Zwei Tonnen pro Kopf

BONNER KLIMAKONFERENZ Während der Meeresspiegel steigt und Millionen Menschen bedroht, verhandelte der Norden über das, was andere tun sollen
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An eindringlichen Appellen hat es auch diesmal nicht gefehlt. Vertreter der Pazifikstaaten nutzten die Klimakonferenz, die am vergangenen Wochenende in Bonn zu Ende ging, um von den bereits sichtbaren Folgen des globalen Klimawandels zu berichten. Absterbende Korallenriffe nehmen den Atollen ihren Wellenschutz und den Fischern Einkommen und Nahrung. Der steigende Meeresspiegel beginnt, das Grundwasser der niedrig gelegenen Inseln zu versalzen. Von häufigeren Unwettern, von Dürren und von der Ausbreitung der Malaria war die Rede. Das Jahr 1998 war das wärmste des ausgehenden Jahrtausends und das zwanzigste in Folge, das über dem langjährigen Durchschnitt lag.

Doch von der Dringlichkeit der Situation war in Bonn trotzdem wenig zu spüren. "Ich frage mich manchmal,