Un estate italiana

Bei diesem Beitrag handelt es sich um ein Blog aus der Freitag-Community

Die Autorin Maike Hank schreibt hier auf freitag.de.


Ich verstehe genau so viel von Fußball, um ein Spiel gucken zu können und mich im besten Fall nicht zu langweilen. Sowie um mich mitreißen zu lassen, wenn EM oder - noch besser - WM ist. Ich kann zwar Abseits erklären, aber ich habe keine Ahnung von Spieltaktiken und damit einhergehende Positionen und ich kenne auch dieses Mal kaum ein Mitglied unserer Mannschaft, da ich nichts über die Vorgänge in der Bundesliga weiß. (Immerhin, das Bundesliga-Logo gefällt mir..)
Dennoch käme ich niemals auf die Idee, Schalke 05 zu sagen - tatsächlich war ich sogar irgendwann in den Neunzigern auf Schalke bei einem Auswärtsspiel des SC Freiburg, zu dessen Besuch ich überredet worden war. Ich kann mich allerdings nur noch an hüpfende Cheerleader erinnern, die sich unter anderem mittels Accessoires und Halbakrobatiken zu einem blauweißen Zebra formierten.

Am wildesten schlug mein Herz trotz Unkenntnis für die WM im Sommer 1990. Dies hing aber erst einmal lediglich damit zusammen, dass ich im September des gleichen Jahres als Au Pair nach Rom fahren wollte und bei jeder Berichterstattung aus Italien und vor allem der Hauptstadt vor dem Fernseher klebte. Anstatt ins Colosseo war ich verknallt in das weiße Rondell des Stadio Olimpico, und als unser Team dann auch noch immer weiter kam, steigerte dies meine vorfreudige Erregung. Ja, ich liebte die deutsche Mannschaft, und hätte es damals schon das Internet gegeben, ich hätte die Spieler bis auf die Unterhose ergoogelt. Ich erfuhr aber immerhin auch so, dass Bodo Illgner am gleichen Tag wie ich Geburtstag hat. Was für eine total verrückte Koinzidenz! (Die endlich den Zustand ausglich, dass es sich mit dem Eiskunstläufer Norbert Schramm ebenso verhielt.)

Die Spiele schaute ich mit meiner besten Freundin, die in einer Hochhaussiedlung wohnte, wo aus allen, allen, allen Balkonfenstern Fußballfernsehgeräusche und Gejubel dröhnten und ganz viel Gianna Nannini mit Eduardo Bennato.
Eine die Spannung fast unerträglich machende Totenstille herrschte hingegen, wenn gerade elfmetergeschossen wurde.








tifosicasino

AS RomaDanke Rrrrrrrrrrrrudi!Gazzetta dello SportLazio RomaInter Milano





http://img269.imageshack.us/img269/7413/stickerjp.jpg


Tröööööt.
08:40 15.06.2010
Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.
Geschrieben von

Die Ahnungslosen

Blogger mit wenig bis gar keinem Fußball-Wissen schreiben über ihre EM-Erlebnisse
Schreiber 0 Leser 0
Die Ahnungslosen

Kommentare 16

Avatar
Ehemaliger Nutzer | Community
Avatar
Ehemaliger Nutzer | Community
Avatar
Avatar
Ehemaliger Nutzer | Community
Avatar
Avatar
walter-ter-linde | Community