Scheiden tut weh

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Italien ist ausgeschieden. Nicht irgendeine Mannschaft, sondern der amtierende Weltmeister in Sachen Fußball. In der Vorrunde, oder Gruppenrunde, oder wie man das nennt. Jedenfalls zu früh.

„Nie war es so hässlich: Italien kommt nach Hause“ titelt Repubblica zweideutig, während der Corriere della Sera das Geständnis von Trainer Lippi in den Vordergrund stellt: „Alles meine Schuld“. Wie immer am deftigsten die nationale Sportzeitung, La Gazzetta dello Sport: „Tiefschwarz: das schlechteste Italien aller Zeiten ist draußen“ und „Nach Hause in Schande“.

Vor drei Tagen hatte Umberto Bossi, Chef der Lega Nord und seines Zeichens Minister ohne Portefeuille für Reformen und Föderalismus auf die Frage, ob die italienische Mannschaft weiter komme, noch gehöhnt: „Sicher, dafür wird gezahlt. Man wird sehen, wie viele slowakische Spieler in der nächsten Saison bei uns sein werden“. Was naturgemäß einen Sturm der Entrüstung auslöste und den Herold aus „Padanien“, wie immer in solchen Lagen, etwas von „Entschuldigung, aber ich wurde falsch verstanden“ draufsatteln ließ.

Die Mannschaft und ihr Trainer werden also in die Annalen eingehen. Bleibt abzuwarten, ob der sportlichen Leistung wegen oder weil sie nicht einmal fähig waren, slowakische Spieler für die nächste Saison anzuwerben. Ciao Italia.

11:16 25.06.2010
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Die Ahnungslosen

Blogger mit wenig bis gar keinem Fußball-Wissen schreiben über ihre EM-Erlebnisse
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