dialectica49

"homo politicus" mit breitgefächertem kulturellem Hintergrund
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RE: Es hängt mir zum Halse raus | 18.08.2010 | 21:16

Liebe Magda,
da hast du vieles auf den Punkt gebracht. Danke dafür.Dieses ständige Umdeuten, Verdrehen und Lügen ist ja gewollt.Es ist kein Zufall. Je mehr sich die Bundesrepublik vom Sozialstaatsgebot verabschiedet und dem angelsächsischen Raubtierkapitalismus hingibt, ist es nur logisch, die vergangene DDR undifferenziert als Hort der Unmenschlichkeit und Knechtschaft darzustellen.

Und doch, liebe Magda: Vielen Ostdeutschen ist nicht aus der Sicht der Bibel ein "ertragenes Land" , sondern eben aus der Sicht von Marx eine Sozialutopie verlorengegangen. Das ist die Hölle, erst recht, wenn man das Handeln dieser schwarz-gelben Clique, die sich unsere Regierung nennt, tagtäglich ertragen muss. Da passt alles, was du geschrieben hast gut dazu.

RE: "Und jetzt benehmen sie sich alle wie kleine Obamas" | 15.05.2009 | 01:53

Hallo Frau Nahles,
ganz schön Stress vor den Wahlen. Aber die haben normale Bürger in Zeiten der Krise auch, in einem halben Jahr noch viel mehr - mit dem Arbeitsamt. Dann ist bei ihnen schon alles gelaufen - oder nicht.

Übrigens: In ihrem Interview zur 'guten Gesellschaft' haben sie so viel von Debatten und neuem politischem Stil gesprochen. Ich kann mich aber nicht errinnern, dass sie nur auf einen Beitrag/Kommentar eine Antwort eingestellt
haben. Sieht so der neue politische Stil aus? Ist er gar ein Monolog ?

Ach ja, der Wahlstress. Freundlichst g.k.

RE: Was genau sagte Ahmadinedschad in Genf ? | 28.04.2009 | 22:56

Mein lieber oca,
bitte nicht zynisch auf alle Kommentatoren verbal einschlagen, die anderer Meinung sind als du. Ob ich nun bewundernswerte historische Kenntnisse habe oder nicht, sei dahingestellt. Etwas kleinlich merke ich nur an, dass es am 14.Mai 1948 überhaupt noch gar kein Jordanien, nur ein Transjordanien gab. Auf die Hagana und anderes hat Pic bereits verwiesen.

Fakt ist, und genau darum geht es: die Resolution 181, die die UNO-Generalversammlung 1947 annahm, sah einen jüdischen und arabischen ( palästinensischen ) Staat vor. Israel hat bis heute mit a l l e n Mitteln einen palästinensischen Staat verhindert. Wie dem 'Handelsblatt' vom 01. April zu entnehmen ist, fühlt sich Israels neue Regierung 'nicht an die Annapolis-Übereinkunft mit dem Ziel der Gründung eines palästinensischen Staates gebunden'. An gleicher Stelle weiter:Israels Außenminister Avigdor Lieberman erklärte am Mittwoch, die Vereinbarung von 2007 'hat keine Gültigkeit'. Bestätigung fanden die Äußerungen des Chefs der ultranationalistischen Partei 'Unser Haus Israel' auch in Kreisen der Likud-Partei von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu. In deren Kreisen hieß es, auch das neue Kabinett wolle auf Distanz zum Annapolis-Prozess gehen. 'Wir haben kein Problem damit', sagte die Person zu en Äußerungen Liebermans.

RE: Was genau sagte Ahmadinedschad in Genf ? | 28.04.2009 | 22:56

Mein lieber oca,
bitte nicht zynisch auf alle Kommentatoren verbal einschlagen, die anderer Meinung sind als du. Ob ich nun bewundernswerte historische Kenntnisse habe oder nicht, sei dahingestellt. Etwas kleinlich merke ich nur an, dass es am 14.Mai 1948 überhaupt noch gar kein Jordanien, nur ein Transjordanien gab. Auf die Hagana und anderes hat Pic bereits verwiesen.

Fakt ist, und genau darum geht es: die Resolution 181, die die UNO-Generalversammlung 1947 annahm, sah einen jüdischen und arabischen ( palästinensischen ) Staat vor. Israel hat bis heute mit a l l e n Mitteln einen palästinensischen Staat verhindert. Wie dem 'Handelsblatt' vom 01. April zu entnehmen ist, fühlt sich Israels neue Regierung 'nicht an die Annapolis-Übereinkunft mit dem Ziel der Gründung eines palästinensischen Staates gebunden'. An gleicher Stelle weiter:Israels Außenminister Avigdor Lieberman erklärte am Mittwoch, die Vereinbarung von 2007 'hat keine Gültigkeit'. Bestätigung fanden die Äußerungen des Chefs der ultranationalistischen Partei 'Unser Haus Israel' auch in Kreisen der Likud-Partei von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu. In deren Kreisen hieß es, auch das neue Kabinett wolle auf Distanz zum Annapolis-Prozess gehen. 'Wir haben kein Problem damit', sagte die Person zu en Äußerungen Liebermans.

RE: Was genau sagte Ahmadinedschad in Genf ? | 28.04.2009 | 22:56

Mein lieber oca,
bitte nicht zynisch auf alle Kommentatoren verbal einschlagen, die anderer Meinung sind als du. Ob ich nun bewundernswerte historische Kenntnisse habe oder nicht, sei dahingestellt. Etwas kleinlich merke ich nur an, dass es am 14.Mai 1948 überhaupt noch gar kein Jordanien, nur ein Transjordanien gab. Auf die Hagana und anderes hat Pic bereits verwiesen.

Fakt ist, und genau darum geht es: die Resolution 181, die die UNO-Generalversammlung 1947 annahm, sah einen jüdischen und arabischen ( palästinensischen ) Staat vor. Israel hat bis heute mit a l l e n Mitteln einen palästinensischen Staat verhindert. Wie dem 'Handelsblatt' vom 01. April zu entnehmen ist, fühlt sich Israels neue Regierung 'nicht an die Annapolis-Übereinkunft mit dem Ziel der Gründung eines palästinensischen Staates gebunden'. An gleicher Stelle weiter:Israels Außenminister Avigdor Lieberman erklärte am Mittwoch, die Vereinbarung von 2007 'hat keine Gültigkeit'. Bestätigung fanden die Äußerungen des Chefs der ultranationalistischen Partei 'Unser Haus Israel' auch in Kreisen der Likud-Partei von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu. In deren Kreisen hieß es, auch das neue Kabinett wolle auf Distanz zum Annapolis-Prozess gehen. 'Wir haben kein Problem damit', sagte die Person zu en Äußerungen Liebermans.

RE: Was genau sagte Ahmadinedschad in Genf ? | 25.04.2009 | 05:32

Was genau sagte Ahmadinedschad in Genf ? (wirklich). Informativ und gut geschrieben, weil es a u c h zeigt, wie die Medien weltweit, nicht nur in Deutschland, mit einem ausgemachten Feind umgehen und die öffentliche Meinung manipulieren.

Sehr viel interessanter, und die Kommentatoren dokumentieren dies in in nahezu grotesker Weise, ist die Frage: Darf man in Deutschland Israel kritisieren? Nein, und nochmals nein. Wer dies tut, den umweht augenblicklich die Aura des Antisemetismus. Der wird medial mit allen Mitteln niedergemacht - gerade so, als hätte er, was er selbstverständlich gar nicht getan hat, den Holocaust geleugnet.

Das ist so, weil die Deutschen das Kainsmal des Holocaust für ewig und immer tragen. Und weil der Zentralrat der Juden in Deutschland die absolute Deutungshoheit darüber hat, was gut und schlecht bezogen auf Israel ist. Das ist seit Heinz Galinski so.

Trotz alledem bleibt doch: Seit mehr als fünfzig Jahren lebt dieses Volk in grösstenteils selbstverschuldeter Feindschaft mit seinen Nachbarn, führt Kriege, mißachtet UN-Resolutionen und verhindert bis heute erfolgreich einen Palästinenserstaaat.

Das gerade ein Israel mit dieser Vergangenheit derart schmerzresistent gegenüber dem Volk von Palästina ist, verwundert denn doch etwas. Man kann es nicht nachvollziehen.

Wer glaubt, nur von Feinden umgeben zu sein, ist es eines Tages auch.

RE: „Zeit für ein neues Projekt“ | 10.04.2009 | 07:19

Liebe Frau Nahles, was hat sie geritten, sich gerade im 'freitag' auf ein Interview dieser Art und mit diesen Antworten einzulassen.Nun gut, das ist ihre Sache und vielleicht noch die von J.A., der ja Erfahrung hat, wie man 'Quotenkönig der Kommentare' wird.

SPD und Labour.Ein feines Pärchen. Beide stehen einen Schritt vorm Abgrund und man möchte ihnen zurufen: einen Schritt noch und wir sind euch endlich los. Aber ihr Selbsterhaltungstrieb ist noch da und sie fangen an, dem Volk von der 'guten Gesellschaft' ein Märchen zu erzählen. Es war einmal ...

So fangen Märchen an, aber auch anderes. Es gab einmal vor bald 200 Jahren eine Bewegung, die nannte sich 'Bund der Gerechten'. Aus ihr ging auch unter dem Einfluß des Rauschebarts aus Trier ihre Partei Frau Nahles, die s o z i a l - d e m o k r a t i s c h e Partei Deutschlands hervor. Eine Partei mit einer in der ganzen Welt einzigartigen Tradition, die sich im ambivalenten Widerstand zu den Regierenden zu einer wahren Volkspartei entfaltete. Stolz, selbstbewußt und stark. Und heute?

Noch gibt es die SPD, aber sie ist weniger als ein Torso bezogen auf das, was sie einmal war. Nicht nur Günter Gaus, der Mitbegründer des 'freitag', verließ sie. Hunderttausende in den vergangenen zehn Jahren. Ein lebensgefährlicher Aderlaß.

Beginnen Sie aus dieser Perspektive zu analysieren und die richtigen Schlußfolgerungen abzuleiten. Nur so ist die SPD zu retten, wenn dies überhaupt wüschenswert ist.

Pardon,aber:Ihr Papier und die Antworten im Interview sind ein abstoßendes Konglomerat aus hohlen Phrasen, Halbwahrheiten und Lügen. Die 'linke' Nahles hat fleißig mitgebastelt an der Zeitbombe (sprich Systemkrise), die uns jetzt ereilt.

Es ist 04.20 Uhr morgens. Ich muß schließen. Später mehr.

RE: Eine vertane Chance | 07.03.2009 | 02:28

Es schmerzt, dass ein Engländer so einen großartigen Satz wie

'Es (die Wiedervereinigung) war ein einzigartiger Augenblick der Geschichte, der die echte Chance für einen Dialog zwischen einer Marktwirtschaft und einem sozialistischen Land barg – dieser Chance wurde vertan.'

schreiben muß.

Ignoranz, Überheblichkeit und die Deutungshoheit der Westdeutschen über die DDR haben genau dies verhindert.

Wie klagte bereits Theodor Storm nach der Befreiung Schleswig-Holsteins von der dänischen Besetzung durch Preußen: 'So kommt doch jeder preußische [westdeutsche] Beamte hier her mit der Miene eines kleinen persönlichen Eroberers und als müsste er uns die höhere Einsicht bringen.' Wäre Storm Ostdeutscher zu Wendezeiten gewesen, dann hätte er sicher diesen Satz auch geschrieben.

Vertan, wie so vieles andere.

RE: Eine Polemik als Antwort auf die Kritiker | 04.03.2009 | 02:53

Natürlich sind die Fragestellungen und die Antworten zutreffend. Wer das dazu notwendige Kapital hat, kann eben auch den linken 'freitag' kaufen und dann versuchen zu bestimmen, was würdige Fragen für einen linken Diskurs sind. Deshalb sind die Kommentare trotzdem wichtig.

RE: Eine Polemik als Antwort auf die Kritiker | 04.03.2009 | 02:53

Natürlich sind die Fragestellungen und die Antworten zutreffend. Wer das dazu notwendige Kapital hat, kann eben auch den linken 'freitag' kaufen und dann versuchen zu bestimmen, was würdige Fragen für einen linken Diskurs sind. Deshalb sind die Kommentare trotzdem wichtig.