Clara zwischen den Welten

Kino In Annika Pinskes „Alle reden übers Wetter“ versucht eine Bildungsaufsteigerin zwischen Universitätsbetrieb und fremdgewordener ostdeutscher Heimat zu sich selbst zu finden
Exklusiv für Abonnent:innen | Ausgabe 37/2022
Unterwegs in zwei Welten, aber in keiner zuhause: Clara (re.), gespielt von Anne Schäfer
Unterwegs in zwei Welten, aber in keiner zuhause: Clara (re.), gespielt von Anne Schäfer

Foto: Grandfilm

Clara (Anne Schäfer) wandelt zwischen den Welten. Und ist in keiner richtig zu Hause. In der einen schreibt sie an ihrer Doktorarbeit, arbeitet als Philosophie-Dozentin an einer Berliner Universität, versucht sich mit dem Institut und den Gepflogenheiten der Mitarbeiter zu arrangieren. Die andere ist ihre Heimat, die ihren Namen doch nicht recht verdient.

Das Dorf in Mecklenburg-Vorpommern, in dem sie aufgewachsen ist, ist ihr fremd geworden. Vor allem seine Menschen, deren Einstellung zum Leben. Sosehr sie sich auch bemüht, in beiden Welten Fuß zu fassen, überlagert die eine doch stets die andere, scheint durch, und macht so ein echtes Ankommen unmöglich.

Regisseurin und Drehbuchautorin Annika Pinske hat mit Alle reden übers Wetter eine bemerkenswerte Mili