Angela von Sinnen

Blödsinn von Amts wegen – Hella von Sinnen blödelt von Berufs wegen auf Bühnen und im Fernsehen. Eine „Angela von Sinnen“ profiliert sich als Kunstfigur, die im Kanzleramt gastiert.
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Gäbe es zum „Unwort des Jahres“ auch einen „Unsatz des Jahres“, könnte die BRD-Regierungskünstlerin mit „Wir schaffen das!“ in die Annalen eingehen. Als Unwort sollte sich „Willkommenskultur“ bewerben. Aber da ist noch viel mehr…

Wie frei ein Land ist, merkt man an den Fragen von Journalisten. An deren Art, wie sie einer Sache durch Nachfragen auf den Grund gehen oder Fragen eher wie Wattebäuschchen werfen, damit sie nicht wehtun. Darin sind die meisten deutschen Journalisten sicherlich schon Meister ihres Faches.

Nicht so die Schweizer und etwa die Österreicher. Sieht man sich „10vor10“ oder „ZIB“ an, mag man sich im falschen Film fühlen: Wo gibt’s denn so was? Was nehmen sich die Moderatorinnen oder Moderatoren da heraus? Welch eine Frechheit, Studiogästen derart unverschämt auf den Zahn zu fühlen! – Pfui!

Es geht auch ohne

Ein erbarmungsloses Schicksal hat es gefügt, dass bundesdeutsche Politiker durch Nachrichten von deren Handeln zur Zeit Antworten auf selbst die denkbar härtesten Fragen geben. Allerdings tun sie das, ohne dass solche Fragen je gestellt werden. Eine Frage „Haben Sie nicht auch den Eindruck, dass die Kanzlerin nicht mehr ganz bei Sinnen ist?“ braucht man gar nicht erst zu stellen. So etwas würde auch kaum jemand zu fragen wagen. Dass aber eine derartige Frage gedanklich bereits gestellt worden sein könnte, zeigen die „Statements“ etwa von Siegmar Gabriel (SPD) oder von Horst Seehofer (CSU). Auch CDU-Politiker ließen sich zu Äußerungen hinreißen, als gingen sie mit ihrer eigenen Parteipolitik und speziell mit der Kanzlerdarstellerin keineswegs mehr konform. Als sei da jemand geistig weggetreten gewesen und habe dadurch eine „Lawine“ losgetreten. – Angela von Sinnen?

„Angela von Sinnen“ mag sich auch daraus ergeben, dass dieser Kunstfigur eine Person untersteht, die einstmals als Kanzlerin der Bundesrepublik Deutschland unter Eid beteuert hat, den Nutzen des deutschen Volkes zu mehren und Schaden von ihm abzuwenden. Jeder sieht und erlebt es bis dato täglich, dass durch Eigenmächtigkeiten der Kunstfigur der Nutzen von teils gewaltsam auf deutschen Boden gelangenden Ausländern gemehrt und ein Schaden für das deutsche Volk verursacht wird. Schon jetzt wird der mittelfristige „Schaden“ auf fünf Milliarden Euro oder noch mehr geschätzt.

So what?

Milliarden Euro, jedoch als Schadenersatz, mögen auch einige Stromkonzerne vom Steuerzahler fordern. Da hat eine „Angela von Sinnen“ erst eine Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke in der BRD durchgesetzt. Nachdem Fukushima in die Luft geflogen war und weite Teile Japans unbewohnbar gemacht hat, hat eben jene selbe „Angela“ noch einmal „nachgedacht“, worüber nachzudenken sie zuvor wohl unfähig zu sein hatte, und das Abschalten älterer Atommeiler in der Bundesrepublik Deutschland verfügt. – Einfach so, per Ukas die Mufti. Kindergärten, Straßenbau, Schul- und Brückensanierungen können ja warten. Dafür ist ja schon traditionell kein Geld da. – So what?

Nun hat diese Angela mit ihren Unsatz „Wir schaffen das!“ und durch Selfies mit Eindringlingen weltweit den Eindruck vermittelt, dass sich die Bundesrepublik Deutschland darüber freut, wenn sie von einer Flüchtlings-„Lawine“ überrollt wird und die gründliche deutsche Bürokratie so nebenbei in Ohnmacht fällt. Die Deutung der Flüchtlingswelle (schon mehr als 800.000 in diesem Jahr und Hunderttausende unerfasst durchs Land geisternd) als „Lawine“ hat sich der Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble herausgenonneb. Dafür bekam er aus vielen Richtungen derbe Schläge. Denn eine „Lawine“ ist bekanntlich eine Naturkatastrophe, die alles unter sich begraben kann. Schlimm… - so etwas zu sagen. Doch Schäuble machte es noch schlimmer, weil er gesagt haben soll (n-tv): „Lawinen kann man auslösen, wenn irgendein etwas unvorsichtiger Skifahrer an den Hang geht.“ Und noch viel schlimmer: Auch er, Schäuble, wisse nicht, ob die Lawine schon im Tal sei oder noch im oberen Drittel des Hangs stecke. Und (n-tv): „Mit anderen Worten: Das Schlimmste könnte womöglich erst noch kommen.“

Nachdem die Flüchtlings-Lawine das offene Scheunentor zur Bundesrepublik Deutschland sogar aus den Angeln gedrückt hatte, wurde es anscheinend auch der Kanzlerdarstellerin etwas mulmig. Während sie stets bei dem blieb, was sie einmal gesagt hatte („Wir schaffen das!“), und ihre eklatanten Verstöße gegen die Dublin- und Schengen-Vorschriften fortsetzte, ächzten ihre Vasallen im Kabinett und in den Bundesländern unter der Last, Schadensbegrenzungen zu erfinden und umzusetzen. Über Absichtserklärungen sind sie dabei kaum hinaus gekommen. Sie stolperten lediglich von einer Planungsphase in die nächste und verkündeten am laufenden Band ihre Leersätze, wie sie die Probleme zu meistern gedenken.

Die Retter in der Not

Währendessen zeigte die „Zivilgesellschaft“, dass sie es ohne Politik und beamtete Bürokratie gerade in einem Ernst- und Notfall wie dem der Flüchtlingslawine besser kann als die Ordnungsmacht von Staats wegen. Auch einige Bürgermeister in kleineren Ortschaften bewiesen, dass sie nicht nur Politiker sein konnten, sondern auch vernünftige Menschen mit Herz und Verstand. Sie betrieben dabei das, was die Politiker der Bundesrepublik Deutschland seit Jahrzehnten nicht geschafft hatten: Integratíon von Anfang an. Doch gemessen am Gesamtproblem, zu dem sich die hohe Politik in den Quatschbuden von Illner, Maischberger, Will und Co nur gegenseitig anzupinkeln versteht, statt es wirksam einer Lösung nahe zu bringen, kann das nur ein Tropfen auf einen heißen Stein sein.

Die wichtigste und wohl auch unbotmäßigste Frage ist allem Anschein nach noch nicht gestellt worden: „Was sind das für Demokraten und Sachwalter in den höchsten politischen Ämtern, die es hinnehmen, dass eine Autokratin anscheinend ‚unkontrolliert politische Macht ausübt und keinerlei verfassungsmäßigen Beschränkungen unterworfen’ zu sein scheint?“ In der Wikipedia lässt sich nachlesen: „Als Autokraten (altgr. αυτοκράτης autokrátes ‚selbst Herrschender‘) bezeichnet man dementsprechend einen Allein- bzw. Selbstherrscher, der in einem bestimmten Gebiet die Herrschaftsgewalt aus eigener Machtvollkommenheit ausübt und in seiner Machtfülle durch nichts und niemanden eingeschränkt ist. – Der Ausdruck Autokrat wird umgangssprachlich auch für einen selbstherrlichen Menschen verwendet.“

Was und wer ist die Kunstfigur „Angela von Sinnen“, die ja wohl kaum eine Bundeskanzlerin in der Bundesrepublik Deutschland sein kann, als welche sie zwar die „Richtlinien der Politik“ vorgeben darf, aber gravierende und das Volk vielleicht sogar erheblich – wenn nicht gefährlich – belastende Maßnahmen erst über Kabinett und Parlament auf den Weg bringen sollte? Die oder der Vorstandsvorsitzende eines Großunternehmens, die oder der eigenmächtig und irreparabel eine Entscheidung trifft, welche den Bilanzen und auch der Belegschaft erheblich schadet, findet sich schnell an der frischen Luft wieder. Beim größten Unternehmen der Bundesrepublik Deutschland, nämlich der Bundesrepublik Deutschland selber, gehen anscheinend die Uhren anders. Da kann durch die Eigenmächtigkeit einer „Angela von Sinnen“ sogar die gesamte Europäische Union Schaden nehmen, da können als Folge ihres Handelns die Staaten der Europäischen Union entzweit werden, da können entgegen den Fortschritten von Schengen die Grenzen wieder dichtgemacht und sogar mit stacheligen Zäunen bewehrt werden, ohne dass die Verursacherin einen Platzverweis bekommt.

Das ist Politik

Das ist jene Kunst, die immer wieder Probleme zu lösen verspricht, die sie selbst erst verursacht hat. Politik als Vorstellung von Gauklern, denen das Misslingen ihrer Kunststücke immer wieder vorgehalten wird, die jedoch trotz allem vom „Stimmvieh“ immer wieder „gewählt“ werden. Dabei bedeutet das magere Kreuz bei Wahlen kaum mehr als ein „Was man hat, das hat man“, und sofern man was hat, möchte man es gern behalten. Wer nichts hat, geht einfach nicht mehr wählen. Derart erringen die Nichtwähler immer häufiger und deutlich mühelos die absolute Mehrheit unter den Wahlberechtigten.

So mag es auch mit den „Demokraten“ in den Parlamenten und in den hohen Machtpositionen sein, dass auch sie denken „Was man hat, das hat man!“ und nicht durch eine Rebellion gegen eine „Angela von Sinnen“ ihre Pfründe und Privilegien gefährden wollen. Die wirklichen Probleme und einen etwaigen Schaden hat ja auch nur das Volk. Politik findet jedoch „über des Volkes Gewimmel“ (angeblich von H. Kohl) statt.

Islamisierung

Eine Islamisierung wird es nicht geben. Auch keine Ghettos. Erst recht nicht eine Ausdehnung von Parallelgesellschaften.

©2015 by mls/kbh/M.Grosner

04:04 13.11.2015
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Geschrieben von

reflex

Seit Jahrzehnten untot und losgelöst vom Glauben an Gutes in politischen Machenschaften.
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reflex

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