsidenten Wladimir Putin bei seiner emotionalen Rede am 30. September lautet: „Sie wollen uns nicht als freie Gesellschaft sehen, sondern als eine Menge seelenloser Sklaven“
Exklusiv für Abonnent:innen | Ausgabe 40/2022
Wladimir Putin verkündet in Moskau die Annexion von Luhansk, Donezk, Cherson und Saporischschja
Wladimir Putin verkündet in Moskau die Annexion von Luhansk, Donezk, Cherson und Saporischschja

Foto: Natalia Kolesnikova/AFP/Getty Images

Was am 30. September im Georgssaal des Kremls Abgeordnete der Staatsduma, des Föderationsrates und Gesandte der russischen Elite zu hören bekamen, geriet zur bisher schroffsten Kampfansage an den Westen. Wladimir Putin nutzte die Unterzeichnung eines Vertrages, der die Annexion der größtenteils besetzten ostukrainischen Regionen Lugansk, Donezk, Saporoschje und Cherson regeln soll, zur Generalabrechnung. Der Westen, so Putin, wolle Russland „schwächen und zerfallen sehen, wovon er immer geträumt hat“. Er sei darauf aus, „jenes neokoloniale System“ zu erhalten, das es ihm gestatte, sein parasitäres Dasein zu fristen und die Welt auszuplündern „zugunsten der Macht des Dollars und eines technologischen Diktates“.

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