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RE: Am Ende der Schonfrist | 04.01.2012 | 07:00

"Wer abbiegen will, muß dies rechtzeitig und deutlich ankündigen; dabei sind die Fahrtrichtungsanzeiger zu benutzen." (StVO)
Das heisst: Wer abbiegen will, hat zu blinken.
Das heisst aber nicht: Wer blinkt, will auch tatsächlich abbiegen.
;-)

Ich sehe schon, dass SPD und Grüne derzeit wieder häufiger links blinken - ich sehe aber nicht die Absicht, tatsächlich links abzubiegen.

Gauck wiederum wollte ich von Anfang an schon nicht sehen, vorstellen kann ich ihn mir bei der Unfähigkeit der politischen Elite aber durchaus.
Schöner finde ich allerdings zwei Vorschläge, die derzeit durch das Internet geistern. Der Erste ist ein politischer Mensch: Georg Schramm; der Zweite ist gar ein Politiker und der vielleicht fähigste Politiker, den Deutschland für dieses Amt zu bieten hat (schon, weil er stets öffentlich macht, von wem er sich kaufen lässt): Martin Sonneborn.

RE: Extremismus! Die CDU, der Geldhahn der NPD und die Linke | 01.01.2012 | 20:24

War doch klar, dass sich der Vorschlag primär gegen Die Linke und nicht etwa gegen die NPD richtet. Das ganze beim VolksWulff mit Porschekredit anzusiedeln deutet weiter darauf hin, dass in Zukunft die Regierung entscheidet, welche Parteien man dem Volk erlaubt, das würde einen weiteren Schritt in die Parteiendiktatur bedeuten, in der schon heute CDU/CSU und SPD entscheiden, was im Fernseher läuft, welche Richter über uns urteilen und welche Richtlinien "uns von Brüssel aufgedrückt werden".
Wo Politbüros auf oberster Ebene entscheiden, was das Programm der Partei ist und wer uns auf den Listen vorgesetzt wird und wer in der Partei aufsteigen darf.
Wo zwei-drei dieser Politbüros untereinander entscheiden, was die nächsten vier Jahre geschieht und im Parlament und im Präsidialamt ein paar leblose Hüllen sitzen, die dem alten Spruch "mit leerem Kopf nickt es sich leichter" "Leben" einhauchen.

Nebenbei: Wer legt sich denn mit rechtsradikal-rassistischen Burschenschaften (z.B. "Ariernachweis") und revanchistisch-nationalistischen "Vertriebenen"-Verbänden ("Wir erkennen die Oder-Neisse-Linie nicht an") ins Bett und kündigt inzwischen im Osten den "demokratischen Konsens, nicht mit der NPD zu stimmen" auf?

Richtig, die FDP und insbesondere die Union: Erika "Die Polen haben uns das Land weggenommen, dass mein Papi den Polen rechtmäßig geraubt hat" Steinbach, menschenrechtspolitische (!!!) Sprecherin der CDU zum Beispiel, oder Horst "Den Tschechen das Land wieder wegnehmen, dass sie den Sudeten genommen haben" Seehofer, bayrischer Ministerpäsident, CSU.
Die Verbindungen zwischen Union, FDP und rassistischen Burschenschaften wurde in letzter Zeit ja immer wieder aufgedeckt, der neue Verfassungsrichter Müller (ehemals MP Saarland) ist zum Beispiel großer Freund der "Burschenschaft Ghibellinia zu Prag in Saarbrücken", "Sebastian Greiber, Vize-Landeschef der FDP, rief, „Die Flamme der Burschenschaft möge in unserem wunderschönen Saarland ewig brennen.“"
Und auf die Schnelle gefunden gibt's da noch diese Meldung zur Kumpanei von CDU und NPD: www.taz.de/!22126/

Nur, damit mir niemand unterstellt, ich würde meine Standpunkte nicht begründen...

RE: „... aber nicht ohne die Linke“ | 22.12.2011 | 17:22

Und Kapitalismus führte bisher in jeder Form zu Sklaverei, Ausbeutung und Hunger unter den Schwächsten, er führte zu Mord und Krieg im Namen des Geldes. Er führte außerdem immer wieder in die Krise und in die Diktatur und zur Stabilisierung von Tyranneien...trotzdem scheinen sie vom Kapitalismus höher zu denken, als vom Sozialismus...das scheint mir seltsam (liegt aber vielleicht daran, dass sie zu den wenigen Gewinnern des Kapitalismus gehören?).

Reden wir doch mal vom Kommunismus, dort, wo er heute noch am reinsten gelebt wird: In einem Land, dessen Ökonomie durch einen aufgezwungenen Wirtschaftskrieg durch die halbe Welt am Boden liegt, das dennoch eines der besten Sozial-, Kranken- und Bildungssysteme der Welt hat. Dort gibt es weniger Alliteraten, als in Deutschland, Frankreich und damit natürlich auch den USA, vor deren Küste dieses Land liegt. Dieses Land schickt seine Ärzte in die ganze Welt, wo sie gebraucht werden, zum Beispiel als einer der wichtigsten Partner der "Ärzte ohne Grenzen".

Und reden wir gerade in diesem Zusammenhang mal von der Presse, die ich mit voller Absicht in " " gesetzt habe. So schrieb schon Ferdinand Kürnberger im Jahre 1855 in "Der Amerika-Müde", was heute um so mehr gilt, und worauf ich gehofft habe, noch zu sprechen kommen zu können: "Die Knechtung der Presse ist ein vortreffliches Mittel der Freiheit; denn das Publikum bildet sich in diesem Falle sein eigenes Urtheil;
aber die freie Presse ist ein köstliches Werkzeug der Tirannei, - der Mob vertraut ihr und betet ihr blind nach."

RE: „... aber nicht ohne die Linke“ | 22.12.2011 | 17:22

Und Kapitalismus führte bisher in jeder Form zu Sklaverei, Ausbeutung und Hunger unter den Schwächsten, er führte zu Mord und Krieg im Namen des Geldes. Er führte außerdem immer wieder in die Krise und in die Diktatur und zur Stabilisierung von Tyranneien...trotzdem scheinen sie vom Kapitalismus höher zu denken, als vom Sozialismus...das scheint mir seltsam.

Reden wir doch mal vom Kommunismus, dort, wo er heute noch am reinsten gelebt wird: In einem Land, dessen Ökonomie durch einen aufgezwungenen Wirtschaftskrieg durch die halbe Welt am Boden liegt, das dennoch eines der besten Sozial-, Kranken- und Bildungssysteme der Welt hat. Dort gibt es weniger Alliteraten, als in Deutschland, Frankreich und damit natürlich auch den USA, vor deren Küste dieses Land liegt. Dieses Land schickt seine Ärzte in die ganze Welt, wo sie gebraucht werden, zum Beispiel als einer der wichtigsten Partner der "Ärzte ohne Grenzen".

Und reden wir gerade in diesem Zusammenhang mal von der Presse, die ich mit voller Absicht in " " gesetzt habe. So schrieb schon Ferdinand Kürnberger im Jahre 1855 in "Der Amerika-Müde", was heute um so mehr gilt, und worauf ich gehofft habe, noch zu sprechen kommen zu können: "Die Knechtung der Presse ist ein vortreffliches Mittel der Freiheit; denn das Publikum bildet sich in diesem Falle sein eigenes Urtheil;
aber die freie Presse ist ein köstliches Werkzeug der Tirannei, - der Mob vertraut ihr und betet ihr blind nach."

RE: „... aber nicht ohne die Linke“ | 22.12.2011 | 13:20

Ich bin da weniger optimistisch als Sie. Ich glaube nicht, dass wir in dieser BRD noch eine durch links geprägte Regierung erleben werden, auch keine, an der Die Linke nur beteiligt ist. Die Stigmatisierung durch die anderen Parteien und die "freie" Presse ist zu perfekt gelungen.

Was ich für deutlich wahrscheinlicher halte, ist ein "deutscher" oder "europäischer Frühling", in dem die plutokratischen Eliten entmachtet werden, um einen neuen Staat zu schaffen, der deutlich stärker durch den Sozialismus/Kommunismus, oder, wie man heute sagt, den Commonismus (auch das hat mit Stigmatisierung zu tun) geprägt ist.
Ein Staat, dessen edelste Aufgabe es ist, dass niemand hungert, in dem soetwas wie "Tafeln" und "Archen" nicht notwendig sind, indem niemand seine Kinder zur Adoption geben muss, um sie akut vor dem Verhungern zu bewahren (sehr verbreitetes Phänomen derzeit in Griechenland, aufgrund der "Sparauflagen").
Ein Staat, in dem Eigentum verpflichtet und Infrastruktur kein Mittel ist, die Menschen auszunehmen, in dem Wasserbetriebe keine Gelddruckmaschinen sind, in dem alle Macht vom Volke ausgeht und nicht von wenigen Plutokraten und ihren parlamentarischen Marionetten.
Ein Staat, in dem "freie Presse" mehr ist, als die Chance für ein paar Medienunternehmer, ihre Meinungen in den Volk zu posaunen und Politik zu machen.

Aber, nur weil es "wahrscheinlicher" scheint, heißt das lange nicht, dass es auch nur "möglich" scheint.

RE: „Rot-Grün kommt ...“ | 22.12.2011 | 12:56

Trittin und seine neoliberalen Menschenverachter...die unterscheiden sich doch nur marginal von CDU/FDP...alle reden sie daher, dass ihnen die kleinen Leute wichtig sind, und wollen etwas für "die kleinen und mittleren Einkommen" tun, verschweigen aber, dass man ein kleines UND ein mittleres Einkommen haben muss, um überhaupt in den Genuss von Zuwendungen zu kommen...
CDU/CSU/FDP/SPD/Grüne...sie alle sind Vertreter der herrschenden Klasse und handeln genau so. Die einen nennen sich dabei "bourgeois", die anderen gerieren sich als "sozial" oder "grün"...wären diese Parteien Lebensmittel, würde jeder von "dreister Verbrauchertäuschung" sprechen.

Dass die einzig echte Alternative innerhalb dieser Aristokratie der Parteiendiktatur Die Linke ist, ist bedauerlich, aber auch Auftrag, ihr die Stimme zu geben - ein Offenbarungseid des deutschen Volkes, dass sie bei unter 10% steht:
"Dass die Wölfe nach Freiheit schreien, ist begreiflich; wenn die Schaafe in ihr Geschrei einstimmen, so beweisen sie damit nur, dass sie Schaafe sind."

RE: „... aber nicht ohne die Linke“ | 22.12.2011 | 12:31

Nun, Herr Gysi, "[d]ie Verteidiger der Freiheit werden immer nur Geächtete sein, solange eine Horde von Schurken regiert!"
[Maximilien de Robespierre...(auch so ein Linker)]

RE: Schockstrategie für Europa | 18.12.2011 | 12:26

Ich stimme Ihnen zu, es ist davon auszugehen, dass Merkel diese Politik bewusst fährt und genau zu wissen glaubt, was sie da tut. Dass in den europäischen Staaten derzeit nach und nach wieder dieselben konservativen Sozialvernichter an die Macht gespühlt werden, die durch zum Beispiel durch Liberalisierungen diese Krise erst möglich gemacht haben, unterstützt diese Vermutung.

Doch denkt Merkel, und denken vermutlich auch Sie, meiner Meinung nach zu kurz. Denn das, was Griechenland und Italien bereits passiert ist, kann über kurz oder lang ganz Euroland drohen, auch Deutschland, und das wäre auch zum Schaden der Angela Merkel: Radikalkapitalistische Finanzjuntas ohne jegliche demokratische Legitimation übernehmen reihum die Macht in Europa und führen die Parteien und Parlamente am Nasenring durch die Manege - und wer nicht gewählt wird, muss sich auch kaum Sorgen um verärgerte Bürger machen.

Theoretisch gehören Italien und Griechenland schon heute als Staaten mit einer nicht demokratisch gewählten Staatsführung aus der EU ausgeschlossen, praktisch gesehen ist so eine Finanzjunta auch nichts anderes als die griechische Militärjunta oder Fascismo, Entschuldigung, Francesco Francos Regime in Spanien...und da gab's ja auch keine Berührungsängste, soweit ich das überblicke.

RE: 16. Dezember: Stermann und Grissemann schauen | 16.12.2011 | 19:16

Das habe ich auch nicht gesagt, gesagt habe ich:
Es waren »Printerzeugnisse wie dieses« (i.e. "Zeitungen"), nicht »dieses Printerzeugnis« (i.e. "Der Freitag").

Die deutsche Grammatik ist hier leicht misszuverstehen, aber dennoch ziemlich eindeutig. ;-)

RE: 16. Dezember: Stermann und Grissemann schauen | 16.12.2011 | 17:19

Seit mich Grissemann regelmäßig in der Werbepause ankeift, seinen Drecks-Handytarif zu kaufen, is er für mich gestorben.

PS: Das bei ARD und ZDF nicht alle Folgen online stehen, ist nicht Schuld von ARD und ZDF, sondern von Printerzeugnissen wie diesem.