Vom „Engel“ gewolltes Flüchtlings-Chaos?

Schweigen der Belämmerten Entweder hat der "Engel" Merkel Plan und Ziel und verheimlicht das, oder es gibt weder Plan noch Ziel. Beides ist gleichermaßen schlimm
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Besorgte Bürger schreiben nicht nur in Foren, sondern äußern sich auch in Emails. Da kann zum Beispiel auch folgender Text nachdenklich machen:

Mein alter Freund,

mich lässt das nicht los:
Angesichts der dramatischen und chaotischen Zustände, die hier im Ruhrgebiet herrschen, obgleich das „Aufnahmesoll“ für unser Bundesland noch nicht einmal erfüllt ist, frage ich mich zunehmend, ob das „Engelchen“ Merkel etwas verrückt geworden ist. Was will diese Frau, die doch gern alles „vom Ende her“ denkt? Geschönte Statistiken verschweigen, dass die Million längst erreicht sein kann und dass weit über 100.000 „Flüchtlinge“ völlig unregistriert irgendwo untergetaucht sind. Die (angeblich) wahren Flüchtlingszahlen meldet die Hamburger Morgenpost.

Irritiert hat mich auch dieses Video: http://www.youtube.com/watch?v=bfDDg910s34

In Schleswig-Holstein werden unter anderem Flüchtlinge in einem Edel-Schloss untergebracht. Der prominente FDP-Politiker Wolfgang Kubicki sagt in einem Interview: „Die Flüchtlinge werden dort nun reichlich Fotos mit ihren Handys machen und die zu ihren Verwandten nach Syrien oder Mali schicken. Die denken nun, hier leben wir alle in Schlössern.

Wenn die Kanzlerin nicht verrückt geworden ist und weiter an ihrem „Wir schaffen das!“ festhält, muss man dahinter kommen, was die jetzigen Vorgänge zwangsläufig als Folgen haben werden und was Merkel will, wenn sie diese Folgen stur in Kauf nimmt. Geht nämlich alles so weiter, kann das die EU sprengen. Auch sind erste „Absetzbewegungen“ bekannt geworden, bei denen sich arabische Flüchtlinge ganz simpel nach Frankreich verflüchtigt haben (z.B. nach Marseille, einer Araber-Hochburg).

Will Frau Merkel „am Ende“ unter Beweis gestellt sehen, dass die EU in brenzligen Situationen nicht handlungsfähig ist, und dokumentieren, dass politisch ein anderes Fundament geschaffen werden muss? Arbeitet sie an einer Kern-EU, deren Kanzlerin sie später gern sein möchte?

Was mich ebenfalls umtreibt: Warum hauen Leute, die um das wahre Desaster wissen müssen, nicht mit der Faust auf den Tisch und und warum widersprechen sie der Kanzlerin nicht notfalls auch durch Rücktritt? In einem Supermarkt nicht weit von mir hat sich eine Flüchtlingshorde kräftig bedient und ist an der Kasse einfach vorbei marschiert. Die Polizei soll gesagt haben, nur auf frischer Tat hätte man die Beteiligten belangen können, jetzt wäre es zu spät, sie seien wohl kaum noch zu ermitteln. Und in der Zeitung stand auch nichts davon.

So das wollte ich mal los werden, mein Freund. Schmeiß das hier meinetwegen ruhig weg...

Hervorstechend, aus eigener Sicht: Eine Immobilie, in die mittellose und abgewrackte Bundesbürger wohl kaum je einen Fußbreit hätten eindringen dürfen, deren Herausputzen für besondere Veranstaltungen bislang Unsummen verschlungen hatte (trotzdem seit Jahren erfolglos zum Verkauf), soll nun Wanderern zwischen den Kulturen und Erdteilen als Behausung dienen. Wie verzweifelt und ansonsten völlig ratlos müssen Behörden sein, wenn sie wertvolles Staatseigentum an Wildfremde als Flüchtlingscamp freigeben und ihre eigenen Bürger dadurch verblüffen? Wie kann jemand wie die Kanzlerin (einzige Verfechterin einer weiterhin sperrangelweit offen stehenden Bundesrepublik Deutschland) glauben, dass beispielsweise in einen 5-Liter-Kanister auch sieben Liter hinein passen? Schlimmer noch: Dass man auch Feuer und Wasser gefahrlos mit einander vermengen kann? Aus ihrem teuer abgesicherten Kokon heraus scheint sie nur durch einen schmalen Schlitz die Realität wahrzunehmen, während sie selbst alles daran setzt, die Realität in Deutschland selbst unter Verletzung von klaren gesetzlichen Regelungen der Europäischen Union umfassend zu verändern.

http://abload.de/img/impressgutsalzau31sao.jpg

Nach welchem Plan? Mit welchem Ziel? – Setzt man großzügig voraus, dass die Bundeskanzlerin einen durchdachten Plan hat und klar ein bestimmtes Ziel verfolgt, wird es schwer bis unmöglich, Plan und Ziel zu erraten.

Denkt man sehr „politisch“ und setzt man voraus, dass durch die Asylanten-Strategie der Kanzlerin für die gesamte Europäische Union unvermittelt „eine Weiche gestellt“ werden soll, kann man sich denken, dass die Kanzlerin die Europäische Union bis auf die Knochen blamieren und danach zwingen will, sich neu zu organisieren. Ihr Plan mag sein, zu einer Rumpf- oder Kern-EU zu gelangen, in welcher die verbleibenden Staaten wirtschaftlich und kulturell gut vergleichbar sind. Die übrigen Staaten – ob dann weiter mit oder ohne Euro – mögen danach als EU-Erweiterung zum Beispiel dem Schengen-Raum angehören und gewisse Privilegien genießen.

Schon seit langem predigen auch sehr angesehene Politiker, Wirtschaftler und Wissenschaftler, dass die Europäische Union – genau genommen – eine Missgeburt ist, eine völlig überdehnte Veranstaltung mit zum Teil untauglichen Teilnehmern. Ebendiese Leute sprachen von der Notwendigkeit einer „Kern-EU", die im Wesentlichen der ursprünglichen EWG (Europäische Wirtschaftsgemeinschaft) entspräche. Die Staaten der Europäische Wirtschaftsgemeinschaft waren nach dem Zweiten Weltkrieg und während des „Kalten Krieges“ klar an den Westen mit den US-Amerikanern gebunden und auch NATO-Staaten. Nach dem Scheitern der Sowjet-Union jetzt frühere Ostblock-Staaten ins Boot der Europäischen Union zu ziehen, hatte als Motiv wohl hauptsächlich, diese Staaten dem Einfluss Moskaus zu entreißen und unumkehrbar an den Westen zu binden.

Was machte es überhaupt für einen Sinn, etwa einen prosperierenden Staat mit einem bettelarmen und hoffnungslos rückständigen Staat wie Rumänien oder Bulgarien unter Herrschaft gleicher Regularien in eine Gemeinschaft aufzunehmen? Wie war zu verantworten, die Steuerkraft wirtschaftlich starker Staaten anzuzapfen, um korrupten Staaten mit erheblichen demokratischen Defiziten Milliarden als Aufbauhilfe in den Rachen zu werfen? Milliarden, die den westlichen Staaten der Europäischen Union vor allem für Infrastrukturmaßnahmen schmerzhaft fehlen?

Das war und ist einfach nur „Politik“. So mag es jetzt auch „Politik“ einer besonderen Art sein, die der Kanzlerin der Bundesrepublik Deutschland durch den Kopf wabert. Es gibt niemanden in der Europäischen Union, den Merkel mit ihrer gefährlichen Einladung nicht vor den Kopf gestoßen hat. Mit Recht, zumal Merkel sich an die Schenken-Regeln nicht gehalten hat, wehren sich andere Staaten, Deutschland von den zu einem großen Teil unberechtigt herein gefluteten Migranten welche abzunehmen. Es ist ja auch nicht deren Aufgabe, nicht unerheblich von Merkels heikler Suppe etwas auszulöffeln. Ihnen wird ja auch nicht zugemutet, vom Defizit eines deutschen Staatshaushalts etwas abzunehmen. Solche Überlegungen sind legitim, denn niemand hat Merkel gezwungen, die Schleusen zur Bundesrepublik Deutschland zu öffnen und an sich völlig unerwünschte Zuwanderer ins Land zu lassen.

Was also ist der Plan? Was ist das Ziel? – Was ist der Sinn davon, dass dem deutschen Volk von der Kanzlerin Derartiges geradezu aufgezwungen wurde? Nicht nur die Bürokratie von Bund, Ländern und Kommunen steht vor dem Kollaps, auch die weitgehend für den Staat eingesprungene „Zivilgesellschaft“ ist bald völlig am Ende ihrer Kräfte. Hält der Zustrom weiter an, ist der völlige Kollaps angesichts der schon hier weilenden Flüchtlingsmengen unausweichlich. Aus dem Hut gezaubert werden müsste winterfestes Obdach für rund 500.000 Menschen ohne jede Habe. Sichergestellt werden müssten die Ernährung dieser Menschen, deren Gesundheitsfürsorge und die Versorgung mit Artikeln des täglichen Bedarfs. Sollte es keine Barauszahlungen mehr geben, müssten Bevollmächtigte da sein, die jede Tube Zahnpasta, jeden Kamm, jedes Schampon, jede neue Unterhose, jedes Paar Schuhe an Bedürftige ausgeben und vielleicht auch noch penibel Buch darüber zu führen haben. – Wie soll das funktionieren?

Wie dumm müssen eine Kanzlerin und ihr umgebender Stab sein, mit solchen Folgen des einsamen und eigenmächtigen Tuns nicht zu rechnen? Über welche Zauberkünste müssten nicht nur sie, sondern zahllose Bundesbürger verfügen, um der jetzt herrschenden Zustände auch nur noch einigermaßen Herr zu werden?

Also nochmals: Was also ist der Plan? Was ist das Ziel? – Würde jemand in der Privatwirtschaft mit einem großen Unternehmen so umgehen, wie die Kanzlerin mit der gesamten Bundesrepublik Deutschland und der Europäischen Union umgesprungen ist, würde er wohl beim Psychiater landen, und es wären sicherlich viele Menschen emsig damit beschäftigt, weiteren Schaden zu verhüten und den bereits angerichteten Schaden in Grenzen zu halten. Der Kanzlerin fällt dagegen weiterhin nicht anderes ein als „Wir schaffen das!“

Jeder sieht: Wir schaffen das nicht! Jeder aufmerksame Bürger kann schon jetzt voraussehen, dass die Situation sich nur noch weiter verschlimmern kann, zumal weiterhin jeden Tag neue Flüchtlingstrecks in die Bundesrepublik Deutschland einströmen.

Mithin muss ein „Plan“, muss ein „Ziel“ – sofern bei der Kanzlerin vorhanden – sich auf etwas erstrecken, das sich vielleicht erst noch aus dem weiteren Geschehen herauskristallisiert und auf die gesamte Europäische Union bezieht. Dabei kann es sich nur um die Europäische Union als Ganzes und vielleicht um deren Neuordnung handeln. Letzten Endes auch darum, wer „im Euro“ bleibt und wer noch Geld aus der Brüsseler Kasse erhält. Es wird gegenwärtig zum Beispiel schon gefordert, Mittel der Europäischen Union nur jenen Staaten zu gewähren, die sich um Flüchtlinge kümmern, und jenen Mitgliedern der Europäischen Union abzuziehen, die sich verweigern.

Kommt es zu einer – von Vielen bereits verlangten – Kern-EU, wird die Kanzlerin wohl davon träumen, Präsidentin des neuen Gebildes zu werden.

Vorerst jedoch ist Merkel in Panik geraten.
Sie setzt jetzt ausgerechnet auf die Türken, verhandelt mit ihnen in Istanbul, um sie anzuflehen, gegen Bezahlung den Flüchtlingsstrom aus deren Land zu drosseln.

Warum sollten die Türken sich auf solches einlassen? Bei ihnen weilen über zwei Millionen Flüchtlinge, vorwiegend Syrer, die bis auf rund 250.00 von ihnen im Lande umher vagabundieren. Je mehr von ihnen den Weg in andere Länder finden, umso besser für die Türkei.

Etwas anderes fällt auch noch auf: Etliche deutsche Politiker fordern, Gelder für die Bekämpfung der Fluchtursachen in jenen Ländern bereit zu stellen, aus denen die Flüchtlinge kommen. Seltsam. Dem UNHCR ist angeblich das Geld so sehr ausgegangen, dass in seinen Lagern Hungersnot ausgebrochen ist. Wieso kommt keiner auf die Idee, den UNHCR finanziell zu unterstützen? Die die Versorgung eines Flüchtlings in solchen Lagern kostet je Tag weit weniger als seine Versorgung als Flüchtling in Deutschland. Warum also nicht den UNHCR unterstützen, damit die Flüchtlinge bei ihm bleiben und nicht in die BRD fliehen?

Die Kanzlerin hat mit ihrem Alleingang akribisch alles falsch gemacht, was man bei gesundem Verstand nur falsch machen konnte. Jetzt ist sie in Panik und versucht politische Kopfstände, denen zum großen Teil auch erst noch die anderen EU-Staaten zustimmen müssten.

Vielleicht ist es das Beste, ihr jede Macht zu nehmen. Denn sie hat weiterhin keinen Plan vorgetragen und fährt nicht einmal mehr „auf Sicht“.

© 2005 by mls/kbh/M.Grosner

23:55 17.10.2015
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reflex

Seit Jahrzehnten untot und losgelöst vom Glauben an Gutes in politischen Machenschaften.
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