Die Unsichtbaren Deutschen

Eine Stimme für die unmündig gemachte Wohnbevölkerung.
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RE: Hat Amerika eine dienende Funktion? | 10.07.2014 | 19:11

Tja, so sind sie die Briten. Es exsitiert überhaupt nur auf politischer Ebene aus der Sicht des Pentagon ein China-Threat, aus Sicht des US Handelsministerium existiert das nicht, weil das Freihandels-Anhänger sind.

Es gibt nicht den Gegensatz zwischen den USA/UK und China, weil die Briten über ihre Brückenköpfe Virgin Island und Hong Kong Kapital hinein schaffen und wieder raus schaffen. Das ist eine Dienstleistung für us-amerikanische Multis.

Ebenso bietet die USA, Kanada und Australien chinesischen Parteifunktionäre und chinesischen Kapitalisten immer Zuflucht und Staatsbürgerschaft an, um deren Vermögen zu sich heranzuholen. Man setzt sozusagen monetäre Anreize für Korruption und schenkt den Leuten einen Fallschirm.

Deutschland unterstützt die USA/UK bereits in der Tibet-Politik, indem man Konferenzen von Bergvölkern organisiert - also Süd-Tiroler, Baskenland mit Tibetern zusammenbringen, um ethnische Konflikte zu schüren. Was wollen Sie also ?

Nordirland, Schottland und Quebec sind auch unterdrückte Nationalitäten. Europa muss den Briten einmal klarmachen, das die EU die Nationalitätenfrage lösen kann auf britische Kosten.

Deutschland hat kein Interesse daran, dass Target2 Zahlungssystem als Angriffssignal für britische und us-amerikanische Währungsreserven beizubehalten, weil Deutsche dann ihren europäischen Hinterhof gegen Amerikaner und Briten verteidigen müssen.

Wir sind nicht so stark interessiert an der Nahrungsmittelspekulation, um am Tod anderer Leute zu verdienen. Wir machen Wertarbeit. Sicher subventionieren auch wir unsere Bauern. Das ist aber ein legitimes Interesse der Ernährungssouveranität. Gerade weil die Deutschen das Volk der Töäter sind soll Deutschland Verantwortung übernehmen für den globalen angelsächsischen Mega-Holocaust an Afrikanern und Indern und endlich Tachelesmit den Briten und ihren Steuerparadiesen und Offshore-Inseln reden. Gerade weil wir 6 Mio. Juden vergast haben, weil sie das Finanzjudentum uns bedroht haben soll, sollten wir ganz genau auf die Welt schauen, wie sie ist. Es ist nicht das Finanzjudentum, sondern das Finanzamerikanertum und das Finanzbritentum. Die angelsächsische Rasse kennt keine Demokratie und Brüderlichkeit. Es gibt ein Erstgeborenden Recht und die Menschen werden schon in der Familie an dem Glauben an Ungleichheit sozialisiert. Die Briten und Amerikaner sind wesentlich schlimmere Rassisten als Deutschen. Ein Brite und ein Amerikaner hat keine Empathie Fähigkeit.

Wir Deutsche schätzen die Natur und lieben unsere Wälder. Wir haben wohlklingende romantische Literatur und bei uns verkauft sich nicht der Mist mit Twillight, Vampire Diaries, Interview mit einem Vampir, weil Briten und Amerikaner gern tote weiße Frauen sehen. Wir Deutschen lieben unsere Frauen als Brunhilde-Figuren - kräftig, gesund und lebensfroh. Bei uns gibt es diese Dekadenz nicht.

Wegen den USA/UK und deren Diktatoren Umarmungspolitik sind weltweit Diktatoren künstlich am Leben erhalten worden. Die Apartheid-Politik in Südafrika wurde künstlich aufrechterhalten, weil sie gute Waffen-Abnehmer des US Verbündeten Israel sind.

Wir Deutschen unterstützen nicht die Politik der US Verbündeten, um mit Hilfe von Jihadisten den Iran und Syrien zu destabilisieren, deren Terroristen potentiell das BRD-Territorium bedrohen, damit Deutschland sichnicht an den Kosten der Interventionskriege beteiligt.

China und Japan haben freundlicherweise ihre Währungsreserven in € umgeschichtet, um der BRD eine helfende Hand zu reichen, weil sie die EU schützen müssen, um hier Waren abzusetzen.

Wir sehen jetzt gerade, wie die FED Währungspolitik macht. China und Japan schreiben Mrd. USD einfach ab, die blutverschmierte Arbeit der Wanderarbeiter ist einfach entwertet worden - die komplette Lebensleistung ganzer Generationen. Die Arbeitslosigkeit in Spanien, Griechenland und Portugal und Italien ist erschreckend.

Wir Deutschen wollen nicht den militärischen Komplex finanzieren, mit denen US Multis sich kapitalisieren, und am Ende sich die Firmen und die Wertarbeit unserer Angestellten und Arbeiter unter dem Nagel zu reissen, weil so ein US/UK Hedgefonds über Merge&Akquisition einfach unsere Firmen aufkauft, zerlegt und nach Mexiko und Vietnam den neuen US Freunden schafft.

Das Spiel können sie mit Japan machen. Die Japaner lieben Amerikaner und Briten, weil sie für sie deren Seewege schützen und sind entsprechend bereit Schutzgeld zu zahlen. Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien und die Skandinawien wären glücklicher ohne den angelsächsischen Finanzkapitalismus.

RE: Schule aus, Probleme an | 10.07.2014 | 01:44

Sie glauben zuviel der veröffentlichten Meinung. Menschen wandern zu allen Zeiten. Was der Grenzschutz macht ist einerseits eine Art transnationale Arbeitsmarktpolitik, um die subventionierten Bauern in den EU Außenstaaten mit entrechteten Arbeitskräften zu versorgen und andererseits durch die Illegalisierung Steuerzahler zu gewinnen. Hinzu kommt, dass Grenzpolitik faktisch immer dazu genutzt wird Aufgaben der Währungspolitik mit zu übernehmen. Entrechtete Arbeitskraft sind Menschen mit Familien, die sie versorgen mit Hartwährung durch Rüküberweisungen. Die Cash Injektion wirkt wie ein Dämpfer auf Konjunkturtiefs, aber man kann auch die Illegalisierung so stark betreiben, dass die monetären Ströme so stark werden, dass die ausländische Währung aufwertet. Die eigene Exportindustrie wird wettbewerbsfähiger, die eigene Importindustrie wird schwächer, die ausländische Exportindustrie wird schwächer, die ausländische Importindustrie wird stärker. Das sind alles bekannte Zusammenhänge.

Ob man zu den Gewinnern oder Verlierern der Migration gehört, kommt darauf an, wo man arbeitet und was man arbeitet. Die Front Einheimische gegen Einwanderung in die Sozialsysteme gibt es so nicht. Bei so emotionalisierten Debatten muss man Ross und Reiter nennen.

RE: Amerika und China: High Noon im Westpazifik | 10.07.2014 | 01:30

Ihre politische Einschätzung ist nicht ganz exakt das, was die Amerikaner in allen öffentlichen Foren von Australien bis Kanada vortragen.

Das Interesse der Amerikaner ist zu verhindern, dass in Europa oder West Pazifik Asien eine regionale Vormacht aufsteigt. Es geht gar nicht darum zu verhindern, dass eine konkurrierende Weltmacht aufsteigt, sondern dass eine regionale Vormacht aufsteigt. Wenn es z.B. ein deutsches Europa und ein chinesisches Ostasien geben würde und sie Frieden in ihrer Weltregion schaffen könnten, dann wäre der erste Schritt getan, um die US Imperium und ihre Satrapen heraus zu fordern. Daher arbeiten die Rugby spielenden Staaten am Ende der EU und Rotchina.

Verwendet wird als Feindprojektion China = Deutsches Reich und man unterstellt den Chinesen Blue Sea Navy Ambitionen, und man hindert sie daran ein Bündnissystem a la Bismarck zu schaffen. Dazu muss man Konflikte in der vom Nationalismus zerfressenden Region säen, was auch funktioniert, denn die chinesische Politik ist sehr stark mit dem Management des Riesenreiches verwaltet und hat nicht etwa 30 000 Mitarbeiter im Pentagon, hunderte Think Tanks und Geheimdienste zur Verfügung, um die angelsächsischen Strategien zu analysieren. Die Chinesen sind autistisch und sehr familiär, was an den Millionenstädte liegt, wo jeder dem anderen fremd ist.

Das Hauptproblem der USA mit dem Pivot nach Asien ist nicht unbedingt militärisch. Die USA hat keine Probleme damit die chinesischen Währungsreserven, die man aus der Ausbeutung der chinesischen Wanderarbeiter und dem Aufbau des Kapitalstocks der amerikanischen Multis einfach zu entwerten.

Das Problem ist es seine angelsächsischen Brüder bei der Stange zu halten. Offenbar will Australien wegen seiner Handelsbeziehungen mit China die amerikanische Aggressivität mindern und kokettiert mit einem Bündniswechsel in der öffentlichen Debatte. Da geht es darum mehr aus den USA heraus zu holen.

Das Problem mit den Kanadiern ist das verbreitete Ressentiments der Kanadier gegen US Amerikaner, die bar jeder Grundlage ist. Kanada hat eine Tradition öffentlicher Bekenntnisse zu Menschenrechten und moralgeleiteter Aussenpolitik, weil die Leute das hören wollen. Praktisch heulen sie immer mit den Wölfen. Diesmal sieht die Mittelmacht Kanada aber persönliche Vorteile für sich im China-Handel.

Das Problem der Angelsachsen mit Deutschland und Frankreich ist das die Eliten ein Auge auf den Weltmacht-Status geworfen haben, und da ist die USA nun einmal der Konkurrent gegen den man nach oben treten muss - notfalls mit antisemitischen Feindprojektionen "amerikanische Heuschrecken" blablabla.

China ist ebenfalls eine nützliche Figur für Feindprojektionen. Andererseits kann man damit seine Arbeiter einschüchtern mit der leeren Drohung chinesische Verhältnisse wären der Referenzmaßstab für die Globalisierung: alle müßten Lohnverzicht üben und fleißiger werden, weil jeder soviel leisten müsse wie 100 Chinesen.

Die Globalisierung ist aber im wesentlichen die Globalisierung der amerikanischen Multinationalen Konzerne, Banken, Versicherer, Management Consulting Dienstleistungen und Marketing Unternehmen. Die Chinesen stehen eigentlich auf der untersten Leiter der Wertschöpfungskette und klettern da so langsam herauf.

Aus deutscher Sicht ist das amerikanische Pivot nach Asien eine einmalige Gelegenheit normale Außenpolitik zu machen, da man in der Priorität nach dem Persischen Golf und Westpazifik Asien nun an dritter Stelle steht und die US Regierung und Großbritannien uns nur mit Währungsspekulanten bearbeiten wollen.

RE: Hat Amerika eine dienende Funktion? | 10.07.2014 | 00:43

Schön von Ihnen wieder etwas zu lesen. Ich habe mich schon immer gefragt, weshalb sich die anglophonen Staaten immer in der Opferrolle sehen. Es muss sich um eine Psychose grösseren Ausmaß handeln in den anglophonen Welt.

Erst einmal hat Deutschland berechtigte außenpolitische Interessen. Aus Erfahrung weiss man, dass Friedensepochen sind Zeiten wo Russland und Frankreich sich mit Deutschland vertragen haben. Und in der BRD gilt das Primat der Innenpolitik - anders als das Britische Empire war das deutsche Weltmachtstreben wenn man vom Dritten Reich absieht eher bescheiden. Da es sich Handelsrepublik versteht und vom Absatz der Produzentengüter lebt, versteht es sich von selbst, warum man sich mit Konsumgüterproduzenten gut versteht. Man will nämlich selbst den Kapitalstock und die Technologie und Arbeitskräfte upgraden. Das wird man auch brauchen, um gegen die kapitalstarken Pensionsfonds, Hedgefonds, Black Swan Fonds und Versicherer der anglophonen Welt mauern zu können.

Die chinesische Industrialisierung hat sehr viel mit britischen Steuerparadiesen zu tun - Stichwort Virgin Island - mittels derer Kapital über Hong Kong hineingeschafft und unbemerkt wieder herausgeschafft wird. Die USA/Taiwan Korridor wird zur Kapitalisierung von Subuntermehmer für Apple, Hollywood, IBM,... verwendet, die wiederrum über Hong Kong sich Zugriff auf entrechtete Wanderarbeiter verschaffen.

Die deutschen Maschinenbauer wollen nur einen Anteil an den gewaltigen angelsächsischen Ausbeutungspraktiken durch Maschinenabsatz haben. Anders als die Briten verkaufen wir kein Opium. Anders als zur Zeit der Weimarer Republik werden keine Krupp Kanonen und militärische Berater zur Unterstützung der Chinesen gegen das Britische Empire entsandt.

Mit dem amerikanischen Pivot nach Asien und der Zündelei in Vietnam und den Phillipinen, die zur Niederbrennung chinesischer Fabriken führte haben wir nichts zu tun - das ist US Aussenpolitik.

Mit dem Rauf- und Runterfahren der atomar bewaffneten US Navy, die den Chinesen mit Atomschlag drohen, haben wir nichts zu tun.

Verständlicherweise will Deutschland damit auch nicht viel zu tun haben. Denn China ersetzt die einbrechenden Exporte in die EU Staaten. Der Grund warum die EU so grosse Probleme hat liegt einerseits an der deutschen Lohnpolitik - andererseits haben wir unsere Probleme auch angelsächsischen Währungsspekulanten zu verdanken, die unsere europäischen Nachbarn angreifen.

Die Amerikaner und Briten pumpen sich eine ganze Stange Geld aus der EU und enteignen uns mit Datenautobahnen, um im Millisekunden Takt Angriffe auf unsere Währung und Anleihen zu fahren.

Der Gegensatz Demokratie/Diktatur der aufgefahren wird ist nur ein scheinbarer, weil es seit der französischen Revolution die Repräsentationsfiktion in der politischen Theorie gibt. Tatsächlich resultiert repräsentative Demokratie nicht in der Herrschaft des Volkes, sondern in der Herrschaft der Parteiapparate und Berufspolitiker über das Volk.

Die chinesische Hybrid-Diktatur ist schlimm für die Chinesen, jedocheigentlich ganz praktisch für die anderen Menschen. Und es ist meilenweit entfernt von den hunderten Millionen Hungertoten die das angelsächsiche liberale Finanzkapitalismus überall mitzuverantworten hat. Die Diktatoren Umarmer Rolle fällt eigentlich den USA/UK zu. Die Chinesen umarmen Diktatoren aus praktischen Gründen - es hat nicht damit zu tun Kommunisten und andere oppositionelle Gruppen durch seine Satrapen los werden zu wollen. Gerade weil das alle Staaten wissen, will es sich niemand mit China verscherzen, solange sie investieren können. Moralisch handeln hieße für Deutschland das historische Wissen über das Britische Empire und die USA wirklich zu lehren, damit die Leute sehen, was die USA und das Britische Empire eigentlich für Gebilde sind. Dann gäbe es diese seltsamen "Wir sind ok - die anderen sind buh" Debatten nicht mehr.

RE: Parlament der Städte | 06.07.2014 | 00:53

Ein Parlament der Städte als festes Repräsentativ-Organ der Stadtbevölkerung macht sehr viel Sinn. Im Grunde stehen die Kommandozentralen der Finanzinstitutionen, Management-Services und Kanzleien in den 600 global wichtigsten Städten. Man müßte überall ein Steuersystem wie Hong Kong einführen und liberale Wirtschaftsregulation gegen die Nationalstaaten durchsetzen. Man braucht gemeinsame Städte-Anleihen, eigene Polizei und Armee und gemeinsame Agrar-Politik gegenüber den Bauern.

RE: Schule aus, Probleme an | 04.07.2014 | 01:23

Spannender für politische Entscheidungen sind die Kosten der derzeitigen Flüchtlingspolitik. Die Geopolitik der Flüchtlingspolitik muss in der EU ins Auge gefasst werden.

Die BRD, Frankreich und Österreich haben die Flüchtlingspolitik gegenüber den EU-Aussenstaaten durchgesetzt. Die Aufrüstung der Grenzen hat den Steuerzahler in einen Aufrüstungswettlauf mit den USA gebracht. Zusätzlich zahlen wir Griechenland Mittel, damit es die Flüchtlingswellen im Land hält. Andererseits würgen wir die griechische Ökonomie ab, so dass rechte und linke Parlamentsmehrheiten Flüchtlingen Visa-Freiheit geben werden, um sie in den Norden weiter reisen zu lassen.

Die "Festung Europa" ändert die Rückkehrpläne der bereits in der EU lebenden Ausländer und undokumentierten Migranten, die jetzt alles dran setzen, ihre Angehörigen in die EU zu schleusen, weil sie fürchten nicht mehr ins Land zu kommen.

"Festung Europa" schafft so ein Angebot, deren Nachfrage durch organisierte Kriminalität von Schleppern befriedigt wird. Der Aufbau des Kapitalstocks des organisierten Verbrechens ermöglicht wiederrum die Finanzierung risikoreicherer Verbrechen.

Die xenophoben Einwanderungsgegner greifen dem Steuerzahler in die Taschen, und geben es für Beamte und künftige Beamtenpensionen aus - ohne das der versprochende Effekt eintritt. Es wird an der Zeit xenophobe Einwanderungsgegner die gesamte Steuerlast von Frontex aufzuhalsen.

RE: Heiter bis dämlich | 03.07.2014 | 15:06

Die deutsch-diasporischen Machwerke über Migration sind Blödsinn, ebenso wie die alten Problemfilm Machwerke der deutschen Filmemacher.

Migration ist ein besonders wirksamer Treiber der Modernisierung von Habitus, Finanzinstitutionen, Bürgerrechte und Massenkultur.

Da Migranten Digitale Güter (Popmusik, Seifenopern, Blockbuster) weltweit mehrsprachig konsumieren, haben wir es mit Long Tail Konsum von Hollywood, Bollywood, Nollywood,... zu tun. Die Kulturindustrie ist homogenisierend in der Wirkung auf Geschlechterrollen und Lebensstil. Gleiches lässt sich über Hip Hop, Irish Dance, J-Pop und Salsa sagen. Da gibt es keine Überanpassung. Die migrantischen Rücküberweisungen sind zugleich Steuerquelle, Kaufkraft und Sparpotential für Auswanderungsstaaten und treiben die Urbanisierung durch Bau-Finanzierung, öffentliche Güterbereitstellung und Investition voran.

In den Einwanderungsländer entsteht durch juristische Statusvergabe eine ausbeutbare Arbeitskraft für Bau, Nahrungsindustrie, Gastronomie, Textilindustrie im geringqualifizierten Wirtschaftssektor und medienwirksamer im hochqualifizierten Sektor IT, Lebenswissenschaften, Pharmacie,...eine rascheres Wachstum des Kapitalstocks.

Finanzinstitutionen wie die Weltbank und die Großbanken bauen oberhalb der Migration einen Derivatenhandel auf, um makroökonomische Risiken mit migrantischen Haushaltseinkommenstransfer als Versicherung für Konjunkturrisiken zu nutzen. Nahe am Boden werden Mikrokreditinstitutionen im ländlichen Raum und auf Stadtteilebene hochgezogen, die mit Rücküberweisungen kapitalisiert werden. Die Mikrokreditvergabe im ländlichen Raum mobilisiert wiederrum die Binnenmigration in die neuen urbanen Stadträume der Auswanderungssstaaten und proletarisiert die Bauern.

Die Baufinanzierung für die Urbanisierung wird durch die Investitionsentscheidungen der translokalen Haushalte hochsignifikant beeinflusst.

Der Antagonismus zwischen moderner westlicher Kultur und migrantischen Herkunftskultur existiert nicht. Migrantische Herkunftskultur ist die soziale Praxis die die weltweite Durchsetzung einer kapitalistischen Kultur effektiv macht, neben anderen Globalisierungsprozessen. Denn ohne die translokale Familie als zentrale Diaspora-Institution gäbe es diese Kopplung von Steuersystem, Finanzinstitutionen, Kulturindustrie, Agrarindustrie und Häusermärkte nicht.

RE: Bleiben oder Springen | 27.06.2014 | 13:04

Das sehen Sie falsch. Im Nationalstaat wird es keine Rettung geben. Im Augenblick ist der Fachkräftemangel eine Nebelkerze. Es handelt sich zur Zeit um Fehlallokation. In einigen jahrzehnten schlägt der demographische Wandel voll durch. Wir werden dann sehr viele Rentner haben - darunter sehr viele arme Rentnerinnen. Die Jugend wird zahlenmässig kleiner, und damit ist das Protestpotential eher als harmlos einzuschätzen. Zudem wird man eingebunden sein in die Pflege der bedürftigen Grosseltern.

Die Territorialgewerkschaften haben Zeit massiv in die Ausbildung von Journalisten, Lehrern und Organizer zu investieren und sich Einwanderern zu öffnen. Damit meine ich nicht einfach mehr personell bunter in der Gewerkschaftsbürokratie zu werden, sondern Gewerkschaft als soziale Bewegung in die Stadtteile zu verankern.

Zusätzlich sollten Einwanderer massiv nach vorn gehen und sich mit den globalen Gewerkschaften wie den ITF zusammengehen. Die Seeleute haben bereits Arbeitsinspektoren an den Häfen. Das System kann man ausweiten auf die Baustellen, Fleischreien, Sweatshops,...Was wichtig ist die Berichterstatter müssen aus einer Gewerkschaft kommen.

Ebenso sollte das Finanzmarkt Casino der Großbanken geschlossen werden, die sich einen Reibach gemacht haben mit suprime Baudarlehen an lateinamerikanischen Migranten in den USA, Spanien und außerdem in Osteuropa. Die Seeleute haben mit ihren 5 Mio. Mitgliedern ein Häusle Bauer Programm aufgestellt, da müssen die Einwanderer angeschlossen werden.

Gewerkschaften müssen außerdem Lehrer stellen können in den Schulen innerhalb eines zu entwickelnden Kurses Staatsbürgerkunde, dass die Kinder anstelle des Gedöns in den Ethik und Religionsfächern wählen können sollen.

RE: Bleiben oder Springen | 27.06.2014 | 12:46

Ihre Aussagen sind im Großen und Ganzen richtig. Es profitieren aber nicht nur die Einwanderungsstaaten von der Migration, sondern massiv auch die Auswanderungsstaaten. Einwanderungsstaaten schüren Rassismus und entrechten Migranten um sie in der Konjunkturkrise als erste zu entlassen oder abzuschieben, Auswanderungsstaaten profitieren von Migration durch bessere Fremdwährungsreserven, die ihnen die Auswanderer durch Rücküberweisungen und Familien-Tourismus liefern. Das Besondere an den transnationalen Familien ist ihre familiäre Solidarität, die auch transnational getriggert werden kann in Weltwirtschaftskrisen und Naturkatastrophen. Die Nationalstaaten und die Kapitalbesitzer verfügen mit Migranten über eine Art Konjunkturpuffer in den Ein- und Auswanderungsstaaten.

In den ölexportierenden Staaten findet eine massive Industrialisierung statt mit Migration, da arbeiten nicht etwa die Einheimischen an der Zukunft nach dem Öl.

Weibliche Einwanderinnen aus patriarchalischen Gesellschaften sind Staat und Kapital eigentlich willkommen, in kapitalintensiven Industrien wie der Elektronikindustrie wird hohe Disziplin nachgefragt, Frauen aus solchen Gesellschaften sind da leichter zu kontrollieren. Bei Industrien mit rasch fluktuierender Nachfrage werden inzwischen die Sweatshops nach vorne in die EU und USA verlegt - z.B. in der Damenbekleidung.

Bei den Männern sehen wir dasselbe in der Bauindustrie, deren Arbeitskräfte aus Scheinselbständigen und undokumentierten Arbeitern besteht. Die Selbständigen sind privatversichert und liefern dem Finanzsystem die Mittel, um sie in Versicherungsdienstleistungen für den Bauunternehmer zu verwandeln. Der Bauunternehmer wälzt das Baurisiko durch Subunternehmer auf Scheinselbständige, ausländische Bauarbeiter und undokumentierte Arbeiter ab. Bei solchen Methoden geschieht es schnell, dass die Menschen die die Häuser bauen am Ende kein Recht haben sie zu bewohnen wegen ihres rechtlichen Status. Stattdessen machen windige Vermieter sich aus der Not der Leute einen Reibach, um vermieten Rattenlöcher zu Höchstpreisen - was dann rassistische Hausbesitzer dazu anleitet durch die Talkshows und Zeitungen vor der Überfremdung zu warnen und der Einwanderung ins Sozialsystem, weil sie um ihre Häuserpreise fürchten. Stellenweise wird durch die Blume mit Brandanschlägen gedroht - also mit Mord.

Neben den Polizeiapparat, der Justiz und dem Grenzschutz sorgen dann noch im Innern Lehrer, Sozialarbeiter und Priester und Imame für die Abrundung des Herrschaftsapparates. Priester und Imame brauchen Überausgebeutete, um überleben zu können.

Lehramtsstudenten sind bekannt nicht karriereorientiert und am Fach desinteressiert zu sein. Sie erhalten die Aufgabe die Migranten zu desinformieren und ihnen ein psychologisches Problem einzureden, sie hätten eine Identitätskrise und eigentlich sind die unterschiedlichen Kulturen schuld, und nicht etwa der Rassismus. Durch das fachliche Desinteresse sind Lehramtstudenten in ihrem späteren Beruf als Lehrer auch perfekt für die ideologische Unterdrückung geeignet.

Wenn die Einwanderer dann auf den Arbeitsmarkt kommen, werden sie von Personalern empfangen aus der BWL Studentenschaft, die dafür bekannt sind kein Fachinteresse und besonders karriereorientiert zu sein, die dafür sorgen, dass man ordentlich mit einer gehörigen Portion Diskriminierung in die entsprechenden Berufe weiter sortiert wird.

Am Ende ihres Lebens werden Sie dann von ihren Familien gepflegt und den extra aus Afrika, Korea, Philipinnen, Indonesien, Sril Lanka und China angeworbenden Gesundheitsfachkräfte, die alle nicht ihre Sprache sprechen. Die Sprachlosigkeit muss ja weiter gehen, und Einwanderer sollen ja bloss nicht ihre Bedürfnisse und Interessen frei und hörbar äussern.

Und wenn sie im Sterben liegen, dann blicken sie auf ein Leben wie im Big Brother Container, der sich Nationalstaat nennt. Sie haben unzählige Fragen beantwortet, woher sie kommen und wann sie gedenken zurück zu gehen. Unzählige Fragen, warum sie das essen und nicht das. Unzählige böse Blicke, weil sie amerikanisches, deutsches und herkunftsländisches Fernsehen schauen und nicht etwa nur amerikanisches un deutsches. Sie wurden angefeindet, warum sie keine deutschen Frauen heiraten, und sie wurden angefeindet, weswegen sie deutsche Frauen heiraten. Das ist die BRD 80 Millionen Menschen mit 160 Millionen Augenpaaren als Überwachungskamera für die Einwanderer. Ich betone 80 Millionen - denn unterschiedliche Einwanderergruppen erhalten Rassismus und Konkurrenzneid von den Bildungsinstitutionen und Medien ansozialisiert. Diese Menschen waren vorher nicht rassistisch eingestellt gegeneinander - sie wurden in der BRD zu Mitläufer Rassisten.

RE: Halb hier, halb dort | 25.06.2014 | 21:19

Diaspora-Literatur ist etwas für Strukturalisten. Romane werden in strukturelle Einzelteile zerlegt, und dann mit Algorithmen auf typische Sequenzabfolgen dieser Einzelteile untersucht.