Zeitenwende der Erinnerung

LIEBE IN ZEITEN DES SPANISCHEN BÜRGERKRIEGS Der Philosoph Moshe Zuckermann über den Wandel des Holocaustgedenkens in Israel und Deutschland
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Von den israelischen Medien wurden die Diskussionen um das Berliner Holocaust-Mahnmal kaum beachtet, allenfalls befremdlich-distanziert und als ausschließlich innerdeutsche Angelegenheit am Rande kommentiert. Daß ausgerechnet Israel dem aufwendigen, nach internationaler Aufmerksamkeit heischenden Diskurs um die adäquate Formen deutscher Gedächtniskultur ihre Beachtung vorenthält, mag wie eine mehr oder weniger bewußt gewählte Form der Verweigerung gesehen werden, dem »Land der Täter« Hilfestellung bei seiner Vergangenheitsbewältigung zu leisten. Als Moshe Zuckermann, Geschichts- und Philosophieprofessor an der Universität in Tel Aviv, Sohn von Überlebenden des Holocausts, einer Einladung der PDS in den Bundestag folgte, um se