derKrieger

Julian M. Freiburg, Zirkuskind. - Mich treibt zumeist um, was im blinden Fleck der Debatten bleibt &/oder unhinterfragt vorausgesetzt wird.
derKrieger
RE: Anbiedern und anbieten | 30.09.2021 | 11:43

Es ist ermüdend, die immer gleichen Falschbehauptungen zu korrigieren. Also nichmal: Sarah Wagenknecht hat nicht deshalb bei vielen Wählern Anklang gefunden, weil sie sich für soziale Belange einsetzt, die die Partei die Linke nicht beachtet, das ist eine Unverschämtheit. Wagenknechts Analyse der "Lifestyle-Linken", der ich in Vielem zustimme, trifft sehr viel eher auf das Milieu der Grünen zu als auf die Überzeugungstäter, die sich immer noch trotz der Chancenlosigkeit jeder linken Politik in Deutschland die Partei die Linke unterstützen. Nein, die Wahrheit ist eine ganz andere, & ich denke einmal, das weiß der Verfasser durchaus. Also ans Licht damit:2017 erfolgte in Deutschland eine brutale Rechts-Wahl. Grund dafür war ein einziges Thema: Die Ablehung von Zuwanderung aus armen Ländern. Nur wer "für uns nützlich sei" solle einreisen dürfen, so lautete die Forderung des "Volkes", der Nachfahren jener, die Rampen errichteten, wo die arbeitsfähigen von den nicht lebenswerten (Angea Merkel: "Manche Menschen sind eben nicht schutzwürdig") selektiert wurden.2019 zeigten die Grünen in der Europawahl, dass auch sie "verstanden hatten" (H. Seehofer) & erklärten zum Thema Migration plötzlich nur noch, dass die europäischen "Außengrenzen" natürlich gesichert werden müssten. Damals begann der Höhenflug der Grünen zur neuen deutschen Volkspartei. Zeitgleich wurde die Linke, die sich bedingungslos auf die Seite der Migranten stellte, brutal abgestraft. Dasselbe hat sich nun in der Bundestagswahl wiederholt, weil das Migrations-Thema in Wahrheit das wichtigste politische Thema dieser Zeit ist, nicht der Klimawandel. Die Linke hat viele Wähler verloren aus diesem einen Grund: Weil sie sich nicht bereitgefunden hat, sich an den Ungeist dieser Zeit anzupassen, weil sie für Humanismus geworben hat statt sich der Unmenschlichkeit anzubiedern wie alle anderen Parteien.Sarah Wagenknecht ist bei diesen(!) Wählern sehr beliebt. Weil sie sich bei ihnen anbiedert & ihnen sagt, dass sie doch Recht damit haben, dass die Ausländer bleiben sollen, wo sie herkommen. Und NUR deshalb. Nicht, weil sie irgendwelche linken Positionen für die Anliegend der kleinen Leute vertritt. Selbst wenn sie das tun mag, ist das nicht der Grund, warum diese Leute, die die Linke nicht wählen, auf allen Kanälen schreien, dass sie sie wählen würden, wenn sie wie Sarah Wagenknecht wäre. Es ist deshab auch gut, dass "aufstehen" ein Flop wurde & stattdessen #unteilbar bewiesen hat, dass zumindest in der Zivilgesellschaft der Glaube an die Menschlichkeit noch lebendig ist.

RE: Wir bomben nicht für jeden | 28.04.2019 | 17:42

Fast vergessen: Herlichen Dank für den sachkundigen Beitrag! Verglfichbares sucht man bei den "Qualitätsmedien" vergeblich.

RE: Wir bomben nicht für jeden | 28.04.2019 | 17:17

Alles, was Haftar tun muss, um die begeisterte Unterstützung Italiens & Deutschlands, etc. zu gewinnen, ist zu versprechen, dass er die Freiheitsberaubung & Internierung von Flüchtlingen in Folterlagern & Sklavenhöllen beibehalten oder sogar verschärfen wird.

RE: Helmut Lethen: Zwischen den Stühlen | 13.01.2019 | 23:29

Immer wieder erstaunlich, dieser deutsche Phantomschmerz mit der angeblichen "ethnischen Identität". Hilft alles nichts, auch nicht, dass ich selbst ein begeisterter Jünger-Leser bin: Herr Lethen hat da etwas nicht kapiert, & mit seiner rechten Frau wird er da wohl auch nicht mehr klüger werden.Auch Afghanen haben keine "ethnische Identität", Herr Lethen. Nur Nazis haben das. Oder brauchen das. Oder wissen sogar scheinbar genau, was das eigentlich sein soll. Wenn Ihnen da also etwas fehlt, müssen Sie es bei den Nazis suchen. Die haben das. Brauchen das. Tun mir leid.

mfG ^^

RE: Anträge für Deutschland | 13.03.2018 | 14:34

Sehr gut beobachtet. Aber das war doch von Anfang an vorhersehbar.

RE: Zum Angstmacher liberalisiert | 10.02.2018 | 14:50

Das ist alles ganz richtig, aber um diese Zeit ein bisschen hintendran. Ich denke, man kann zum jetzigen Zeitpunkt klar sagen, dass es Ziel der Agenda 2010 war, einen zweiten Arbeitsmarkt zu errichten, auf dem die Arbeitnehmer-Rechte iW ausgehebelt sind, & immer mehr Arbeiter auf diesen zweiten Arbeitsmarkt abzudrängen. Und genau das findet nach wie vor statt. So haben alle vor allen Angst, Solidarität findet nicht statt, divide et impera. Ausgeklügelt vom Folterinspektor F.W. Steinmeier & einschlägig vorbestaften "Bunga Bunga" Ausverkäufer von Arbeiterrechten P. Hartz. Ganz ehrlich, Schröder war sich natürlich bewusst, dass er die Arbeiter an die Bosse verkauft. Aber die Feinheiten dieses perfiden Werks hat er doch nie durchblickt.

RE: Gegner, nicht Feind | 28.09.2017 | 19:00

Ich stimme Ihnen vollumfänglich zu. Ich freue mich über Ihren Beitrag, er ist selten & richtig. Bis auf Eines: Flüchtlinge & Diskussion sind kein Scheinthema. Und auch wenn ich Ihnen von Herzen zustimme, dass man bei aller Empörung über die WORTE der AfD nicht vergessen darf, dass durch politisches HANDELN bislag nur die CDU permanent den Rechten von Migranten geschadet hat, kommen beide eben nicht aus dem Nichts. Vielmehr ist die Frage, wer in einer demokratischen Republik Deutschland das Volk sei, bs heute nie geklärt worden. Für einen erheblichen Teil der deutschen Bevölkerunglautet die Antwort nach wie vor: Wer deutscher Abstammung ist. Dieser Frage kann nicht länger ausgewichen werden.

Und deshalb braucht es nicht NOCH einen feigen Akteur, der das Thema Migration ängstlich vermeidet & statt dessen mit Hohlformeln wie "sozialer Gerechtigkeit" um sich wirft. Es braucht einen Akteur, der feststellt: "Migration IST Menschenrecht." Der fordert: "Wir verlangen eine UNTERgrenze jährlich aufzunehmender Neubürger." Der bekennt: "In einer globalisierten Welt GIBT es keine Außengrenze, nur ein global agierendes Kapital & eine national gegängelte Arbeiterschaft."

Angesichts der endemischen Fremdenangst der Deutschen wird dies natürlich ein unbequemes Wagnis sein. Aber eben angesichts dieses Faktums auch ein unerlässliches. Wir müssen hoffen, dass es gelingt eine Mehrheit für eine Zukunftsgesellschaft zu gewinnen. Und mit dieser Mehrheit die Veränderung mit aller Staatsgewalt gegen die Völkischen durchzusetzen. Einen Konsens kann es zwischen diesen Lagern nicht geben.

RE: Wie von Ernst Jünger ersonnen | 12.07.2017 | 14:48

Jetzt mal ganz ehrlich: Sie haben doch nie irgendwas von Ernst Jünger gelesen, oder? :)

RE: Im Jagdmodus | 03.08.2016 | 18:17

Der Autor erklärt, "besorgte Bürger", die in Menschen, die sich nach einem Leben in Freiheit & Würde sehen - zu Recht - eine Bedrohung erkennen, in ihren erbärmlichen & niedrigen Gesinnungen auch noch zu bestätigen, das sei eben Realpolitik. Nun, das kann nur eine sehr ehrenhafte Ansicht sein, denn das erklärt die CDU seit 70 Jahren. Frau Wagenkencht hat sich nicht erst durch diese neue Volte als durch & durch bourgeoise geoutet, das ist die eigentliche Ironie. Aber selbst die entgeht ihren Kritikern & Verteidigern gleichermaßen. Was ich mir am meisten für Deutschland wünschen würde, wären intelligente Diskurse. mfG

RE: Gerechtigkeit entsteht vor Gericht | 20.07.2016 | 09:50

Ja, da bin ich für! Öffentliche Bitte um Entschuldigung, live zur besten Sendezeit. Wenn sie ein Script für eine solche Veranstaltung brauchen, wenden Sie sich bitte an Herrn J. Stalin, Roter latz, Moskau.

Zudem ist ihre Darstellung des Geschehens falsch, kein Zufall, würde ich vermuten. Es bestand keine akute Gefahrensituation mehr, es waren keine bedrohten Zivilisten in der Nähe, nur zwei schwerbewaffnete SEK-Beamten gegen einen 17-jährigen ohne Schusswaffen. Ich bin selbst an der Schusswaffe ausgebildet & kann Ihnen versihern: Wer in solch einem Szenario behauptet, es gäbe keine Alternative zu tödlicher Gewalt, der lügt.

Mordlust oder perfide Absichten unterstellt damit niemand. Menschen machen manchmal auch einfach Fehler. Aber es ist das Merkmal eines rechtsstaates, dass polizeiliches Handeln sich solchen kritischen Fragen stellen muss.

Es ist, wie gesagt, das Zeichen totalitärer Staaten, dass man Menschen mit "abweichender" Meinung öffentlich vorführt & zu demütigenden Entschuldigungsritualen nötigt.