Dersu Usala

Gefangen im Bewusstsein des Unlösbaren, zu lösen nur durch Lösen vom Bewusstsein.
Dersu Usala
RE: "Es liegt nicht an dir..." | 20.12.2019 | 14:58

Analogien gesehen und geschrieben, gefällt mir. Als Therapeut der Beziehung sind Sie nicht ungeeignet. Wie sieht es aus als Krisenpartner, du und das System (da stimme ich der Vokabel von w.endemann zu), wie sieht es aus mit eurer Beziehungsarbeit?

RE: Dauergrinsen, Kicherorgien | 22.02.2018 | 12:08

Wie ist "Elternhäusern mit niedriger Bildungsherkunft" definiert? Ist man da schon raus, wenn ein Elternteil ein FH-Abschluss hat? Vermute ich. Dann würde ich vermuten, dass seit 1991 der Anteil der "Elternhäusern mit niedriger Bildungsherkunft" an der Gesamtmenge der Elternhäuser abgenommen hat. Wenn ja, muss man das mit reinrechnen in die Aussage "der Anteil der Studenten aus Elternhäusern mit niedriger Bildungsherkunft ist stark gefallen". (Auch wäre es interessant, die Gesamtmenge der Kinder klassifiziert nach ihrer Bildungsherkunft und ihrem Studentenanteil damals und heute zu vergleichen, absolute Zahlen, relative Zahlen, und was soll es bedeuten :-O - wir brauchen mehr Daten!).

RE: Leipziger Batzen gibt auf | 17.01.2018 | 09:09

Werden Einkommen in Lindentalern eigentlich bei Antrag auf Sozialleistungen berücksichtigt, oder bei der Steuererklärung?

Heuchlerische Frage, okay. Antwort ist: Nein. (würde mich überraschen, wenn es anders ist) Dass Menschen sich zu neuen Solidargemeinschaften zusammenschließen ist zu begrüßen, dass sie sich anderen entziehen, kann kritisch sein. Siehe private Krankenversicherung.

Wenn's Spass macht - ist es schon mal gut.

RE: Ganz bewusst konservativ | 18.11.2017 | 21:41

in einigen Stunden sehe ich es so, treuloses Weib... und merke dabei, dass diese Sichtweise schräg ist und einiges ausblendet. in anderen Stunden ist alles prima wie es ist, zum Glück ist es nicht anders. und manchmal frage ich mich, wass die Ehe-Erfinder sich dabei gedacht haben, und was die Gesetzschreiber sich dabei gedacht haben. warum hat mensch (bürger) überhaupt das recht, eine ehe anzufangen, warum darf man man einen auswählen, für den gesetzlich anerkannt andere regeln gelten, und dann darf man das beenden uvm. Mit Sicherheit ist da einiges immer weitergewachsen und war in der heutigen wirkung nicht vorausgesehen. Merkwürdig: Warum gibt es keine Staaten ohne Ehemöglichkeit? Gab es das mal, und hat sich das aus sozialdarwinistischen Gründen erledigt?Gibt es einen Zusammenhang zwischen Monotheismis und Einehe? (scheint mir nicht so zu sein)

RE: Ganz bewusst konservativ | 16.11.2017 | 20:46

Ist schon richtig. Der reiche geschiedene Mann ist aber geanauso unterhaltpflichtig, wenn sie ihn verlässt. Ob er dann wirklich mehr vom Leben hat, kommt drauf an, wie die Kinder bspw.

Beispiele sind eben auch nur Beispiele. Dass die akademische Frau n deinem Beispiel Karriere und Erfüllung gefunden hätte, wenn.... ist im Dunkeln.

Es liegt hier eine Gemengelage von Moral und Beistandspflicht vor. Die standesamtliche Ehe hat eigentlich keine moralische Komponente. Es wird vom Atheisten trotzdem Moral reininterpretiert, und das wird im Vornherein eher wenig besprochen. Die christliche Moral, Treue, Liebe bis ans Lebensende, sowas ist out aber in jedem doch noch drin. In verschiedener Tiefe.

RE: Ganz bewusst konservativ | 15.11.2017 | 14:16

Kann ich verstehen, dass man sich fragt, warum das Scheidungsrecht einem Geld wegnimmt, obwohl man’s so nicht wollte. Für die Kinder ist man verantwortlich, lebenslang, logo, warum für die Ex? Warum es Eheprivilegien gibt, sollte man sich dann natürlich auch fragen, den evtl. angesammelten Steuervorteil muss man nicht zurückzahlen. Die ungleichen Karrierechancen kann man eh nicht zurückzahlen. Dass die/derjenige die andere Chance bei anderem Lebenslauf eh nicht nutzen wollte, kann man unterstellen – das eigene Leben wäre dann allerdings auch anders verlaufen, ohne Opferbereitschaft keine Fortpflanzung, etc pp, endlos usw.

Dass Jan F. schwere Stunden hatte, will ich ihm nicht absprechen. „Andere hatten es noch schwerer“ –Aussagen finde ich da fehl am Platze, es gibt gewiss in jeder gesellschaftlichen Hemisphäre Individuen, die dann sagen ‚ich kann nicht mehr, ich will nicht mehr‘ und das ist dann zu akzeptieren. Man (das scheidungsereilte Individuum) muss dann irgendwann checken, hier geht nichts mehr weiter, also muss ich anderswo; aber rückstandslos raus komme ich halt nicht mehr; der Haupthaarwuchs folgt auch einem linearen Schema; jetzt ist die emotionale Reifung merklich in der Phase.

Ob ein Profi wie Fleischauer dazu ein Buch schreiben muss – und für wen er das eigentlich macht, das sind die Fragen, die ich gelten lasse. Ick will mich damit aber nicht befassen, habe gerade Sachen zu tun, die mir wichtiger erscheinen.

Irgendwie zur Ehe habe ich auch zuletzt was geschrieben, aber was genau müsste ich nochmal lesen. Heute wird’s nicht mehr.

RE: Der Zukunft abgewandt | 02.08.2017 | 09:06

Ihre Mosaik-Bedenkungen sind eine schöne Metapher zum Zeitgeist, das heutige Leben zeigt viele bunte Glitzerschnipsel, diese fügen sich aber nicht zu einem Gesamtbild. Wie die Liste der facebook-Meldungen. Die Zahl der Schnipsel ist sehr groß, wieviele kann man ordnen, zu etwas Größerem fügen? Zu anderen Zeiten glaubten mehr Leute, es würde sich zu einem Ganzen fügen. Vielleicht gibt es diese Art Leute auch noch, aber sie sind nicht in der Position, die Welt sichtbar zu gestalten. Andererseits, die pompöse Wandbildnerei im Sozialismus kam mir wie eine vorsätzliche Selbsttäuschung vor. Allerdings habe ich nur die Endzeit in der DDR einigermaßen wach erlebt, Jahrgang 76.

RE: Was die Tech-Industrie mit Marx zu tun hat | 02.08.2017 | 08:38

Zitat: Wir produzieren heute viermal so viele Nahrungsmittel auf einem Drittel der Fläche mit einem Zehntel der Bauern. - Die landwirtschaftliche Nutzfläche ist heutzutage nur ein Drittel im Vergleich zu 1848, echt? Gibt es dafür eine Quelle?

RE: Size matters! | 22.02.2017 | 12:38

Bei den Randgruppen, den ganz großen Männern und den ganz kleinen Frauen, kann die Liebe demnach nicht das wahre Wesen berühren. Schade.

Zu den Unsagbarkeiten sage ich mal heute, dass es (hierzulande) ein sehr libertärer Markt ist, entsprechend konkurrenzgetrieben und mit Regeln, die zunehmend keine sind. Unfreiheit ist natürlich uncool. Und dann gibt es Denkströmungen, die die konkurrenzfeiernde Liberalität primär auf ökonomischem Gebiet feiern, in der Liebe nivellierende/angleichende Verteilung wollen, andere Denkströmungen wollen primär nivellierende ökonomische Umverteilung usw. Die Menschen haben ein Kontingent an Liberalität und verteilen es, wie es ihnen gefällt, bzw. wie es ihnen in Sichtweite vorgelebt wird. Und ich falle mal hie rund mal dort in die Strömung, baue einen Damm, reiße ihn ein, etc…(;

RE: Neues aus der Kunststadt Dresden | 10.02.2017 | 14:18

Ich find's cool. Die meines Erachtens enthaltene Botschaft "Wiederaufbau ist möglich" (= ihr dürft hoffen) wäre vor der Staatskanzlei nicht enthalten.